CSIO Dublin: Springreiter verpassen Nationenpreis-Finale in Barcelona

Deutsches Team nur auf Platz fünf im Nationenpreis / Briten gewinnen

Dublin. Beim letzten Nationenpreis der Saison vor dem Finale in Barcelona erzielte die deutsche Equipe mit Marcus Ehning, Janne-Friederike Meyer, Rolf Moormann und Meredith Michaels-Beerbaum nur Platz fünf (20 Fehlerpunkte). Nun steht fest, dass Deutschland beim Nationenpreis-Finale Ende September in Barcelona nicht startberechtigt ist.

Einzig Marcus Ehning (Borken) gelang in Dublin auf dem Hengst Plot Blue nach einem Abwurf in der ersten Runde ein fehlerfreier zweiter Umlauf (4/0). Seine Teamkameraden patzten in beiden Runden. Janne-Friederike Meyers Cellagon Lambrasco erlaubte sich zwei Abwürfe in der ersten Runde (Streichergebnis), in Teil 2 zählte für die Schenefelderin ein Fehler (8/4). Rolf Moormann (Großenkneten) kassierte mit Acorte je einen Fehler (4/4), mit demselben Ergebnis beendete Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) auf Bella Donna den Nationenpreis (4/4). So summierten sich insgesamt 20 Strafpunkte.

Acht Fehlerpunkte hatten die siegreichen Briten auf dem Konto. Die Niederländer folgten mit zwölf, auf dem dritten Platz behaupteten sich jeweils mit 16 Fehlerpunkten die USA und Irland.

Nach dem Nationenpreis von Dublin rangiert Deutschland auf Platz sieben in der Europa-Division 1 (die stärksten Nationen in Mittel- und Nordeuropa) der Furusiyya-Nationenpreisserie. Dies bedeutet, dass Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst) kein Team zum Nationenpreis-Finale nach Barcelona Ende September schicken kann. Dort sind nur die besten sechs Nationen der Division 1 zugelassen. „Das ist schon sehr bitter, dass wir als amtierende Welt- und Europameister und Gewinner der Serie 2011 und 2012 nicht dabei sein können“, kommentierte Becker. „Wir hatten auf ein kleines Wunder gehofft.“ Das „Wunder“ wäre geschehen, wenn die Briten in Dublin schlechter als mit Platz vier abgeschnitten hätten, dann wäre Deutschland als sechstplatziertes Team noch ind Finale gerutscht. Diesen Gefallen taten die Briten den Deutschen jedoch nicht, sondern gewannen sogar.

Das komplizierte Reglement der Nationenpreisserie sieht vor, dass jede Nation der Division 1 auf vier zu Jahresbeginn festgelegten Turnieren Punkte sammeln kann, um sich für das Finale in Barcelona zu qualifizieren. Deutschland hatte sich für St. Gallen, Rotterdam, Aachen und Hickstead entschieden. Weil das deutsche Team aufgrund der miserablen Bodenverhältnisse beim Nationenpreis in St. Gallen nicht an den Start gegangen war, erzielte es dort keine Punkte und hatte dadurch eine Qualifikationsmöglichkeit weniger. Otto Becker betonte: „Uns war schon in St. Gallen bewusst, dass wir unseren Start beim Finale auf Spiel setzen. Obwohl die Prüfung in Barcelona mit 1,5 Millionen Euro dotiert ist, haben wir dieses Risiko bewusst in Kauf genommen. Die Gesundheit unserer Pferde war uns einfach wichtiger.“

Foto von FEI/Tony Parkes: Das britische Team mit v. l. n. r. Mr Fonsie Mealy President of the Royal Dublin Society, The President of Ireland His Excellency Michael D. Higgins, Ben Maher, Nick Skelton, Chef d'Equipe Rob Hoekstra, Robert Smith und Scott Brash, Mr Ali Al Kahtani, Charge d'Affaires, Royal Embassy of Saudi Arabia, Ms Severine Charmillot of Longines und FEI Bureau Member Mr Brian Mangan