Die Belohnung ist beständiger Erfolg – Jörne Sprehe lässt mit Top-Resultaten aufhorchen

Fürth – Lässt man die vergangenen Wochen von Jörne Sprehe Revue passieren, so darf man sich eines sicher sein: Die Formkurve der 32-jährige Fürtherin ist am aufsteigenden Ast. Egal ob Weltranglistenspringen, internationale Youngster Touren oder Nationenpreiseinsatz – gemeinsam mit ihren Pferden trumpft sie mit kontinuierlichen Achtungserfolgen auf.

Die Saison 2015 hatte für Jörne Sprehe schon sehr gut begonnen: In Ebreichsdorf, Gorla Minore, Cagnes-sur-Mer und San Giovanni in Marignano wurde der Grundstein für die weiteren Turniereinsätze gelegt und etliche Platzierungen und Weltranglistenpunkte gesammelt. Anfang Mai sollte sich der Fleiß bezahlt machen und als Lohn für die kontinuierliche Arbeit folgte die Nominierung ins Nationenpreisteam vom CSIO4* in Linz. Hier sorgte sie im Sattel ihrer neunjährigen Paradestute „Luna 285“ von L'avian-Leader M mit einer Nullrunde und einem Vierfehlerpunkteritt zusammen mit Landsmann Andreas Kreuzer für das beste deutsche Ergebnis. Gemeinsam mit ihren Mannschaftskollegen Jörg Oppermann, Andreas Kreuzer und Denis Nielsen platzierte sie sich am Ende hinter Tschechien und Ukraine am dritten Rang.

Die Youngsters sind am richtigen Weg

Neben den Triumphen in den schweren Springen – hier konnte sie sich natürlich auch voll und ganz auf Springcrack „Stakki´s Jumper“ und das mehrfach siegreiche Speedpferd „Kick Like Bum“ verlassen – reiften in den letzten Wochen und Monaten die nächsten Parcourshoffnung heran: Auf den Namen „Cardinal De l'Air“ hört der siebenjährige, von Albert Sprehe gezüchtete Nachkomme des Carenzo-Landadel, der in seiner noch jungen Karriere schon beachtliche Erfolge auf internationalem Terrain sammelte. Sein um ein Jahr jüngerer Boxennachbar ist der sechsjährige „Solero 79“, der im Parcours ungemeines Kämpferherz beweist und sich mittlerweile schon zum Garanten für Siege und Podestplätze etablierte – allein beim Drei-Sterne-Event in Lamprechtshausen beeindruckte der Youngster mit einem ersten und einem zweiten Platz in den Vorrunden und dem überragenden Finalsieg mit über vier Sekunden Vorsprung. Beim Blick auf das Pedigree wird klar, das Potential kommt nicht von ungefähr: Wie sein älterer Halbbruder Stakki´s Jumper ist auch er ein Sohn des Sprehe-Hengstes Stakkato Gold. Mütterlicherseits geht er übrigens auf die begehrte Grannus-Linie zurück. Nicht minder bemerkenswert ist die Abstammung des gekörten Holsteinerhengstes „Clueso 5“, in dessen Adern das Blut von Catoki und Cassini I fließt. Der Sechsjährige demonstrierte sein Können ebenfalls auf internationaler Bühne und kam von Cagnes-sur-Mer ausschließlich mit Platzierungen nach Hause. Dabei brillierte er im höchsten Maße: Neben drei Klassierungen unter den Top-Five trug er sich darüber hinaus auch zweimal in die Siegerliste ein.

Meistertitel im Doppelpack für das Gestüt Sprehe

Ein großes Saisonziel waren heuer die Deutsche Meisterschaften in Balve. Jörne sicherte sich hier am vergangenen Wochenende nach soliden Runden den zufriedenstellenden fünften Endrang. Sowohl im Viereck als auch im Springparcours war das Gestüt Sprehe überragend unterwegs und zeichnete sich mit den verdienten Meistertiteln aus. Ganz unter dem Motto „Jeder Start ein Sieg“ legten Kristina Sprehe und „Desperados FRH“ ihr Meisterschaftswochenende an. Ihre Serie blieb ungebrochen und so holten sie Gold in der Wertungsprüfung Grand Prix sowie in der Kür, wo sie sich mit überlegenen 87 Prozent weit an der Spitze des Feldes reihten. Beim Springen führte kein Weg an Denis Nielsen und den vermögenden Calido I-Sohn „Cashmoaker“ vorbei. Ein Stechen entschied die Meisterschaft und da nahm das Duo ihren Kontrahenten ganze drei Sekunden ab und gewann den Titel souverän.

Foto von Fotoagentur-Dill: "Solero 79" von Stakkato Gold unter seiner Reiterin Jörne Sprehe