Deutsches Derby Hamburg 2014: Lucky Lion und weitere Derby-Kandidaten überzeugten am Sonntag

(Hamburg) Mit einer überzeugenden Vorstellung holte sich Gestüt Winterhauchs Lucky Lion am Sonntag in Köln mit dem Mehl-Mülhens-Rennen den ersten Dreijährigen-Klassiker des deutschen Galopprennsports 2014 - doch ob der Hengst ein Kandidat für das IDEE 146. Deutsche Derby ist, bleibt vorerst unklar. In Köln ging es über 1600 Meter, in Hamburg werden am 6. Juli 2400 Meter gefordert, eine Distanz, die für Lucky Lion möglicherweise zu weit ist. "Wir werden in den nächsten Tagen überlegen, wie die weitere Route für das Pferd aussieht", erklärte Trainer Andreas Löwe (Köln) unmittelbar nach dem Sieg in dem 153.000-Euro-Rennen, "Hamburg ist in keinem Fall ausgeschlossen." In diese Richtung zielt das Team des im Mehl-Mülhens-Rennen Zweitplatzierten Nordico. "Er läuft jetzt im Union-Rennen hier in Köln", kündigte Trainer Mario Hofer (Krefeld) an. Diese traditionell wichtigste Derby-Vorprüfung wird am 15. Juni gelaufen.

Ebenfalls am Sonntag brachten sich mehrere weitere Derby-Kandidaten in Stellung. Besonders gut gerüstet für das "Blaue Band" in Hamburg scheint in diesem Jahr das Bergheimer Gestüt Schlenderhan der Familie Ullmann zu sein. In Hannover gewann Swacadelic mit Adrie de Vries im Sattel das dortige Derby-Trial, während in Köln Ito im Rahmenprogramm des Mehl-Mülhens-Rennens in einem kleineren Rennen überzeugte. Deren Trainer Jean-Pierre Carvalhowird in den kommenden Wochen das Luxus-Problem haben, seine Derby-Kandidaten in den Vorbereitungsrennen auseinanderzudividieren.

Und auch eine Stute zeigte in Köln, dass sie möglicherweise eine Anwärterin auf das Derby ist. Gestüt Röttgens Weltmacht, eine von nur zwei noch im Derby startberechtigten Stuten, blieb beim zweiten Start ihrer Karriere ungeschlagen, sie soll jetzt Mitte Juni in Royal Ascot antreten, anschließend könnte Hamburg auf dem Fahrplan stehen. Ihr Trainer Markus Klug hat auch den aktuellen Derby-Favoriten Sea The Moon in seiner Obhut, Weltmacht soll dem Vernehmen nach nicht viel schlechter sein.