Derby-Bahn Berlin-Mariendorf 2011: An Michael Schmid kommt keiner vorbei

 

 

Derby-Bahn Berlin-Mariendorf 2011:

An Michael Schmid kommt keiner vorbei

 

Für Michael Schmid endet die Rennsaison 2011 zwar erst am 31. Dezember mit der Veranstaltung in Dinslaken – doch natürlich geht der gebürtige Straubinger auch beim Mariendorfer Jahresausklang (Freitag, 30. Dezember / Beginn 16.30 Uhr) an den Start. Noch weiß keiner, wie die Rennen ausgehen werden – aber zumindest beim Ausfüllen der Tippscheine und beim Ankreuzen der mit 1.000 Euro Jackpot aufgestockten Daily-Double-Wette kommt wohl kaum jemand an dem Spitzenfahrer vorbei. Wir sprachen mit Michael Schmid über seine Chancen in den lukrativ dotierten PMU-Rennen.

 

Wie werden Sie die Trabrennsaison 2011 in persönlicher Erinnerung behalten?

„Zweifellos als ein ganz tolles Jahr. Wenn mir jemand im Januar prophezeit hätte, dass es am Ende auf den Bronzehelm hinausläuft, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Die Favoritenrollen waren klar auf Roland Hülskath, Heinz Wewering und Michael Nimczyk verteilt und ich hatte mir gar keine Chance auf Edelmetall ausgerechnet. Aber es lief einfach alles optimal und ich konnte nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Nachbarländern Rennen gewinnen. Das habe ich vor allem erstklassigen Pferden zu verdanken. Besonders zwei Trabern: Mit Admiral Newport und Michael November durfte ich in diesem Jahr siebzehn Mal zur Siegerehrung eindrehen. Die Beiden haben einen enormen Anteil zum Erfolg dazugesteuert. Beinahe wäre sogar der Silberhelm drin gewesen – aber ich habe es nicht mit aller Gewalt erzwungen und über Weihnachten kam auch meine Familie zu ihrem Recht.“

 

Sie gehen am Freitag in fünf Berliner PMU-Rennen an den Start. Den Auftakt macht die Stute Gala comes.

„Ich habe die Braune zwei Mal gefahren und dabei nicht sehr glücklich agiert – der Rennverlauf war gegen uns. Gala comes besitzt solides Können, hat aber leider einen schlechten Startplatz erwischt. Zudem sind die Gegner nicht von Pappe. Die Aufgabe wird schwer und ich bin mit einem Platzgeld zufrieden.“

 

Im zweiten Rennen treten Sie mit dem Wallach Victory Love an.

„Ich sitze das erste Mal in seinem Sulky, habe aber viel Gutes über ihn gehört. Victory Love gewann Mitte des Monats in Bahrenfeld absolut souverän. Er trifft diesmal auf starke Konkurrenten – es wird also kein Spaziergang. Der Wallach war bisher aber stets zuverlässig und ich rechne mir eine Siegchance aus.“

 

Als nächstes kommt dann Michigan Venus an die Reihe. Wird der Hengst zum heißen Tipp für die Daily-Double-Wette?

„Michigan Venus ist ohne Frage ein läuferisch starkes Pferd. Der Vierjährige ist leider nicht ganz leicht zu steuern und besitzt seinen eigenen Kopf. Ich konnte zwar schon mit dem Hengst gewinnen – aber besonders, wenn er mitten im Pulk hinter anderen Pferden liegt, wird Michigan Venus sehr unruhig und es riecht nach einer Galoppade. Daher ist der Dunkelbraune dem wettenden Publikum nicht als festes Bankpferd zu empfehlen. Falls Michigan Venus aber auf den Beinen bleibt, ist er brandgefährlich.“

 

Das vierte Rennen bildet den zweiten Teil der Daily-Double-Wette. Und da scheinen Sie mit dem Hengst Mister PK ein verdammt heißes Eisen im Feuer zu haben.

„Das sehe ich genauso. Mister PK besitzt sehr viel Klasse und seine kürzliche Niederlage in Bahrenfeld ist voll entschuldigt – das Rennen war unterwegs viel zu langsam. Der Braune ist topp in Form und falls er die Spitze bekommt, wird Mister PK nur schwer zu schlagen sein, obwohl natürlich auch andere wirklich gute Pferde mit dabei sind. Ich bin jedenfalls optimistisch und drücke es mit den Worten von Rolf Dautzenberg aus: Wenn zehn Teilnehmer ins Rennen gehen, warum soll dann ausgerechnet ich verlieren?“

 

Der Start mit Vicky di Jesolo im fünften Rennen wird dann Ihr letzter Mariendorfer Saisonauftritt sein.

„Bei diesem Pferd muss ich mit einer Prognose passen – ich habe die Stute bisher noch nicht kennengelernt und kann sie auch anhand der Papierform kaum einschätzen. Ich lasse mich also überraschen. Angesichts der zahlenmäßig großen  Felder sind die Rennverläufe am PMU-Tag ohnehin schwer auszurechnen. Aber ich freue mich sehr, dass ich beim Mariendorfer Saisonausklang mit dabei bin und wünsche allen Trabrennsportfans auf diesem Wege alles Gute für 2012.“

 

Das wünschen wir Ihnen auch und bedanken uns für das Gespräch!