Der Meteor für eine ganz besondere Frau - Madeleine Winter-Schulze

 

(Kiel) Am 29. April verleiht der Partner- und Wirtschaftskreis Holsteiner Masters im Schloss Bredeneek den diesjährigen Meteor-Preis an Madeleine Winter-Schulze. Die einstige Deutsche Meisterin in der Dressur und im Springen ist die bedeutendste Mäzenin im deutschen Pferdesport. Mit der Auszeichnung, die in jedem Jahr an Persönlichkeiten vergeben wird, die sich in herausragender Art Verdienste um das Thema Pferdesport- und Zucht erworben haben, würdigt der Partner- und Wirtschaftskreis Holsteiner Masters das herausragende Engagement von Madeleine Winter-Schulze. Ein Portrait der Frau mit dem großen Herzen und dem sprichwörtlichen Pferdeverstand.

Madeleine Winter-Schulze ist am 28. Juni 1941 in Berlin zur Welt gekommen. Den Grundstein für die lebenslange Bindung an das Thema Pferd legte Eduard Winter bei seinen beiden Töchtern Madeleine und Marion. Er nahm seine kleinen Töchter in jeder freien Minute mit zum Reiten. Madeleine Winter-Schulze hat in ihrer aktiven Zeit zweimal die Deutsche Meisterschaft Dressur auf Coca Cola (1959) und auf Patella (1969) gewonnen und wurde 1975 auf Dacapo Deutsche Meisterin der Springreiterinnen. In Dietrich Schulze, einst sehr erfolgreicher Springreiter, fand Madeleine Winter-Schulze ein Pendant - die Liebe zu Pferden und Pferdesport verband das Ehepaar bis zum Tod von Dietrich Schulze im Jahr 2008. Gemeinsam haben beide den Pferdesport mit Hingabe und Leidenschaft unterstützt.

Diese Hingabe kennzeichnet die Wahl-Niedersächsin Madeleine Winter-Schulze. Sie ist Eigentümerin etlicher Spitzenpferde im Spring- und Dressursport und auch Mitbesitzerin des Olympia-Vielseitigkeitspferdes Butts Abraxxas. Isabell Werth und Ludger Beerbaum sind durch das Engagement ihrer "Mado" in der Lage gewesen, reihenweise Medaillen bei Olympischen Spielen und internationalen Championaten zu gewinnen. Auch Karin Rehbein und Ina Saalbach-Müller reiten Pferde von Madeleine Winter-Schulze. Die Bindung an "ihre Reiter" ist familiär und langlebig, die Sympathien auf beiden Seiten grenzenlos.

Die Fachfrau des Pferdesports wurde auch in den Dressurausschuss des DOKR berufen und war Equipe-Chefin bei mehreren Dressur-Championaten und Nationenpreisen. Vorsitzende wollte sie jedoch nie werden: "Ich finde, dass man immer einen Häuptling findet, was aber auch gebraucht wird, sind viele gute Indianer..." Pragmatisch, weltoffen, bedacht, fröhlich und großherzig - so ist Madeleine Winter-Schulze. Eine Frau ohne Hang zu Schnick-Schnack. Wer sie auf ihrem Hof in Mellendorf besucht, erlebt sie als Reiterin und als "Rentenversicherin". Etliche ehemalige Sportpferde genießen liebevoll umsorgt ihren Ruhestand bei Madeleine Winter-Schulze, die täglich und niemals ohne Leckerli nach den vergnügten Rentnern schaut.

Ohne Madeleine Winter-Schulze und ihren viel zu früh verstorbenen Ehemann wären die Erfolge des deutschen Pferdesports nicht denkbar. Insofern steht hinter den großartigen Erfolgen deutscher Reiter oft auch der Name Winter-Schulze. Dieses Engagement möchte der Partner- und Wirtschaftskreis Holsteiner Masters mit der Verleihung des Meteor-Preises am 29. April würdigen. Der Meteor Preis wird im Schloss Bredeneek an Madeleine Winter-Schulze im Rahmen einer Feier vergeben. Die Laudatio hält die Dressurreiterin Isabell Werth. Überreicht wird der Preis durch Andreas Breitner, den Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, und durch den Präsidenten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breido Graf zu Rantzau.