Deutsches Spring- und Dressur-Derby Hamburg 2015: Teilnehmer, Preisgelder, Highlights

Hamburg –  Es ist das Traumturnier des Nordens, um das Hamburg beneidet wird: Das Deutsche Spring- und Dressur-Derby, präsentiert von J.J.Darboven, genießt weltweit großen Respekt und magnetische Anziehungskraft. Die entfaltet sich vom 14. – 17. Mai 2015 erneut, wenn Veranstalter Volker Wulff und der Norddeutsche und Flottbeker RV zum 86. Deutschen Spring-Derby und zum 57. Deutschen Dressur-Derby bitten.

Der Derby-Park in Hamburg-Klein Flottbek bietet dann viel und vor allem viel Klasse: Teilnehmer aus rund 20 Nationen, ein Gesamtpreisgeld von 905.000 Euro, zwei tatsächlich außergewöhnliche Herausforderungen mit dem 1250 Meter langen Deutschen Spring-Derby  - zugleich zweite Etappe der DKB-Riders Tour - dem Deutschen Dressur-Derby mit Pferdewechsel und dem mit 300.000 Euro dotierten Großen Preis von Hamburg – Longines Global Champions Tour of Germany. Das sind die ganz großen Herausforderungen, die auf Pferde und Reiter in Hamburg warten.

Die Strahlkraft ist groß. Veranstalter Volker Wulff konnte jetzt den Einstieg eines neuen Hauptsponsors bekannt geben: „Wir freuen uns, dass die Bekleidungskette Hennes & Mauritz – besser bekannt als H&M – in Hamburg als Sponsor eingestiegen ist. H&M hat das Prüfungspatronat im Großen Preis von Hamburg – Longines Global Champions Tour übernommen. Seit Jahren ist Hennes & Mauritz Partner von Schwedens Malin Baryard-Johnsson und Jens Fredricsson und hat kürzlich die belgischen Philippaerts-Zwillinge als Testimonials verpflichtet.“

Diese Strahlkraft und die Bedeutung für Hamburg betonte auch Albert Darboven, Unternehmer (J.J.Darboven), Pferdezüchter und –sportler und Pferdesportmäzen: „Hamburg ist nicht nur die Derbyhauptstadt, sondern die größte Pferdestadt Deutschlands und das Deutsche Spring- und Dressur-Derby trägt maßgeblich zu diesem Ruf bei. Diese Stärke ist auch für die Olympiabewerbung bedeutsam.“

J.J. Darboven ist seit 2014 Presentingsponsor des Kult-Turniers, das mit dem 86. Deutschen Spring-Derby auch die zweite Etappe der DKB-Riders Tour ist. Dort wird es am Sonntag sicherlich emotional, denn Titelverteidiger Nisse Lüneburg wird seinen 18 Jahre alten Holsteiner Wallach Calle Cool dann zum letzten Mal im Turniersport präsentieren. „Wir haben schon im vergangenen Jahr darüber nachgedacht“, so Lüneburg, „Calle ist absolut fit. Ich habe kein Pferd, das soviel bei der Arbeit herumbuckelt. Er ist hochmotiviert, er sieht alles – was nicht immer bequem für den Reiter ist. Ich denke, man muss wissen, was und wann man es will und wir wollen, dass Calle mit 18 Jahren gesund in den Ruhestand geht.“

Das 86. Deutsche Spring-Derby, präsentiert von J.J.Darboven, ist nur über zwei Qualifikationen erreichbar. Die erste findet am Donnerstag im Preis der Deutschen Vermögensberatung AG statt, die Zweite am Freitag im Preis der Deutschen Kreditbank AG und erstmals sind alle beide Prüfungen Weltranglistenspringen. Im Mai 2014 gewann der Ire Michael Duffy mit Westland Ruby die erste Derby-Qualifikation, der Name Lüneburg tauchte dort erstmals auf Platz 18 auf – Jule Lüneburg -  dann auf Rang 25 – Rasmus Lüneburg – und schließlich auf Position 37 – Nisse Lüneburg mit Calle Cool. In der zweiten Qualifikation war es dann Platz sechs für Nisse Lüneburg und Calle Cool – Sieger war erneut Michael Duffy. Und am Sonntag gerieten über 25.000 Besucher völlig aus dem Häuschen, als die Namen Lüneburg und Calle Cool ganz oben auftauchten. Damit heimste Lüneburg auch die meisten Punkte in der DKB-Riders Tour ein. Für den Titelsponsor zählt Hamburgs Traditionsveranstaltung zu den „Edelevents“ wie

Dirk Schumacher (DKB) verdeutlichte: „Es ist einer der Höhepunkte im deutschen Reitsport-Kalender – nicht nur für die DKB-Riders Tour. Es ist weltweit bekannt für seinen traditionell hohen Anspruch an Reiter und Pferd. All das garantiert dem Turnier einen hohen Bekanntheitsgrad und sorgt für dauerhaft volle Zuschauerränge. Diese Resonanz freut natürlich auch die DKB als Sponsor sehr.“

Eine andere Art Herausforderung ist die Longines Global Champions Tour mit dem Großen Preis von Hamburg als Höhepunkt. Mittwochs wird das Opening für alle geritten im Preis der Eurogate Container Terminals, donnerstags wartet mit dem Mercedes-Benz Championat von Hamburg schon die erste große Aufgabe. Dann geht es um einen Mercedes-Benz CLA Shootingbrake für den Sieger und der ist tatsächlich funkelnagelneu – erst im März begann die Auslieferung – und es geht um die letzten zu vergebenden Startplätze im Großen Preis von Hamburg.

Roundup – Springen und Dressur im Derby-Park

Die drei großen Prüfungen sind das Gerüst des internationalen Turniers, das ergänzt wird durch eine ganze Reihe internationaler Prüfungen und Touren. So zählt zur Derby-Tour, die mit insgesamt fast 200.000 Euro deutlich wertvoller wird, auch das Speed-Derby am Samstag. Ein Kult-Ereignis für die Zuschauer! Im Reigen der GCT-Prüfungen hat sich längst auch die NFR-Trophy am Samstag etabliert und auch die Baker Tilly Roelfs Trophy ist am Freitag Teil der modernen Prüfungsreihe mit einem internationalen Zwei-Phasen-Springen. In die Kategorie „besonders wertvoll“ gehören die drei Prüfungen für sieben und acht Jahre alte Nachwuchspferde im Poresta Youngster Cup.

Das Dressur-Stadion bietet eine ganze Bandbreite von Prüfungen, angefangen mit dem Deutschen Pony-Dressur-Derby, über die U25-Tour mit Pferdewechsel im Finale bis zum Deutschen Dressur-Derby. Wer die klassischen Herausforderungen rund um Pi& Pa liebt, wird den Grand Prix Special im Preis der Büttner Group und die Grand Prix Kür gestiftet von Freiherr von Jenisch ansteuern. Als kleine internationale Tour sind die Intermediaire A – Preis von ClipMyHorse.TV  - und die Intermediaire II ins Programm eingebunden. Genau diese Prüfungen hat sich Christina Böckmann vorgenommen. Die für Finnland startende Dressurreiterin aus Schenefeld hat mit Der kleine Lord ein außergewöhnlich gutes Pferd unter dem Sattel. „Er hat viel Zeit gebraucht und jetzt kommt der nächste Schritt – er soll sich an eine größere Zuschauerkulisse gewöhnen,“ so Böckmann. Das Deutsche Dressur-Derby steht noch lange nicht auf dem Programm, nötigt der Reiterin jedoch Respekt ab: „Ehrlich gesagt ist das was sehr besonderes, ich habe größten Respekt vor den Finalisten. Das ist eine Herausforderung, bei der man als Reiter ´die Hosen runterlassen muss und sein ganzes Können zeigen. Ich weiß nicht, ob ich mich das trauen würde.“

Pferdewirtschaftsmeister Rainer Schwiebert plant derweil frohgemut den Start im Grand Prix und Grand Prix Special mit dem Holsteiner Hengst Carabas. Dem noblen Dunkelbraunen wurden zwei Zähne gezogen, seither drückt sich sein Wohlbefinden sehr deutlich aus, so Schwiebert: „Er ist 17 Jahre alt, ziemlich motiviert und bringt mich schon öfter mal ins Schwitzen.“

Bild: Nisse Lüneburg - Sieger im 85. Deutschen Spring-Derby 2014 - mit dem Holsteiner Wallach Calle Cool (Foto: Stefan Lafrentz)