Deja landet Hattrick im Grand Prix – Ergebnisse vom Samstag

Patrik Kittel (SWE) & Deja. © Karl-Heinz Frieler

(Hagen a.T.W.) Wer Patrik Kittel beim Abreiten beobachtet, kann schon an seinem Gesichtsausdruck erkennen, ob er gerade im Sattel von Deja sitzt. Denn dann begleitet die beiden ein zufriedenes Lächeln zu den schwersten Lektionen der Dressurreiterei.

Piaffen, Passagen, Pirouetten - die Königsklasse wirkt für den Schweden und die zwölfjährige Silvano-Tochter fast wie ein Spielplatz, so leicht und selbstverständlich absolvieren sie das Schwerste, was es im Dressursport zu absolvieren gibt. „Es ist ein ganz tolles Gefühl, dieses Pferd zu reiten“, strahlt der 39-Jährige, der in Nottuln einen Ausbildungs- und Turnierstall betreibt. „Sie ist immer motiviert, hat ein großes Herz und einen tollen Charakter, sie gibt immer alles.“

Kittel und Deja fühlen sich wohl in Hagen am Teutoburger Wald. 2013 gewannen sie noch in der kleinen Tour, 2014 debutierten sie mit einem Sieg im Grand Prix und auch im vergangenen Jahr strahlte das Siegerlächeln nach dieser Prüfung.So auch bei Horses & Dreams meets Denmark, wo sie nun also zum dritten Mal in Folge den Grand Prix, Preis vom Helenenhof – Familie Schwiebert, gewonnen haben. Platz zwei ging an die dritte des vor wenigen Wochen ausgetragenen Weltcup-Finals, Jessica von Bredow-Werndl mit Zaire BB. Dritte wurde Fabienne Lütkemeier mit D'Agostino FRH. Schon am Anfang ihrer Karriere hatte Patrik Kittel angekündigt, dass Deja sein Pferd für die Olympischen Spiele in Rio sein könnte. „Mit diesem Sieg haben wir die ersten Schritte auf der Road to Rio bestritten!“

Clueso bester  Youngster

Das erste Finale bei Horses & Dreams meets Denkmark ist entschieden. Die Youngster-Tour für sieben- und achtjährige Pferde ist bei den Springstars höchst beliebt, denn hier können sie ihre Nachwuchshoffnungen an die Atmosphäre eines internationalen Top-Turniers gewöhnen. Im Rahmen des CSI**** in Hagen am Teutoburger Wald wurde im Preis der Bankhaus Lampe KG das Finale der Youngster-Tour in einer Springprüfung mit Stechen entschieden. Der Sieg ging an den siebenjährigen Catoki-Sohn Clueso mit Jörne Sprehe im Sattel. Platz zwei ging an den kolumbianischen Gast Rene Lopez mit der achtjärigen Chacco-Blue-Tochter Destiny's Child. Sehr zufrieden müsste Philipp Weishaupt sein, denn seine ebenfalls erst siebenjährige und auch von Chacco-Blue abstammende Hannoveraner Stute Call me Eva sprang in allen Prüfungen der Youngster-Tour aufs Treppchen und auch im Finale auf Platz drei.

Desperados top im Special

Am Samstagabend strahlte das Almased-Dressurstadion im Schein der sinkenden Sonne und im Viereck die 15 besten Paare aus dem Grand Prix. Im Preis der Nordpack GmbH, dem Grand Prix Special, gelang Kristina Bröring-Sprehe mit Desperados erneut die beste Runde und somit - wie bereits im Grand Prix, der Sieg.

„Ich hatte ein sehr gutes Gefühl, vor allem in der Passage und in den Übergängen“, resümierte Bröring-Sprehe. „Es gab auch kleine Fehler, aber die gehen auf meine Kappe. Manchmal glaube ich, Desperados kennt die Prüfung inzwischen besser als ich“, lacht die Weltranglistenerste. Platz zwei ging an zwei Jungspunde. In ihrem ersten gemeinsamen Grand Prix Special, der für das Pferd der erste überhaupt war, zeigten Sönke Rothenberger und der erst neunjährige Cosmo eine überzeugende Runde – Platz zwei in der Endabrechnung. Dritte wurde Jessica von Bredow-Werndl, mit ihrem Unee BB. Für Desperados gibt es nach Horses & Dreams meets Denmark erstmal eine Pause, bevor es weiter geht auf der Road to Rio zu den Olympischen Spielen im August.

Auch Bundestrainerin Monica Theodorescu zeigte sich zufrieden: „Ich denke, das war ein sehr guter Beginn der olympischen Saison. Wir sind auf einem sehr hohen Niveau mit den A-Kaderpferden, die hier gegangen sind und haben wirklich eine sehr gute Situation aus deutscher Sicht. Ich bin wirklich optimistisch, bleibe aber trotzdem vorsichtig mit der Euphorie, weil immer etwas passieren kann. Aber das wollen wir natürlich nicht hoffen."

Fürst Levantino löst erstes Finalticket

In Hagen starten traditionell die Qualifikationen für den Nürnberger Burg-Pokal. Die prestigeträchtige Dressurserie für sieben- bis neunjährige Pferde ist so etwas wie die Deutsche Meisterschaft in dieser Alterklasse. Viele beeindruckende Karrieren begannen hier: Heike Kemmers Bonaparte, Isabell Werths El Santo, Nadine Capellmanns Elvis oder Victoria Max-Theurers Augustin gehören in den Reigen der Burg-Pokal-Sieger. Trotz aller Tradition gibt es jedoch gelegentlich Innovationen. So bekommen ab 2016 nur noch die besten zwölf Paare aus der Einlaufprüfung die Chance, in der Qualifikationsprüfung zu starten - bisher war die Teilnahme freiwillig.

Das vorselektierte Duzend traf sich am Samstagnachmittag im Almased-Dressurstadion zur Qualifikation. Fürst Levantino heißt der erste Finalist. Der Oldenburger Hengst stammt aus der Zucht von Paul Schockemöhle, nämlich vom Gestüt Lewitz, steht im Besitz von Bettina Schockemöhle und im Sattel saß die Chefbereiterin im Stall Schockemöhle, Isabel Freese (NOR). Fünf- und sechsjährig saß übrigens ausschließlich Bettina Schockmöhle im Sattel des inzwischen achtjährigen Fürst Romancier-Sandro Hit-Sohns. Siebenjährig übernahm Freese den Beritt, bis auf kurze Ausnahmen, in denen auch Schockmöhle ihn in S-Dressuren platzierte.

Platz zwei ging an die Vize-Weltmeisterin Helen Langehanenberg mit dem achtjährigen Spielberg-Sohn namens Suppenkasper, gefolgt von Kira Wulferding und Benaglio.

19 Int. Springprüfung mit Stechen

(1.40 m) CSIYH1* - FEI Art. 238.2.2 Finale Youngster Tour,

Preis der Bankhaus Lampe KG:

1. Jörne Sprehe (Fürth), Clueso 5, 0.00/36.50; 2. Rene Lopez (Kolumbien), Destiny's Child, 0.00/37.21; 3. Philipp Weishaupt (Hörstel), Call me Eva, 0.00/37.45; 4. Denis Nielsen (Löningen-Benstrup), Bankimoon, 0.00/38.22; 5. Constant Van Paesschen (Belgien), Astro Boy, 4.00/37.18; 6. Carlos Enrique Lopez Lizarazo (Kolumbien), Ultramarine, 4.00/41.29;  

04 Int. Dressurprüfung - Grand Prix de Dressage CDI4* -

Qualifikation für Grand Prix Kür Sonderehrenpreis

gegeben von Frau Rosemarie Springer

für den besten Grand Prix aus Prüfung 3 und 4

Teilwertung Sonderehrenpreis für den erfolgreichsten Reiter

der Kür Tour gegeben von Sattlerei Hennig,

Preis vom Helenenhof –Familie Schwiebert:

1. Patrik Kittel (Schweden), Deja, 77.460%; 2. Jessica von Bredow-Werndl (Tuntenhausen), Zaire BB, 75.120%; 3. Fabienne Lütkemeier (Paderborn), D'Agostino FRH, 74.600%; 4. Sanneke Rothenberger (Bad Homburg), Deveraux OLD, 73.360%; 5. Rose Mathisen (Schweden), Zuidenwind 1187, 71.380%; 6. Jan-Dirk Gießelmann (Barver), Real Dancer FRH, 71.120%; 6. Emilie Nyreröd (Schweden), Miata, 71.120%

31 Nat. Dressurprüfung - Prix St. Georges Special CDN,

Nürnberger Burg-Pokal 2016:

1. Isabel Freese (Norwegen), Fürst Levantino, 73.195%; 2. Helen Langehanenberg (Billerbeck), Suppenkasper, 72.634%; 3. Kira Wulferding (Wildeshausen), Benaglio, 72.220%; 4. Ingrid Klimke (Münster), Geraldine 189, 72.098%; 5. Kristine Möller (Luxemburg), Excalibur 109, 71.951%; 6. Ingrid Klimke (Münster), Franziskus 15, 71.537%;

15 Int. Springprüfung mit Stechen (1.50 m) CSI4* - FEI Art. 238.2.2

Qualifikation zur DKB-Riders Tour-Wertungsprüfung

Sonderehrenpreis für die Beste Amazone

gegeben von Banki & Sohn Juweliere, Preis der LVM Versicherung:

1. Julien Epaillard (Frankreich), Safari D Auge, 0.00/43.86; 2. Guido Jun. Klatte (Lastrup), Qinghai, 0.00/45.81; 3. Chris Chugg (Australien), Cristalline, 0.00/50.16; 4. Maurice Tebbel (Emsbüren), Chaccos' Son, 4.00/45.80; 5. Philip Rüping (Mühlen), Querido du Tillard, 4.00/47.03; 6. Ulrich Kirchhoff (Ukraine), Prince De La Mare, 4.00/48.83; 

12 Int. Punktespringprüfung (1.45 m) CSI4* - FEI Art. 269.1,2,3,5,

Preis der Firma Danube IT Services Deutschland GmbH:

1. Hendrik Sosath (Lemwerder), Lady Lordana, 65.00/52.73; 2. Felix Haßmann (Lienen), SL Brazonado, 65.00/53.65; 3. Philipp Weishaupt (Hörstel), Catokia 2, 65.00/53.69; 4. Julien Epaillard (Frankreich), Usual Suspect D'auge, 65.00/54.49; 5. Armin Schäfer Jun. (Bürstadt), Andolux Verte, 65.00/54.66; 6. Guido Jun. Klatte (Lastrup), Asagan M, 65.00/55.93; 

05 Int. Dressurprüfung - Grand Prix Special CDI4*

Sonderehrenpreis für den erfolgreichsten Reiter der -Special Tour-

gegeben von Banki & Sohn Juweliere, Preis der Nordpack GmbH:

 

1. Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage), Desperados FRH, 81.745%; 2. Sönke Rothenberger (Bad Homburg), Cosmo 59, 77.196%; 3. Jessica von Bredow-Werndl (Tuntenhausen), Unee BB, 77.000%; 4. Hubertus Schmidt (Borchen), Imperio 3, 76.549%; 5. Anna Kasprzak (Dänemark), Donnperignon, 76.000%; 6. Karen Tebar (Frankreich), Don Luis, 75.157%;