Der Bann ist gebrochen: Neuer FEI World Cup™ Driving champion 2013 ist Koos de Ronde

Es wurde ja auch langsam langweilig. Der Fliegende Holländer Koos de Ronde, der nach dem ersten Umlauf noch knapp hinter Dauerchampion Boyd Exell aus Australien lag, holte sich in den beiden Finalläufen den Gesamtsieg und vermasselte Boyd Exell die erneute Titelverteidigung.

Der Holländer lag nach Tag 1 per Umrechnungskurs etwas mehr als drei Sekunden hinter Exell und gab trotzdem nicht auf. „Ich habe schon so oft ganz knapp hinter Boyd gelegen und mir deshalb diesen Titel verdient“, fasste de Ronde die Situation zusammen.

In der Siegerrunde ging als erster Starter Ysbrand Chardon in die Bahn. Der Holländer fährt ja gerne auf Sieg und geht dabei oftmals ein hohes Risiko ein. In diesem Fall war die Gefahr größer als das Können. Sechs Fehler sprechen eine deutliche Sprache. Aber es reichte für den dritten Platz. Blieben also nur noch de Ronde und Exell, die ein Duell in Augenhöhe vor sich hatten. Dabei profitierte de Ronde von den denkbar ungünstigen Bedingungen, die Exell vor dem Finale hatte. Wegen des Schnees konnte er nur unter schlechten Bedingungen trainieren und zu allem Unglück versagte ihm der Pferdetransporter auf dem Weg nach Bordeaux auch noch den Dienst. Seine vier Antriebsaggregate hatten dadurch keine Zeit, sich vor dem Start angemessen zu regenerieren – Vorteil, Spiel, Satz und Sieg de Ronde, hieß es am Ende. Der Holländer darf sich nun ruhigen Gewissens für ein Jahr als der beste Vierspännerfahrer der Welt bezeichnen.

Der Endstand im Finale des Vierspänner-

 

 

Weltcups der FEI in Bordeaux (FRA):

1. Koos de Ronde (NED) 244,26

2. Boyd Exell (AUS) 246,54

3. IJsbrand Chardon (NED) 284,27

4. József Dobrovitz (HUN)135,34

5. Theo Timmerman (NED) 148,78

6. Thibault Coudry (FRA) 155,50

7. Tomas Eriksson (SWE) 168,46

Foto von Rinaldo de Craen/FEI: Koos de Ronde (NED), der FEI World Cup™ Driving champion 2013