Der Renntag in Berlin-Mariendorf: Wewering und Nimczyk glänzen am Champions-Tag

 

Die beiden Spitzenfahrer geben bei der PMU-Veranstaltung den Ton an

Mariendorf, 16. Januar 2014. Der eine ist amtierender Deutscher Meister, der andere hat diesen Titel schon 29 Mal gewonnen: Michael Nimczyk und Heinz Wewering beherrschten das sportliche Geschehen am Berliner PMU-Renntag mit jeweils zwei Siegen. Die leider arg verregnete Veranstaltung, bei der es für die Teilnehmer um insgesamt 58.000 Euro Preisgeld ging, wurde von der Ehrung der Mariendorfer Champions umrahmt. Harry’s Bar (Traber des Jahres), Thorsten Tietz (Berufsfahrer), Roman Matzky (Trainer), Ulrich Mommert (Besitzer), Nicole und Hans-Joachim Kleemann (Züchter), Werner Schnieder (Amateur) und Saskia Krause (Trabreiter): So lauten die Namen der neuen Lokalmatadoren.

Auf der Rennpiste gaben vor allem zwei Akteure den Ton an: Heinz Wewering und Michael Nimczyk gelang jeweils ein Doppelschlag. Der ehemalige Abonnementsmeister punktete mit Unique Atout, der sich trotz zwanzig Meter Zulage auf der Zielgeraden mit acht Längen Vorsprung von seinen Gegnern verabschiedete. Wewerings zweiter Sieglieferant Abano Boy gab sich direkt im Anschluss mit einer halben Länge Vorteil zufrieden – die Manier seines Erfolges war aber genauso imponierend. Vom Startplatz zwölf aus lag der Stallcrack des Besitzers Branislav Jurisic vor den Tribünen bereits an vierter Position und als sein Fahrer Ende der Gegenseite richtig auf das Gaspedal trat, kämpfte sich Abano Boy trotz dritter Spur mit jedem Schritt weiter nach vorne. „Das war eine gelungene Generalprobe für Paris“, strahlte Heinz Wewering im Anschluss und erklärte: „Der Hengst soll nämlich am 2. Februar ein Rennen in Vincennes bestreiten.“

Mit dem Wallach Very Very Fast wäre Wewering eine knappe halbe Stunde später beinahe der Hattrick gelungen, doch nach einer energischen Aufholjagd war der von Michael Nimczyk gesteuerte 14:10-Favorit Sage de Bresles dann doch genau auf den Punkt zur Stelle. Zuvor hatte der Goldhelm bereits für die Farben des alten und neuen Mariendorfer Besitzerchampions Ulrich Mommert gesiegt, der seine Teilnahme an der Championatsehrung aufgrund eines wichtigen geschäftlichen Termins leider kurzfristig absagen musste. Nimczyks Erfolg mit Montecore Mo fiel sogar überlegen aus. Der Wallach, der zuvor erst sechs Rennen bestritten hatte und daher noch völlig unverbraucht ist, hatte schon ausgangs der Startgeraden das Zepter übernommen und löste sich auf den letzten Metern beinahe spielerisch von seinen Verfolgern. Natürlich folgte Michael Nimczyks Lob umgehend: „Falls der Dunkelbraune gesund bleibt, wird Ulrich Mommert mit Sicherheit noch viel Grund zur Freude über ihn haben.“

Die Tagesbestzeit von 17,0/1.900m trabte der von Thorsten Tietz päsentierte Michigan Venus. Der Silberhelm warf Marcus Gramüllers Hengst erst auf der Zielgeraden in die Schlacht. Der 103:10-Außenseiter wurde schnell wie ein Pfeil und zwang den Seriensieger Jag Heuvelland (Josef Franzl) mit anderthalb Längen Vorsprung in die Knie. Franzl hielt sich dafür mit Richelieu Bi schadlos, der Start bis Ziel auftrumpfte. Ähnlich dominant agierte auch Damalia, die mit ihrem Trainer Alle Loman auf der Tribünengeraden nach vorne stürmte und ihren Kontrahenten im weiteren Verlauf keinerlei Chance zum Angriff ließ. Die Stute bleibt in Berlin also weiterhin ungeschlagen und ist für ihr Ende des Monats in Vincennes geplantes Engagement bestens gerüstet. Ebenfalls reif für höhere Aufgaben scheint nun auch der von Daniel Wagner präsentierte Vulkan zu sein, der bei seinem Angriff im Schlussbogen vor Leistungsbereitschaft explodierte und glutheiße Lava über seine Gegner ausschüttete. Daniel Wagner durfte sich noch über einen zweiten Trainerpunkt freuen: Michael Schreiber ging mit Janus R.A. aus der dritten Position heraus kurz vor dem Schlussbogen nach vorne.    

Die Videos des Renntages sehen Sie auf www.berlintrab.de

Gesamtumsatz: 98.208,19 Euro – Bahnumsatz: 23.102,60 Euro – Außenumsatz: 75.105,59 Euro

Die nächste Veranstaltung findet am Sonntag, dem 26. Januar statt. Beginn ist um 13.30 Uhr! Im sportlichen Mittelpunkt steht die Live-Übertragung des Prix d’Amérique aus Paris.