Deutsches Derby 2013: Der Streit eskaliert

Gegen die Ausschreibung des Dachverbandes in Köln für das Deutsche Derby im Galopprennsport, will der bisherige austragende Hamburger Renn-Club Protest einlegen. Er sieht in der Ausschreibung einen Verstoß gegen die Satzung und will wohl auch juristische Schritte einleiten.

Bis jetzt hat sich schnell und vielleicht etwas zu voreilig der Rennverein München um die Austragung des Derbys beworben. Der Präsident der Münchner Dietrich von Boetticher scheint dabei ein doppeltes Spiel zu treiben. Eigentlich hält er Hamburg für den Traditionsstandort; hat sich aber um die Austragung in München beworben, angeblich, weil er vom Dachverband ausdrücklich darum gebeten wurde.

Aus Hoppegarten kamen am Sonntag beim Flieger-Renntag keine Neuigkeiten. Auch hinter vorgehaltener Hand waren keine Informationen zum Thema  zu hören. Eigentümer Gerhard Schöningh bleibt bei seinem Nein und findet das Derby in Hamburg „gut aufgehoben“.

Pikant ist dabei eigentlich nur, dass sich der Rennverein in München eher vom Verkauf vereinseigener Immobilien über Wasser hält und damit dem Gewinnstreben des Kölner Dachverbandes wohl nicht nachkommen kann. Auf das Konzept darf man also gespannt sein. Köln und Düsseldorf fallen wohl als Austragungsort auch aus, aber aus Iffezheim sind heute Derby-freundliche Stimmen zu hören gewesen.

Die Thematik passt weder zur grünen Rennsaison noch auf den grünen Tisch. Welche Prioritäten bei der Ausschreibung die größte Rolle gespielt haben, bleibt vorerst im Dunkeln. Die öffentliche Buhlerei und die wenig sinnvollen Spekulationen schaden dem deutschen Galopprennsport mehr, als sie ihm nützen. Any Press ist eben nicht immer good press.

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