CSI Neustadt 2013: Der Donnerstag startet auf hohem Niveau

Die Ergebnisse vom ersten Tag

Ach, ist das schön, wenn das Jahr mit kaltem Regen, dafür aber auch mit dem CSI in Neustadt anfängt. Man hat keine Langeweile mehr. Der Kater von Silvester ist auch Geschichte und in der Lindenau-Halle geht die Post ab. Dank Lübzer Bier und DKB-Kredit sowie einer ganzen Reihe weiterer engagierter Sponsoren hat Herbert Ulonska wieder alles mobilisiert, was sich im Umkreis von 500 Kilometern traut, an einem internationalen Springturnier teilzunehmen.

Das Schöne am CSI ist schlichtweg alles. Es geht schon mit der neuen vollelektronischen Bandenwerbung los. Die klaut dem Parcours zwar ein paar Quadratmeter, dafür leuchtet alles abwechslungsreich. Sogar Fehler und Zeit der auf dem Platz tätigen Sportler laufen als transparentes Overlay an jeder Seite über die Werbung hinweg. Ein Augenschmaus und ab sofort selbstverständlich ein Muss! Unter dem geht nun nichts mehr. An den blanken Luxus kann man sich schnell gewöhnen.

Hinzu kommen die ausgesuchten und weithin bekannten Sportler, die heute vielleicht noch nicht alle Kraftreserven bei sich und den sportlichen Vierbeinern mobilisiert haben. War auch nicht wirklich nötig, denn die Herausforderungen in den Prüfungen hielten sich am Warm-Up-Day noch in Grenzen. Für das angetretene preußische Reitersvolk war es aber allemal eine Standortbestimmung. Hier glänzten die Damen mehr als die Herren. Allen voran holten sich Louisa Dangela, Laura Strehmel, Jessica Freye, Mareike Seefluth und Jasmin Selke-John die eine oder andere Schleife ab. Den größten Nagel bei den Jungens versenkte noch Maxe-Hilmar Borchert bei den 7jährigen in den Hufen der Konkurrenz. Aber wie gesagt, es war ja erst Day One. Wir haben noch derer drei vor uns und damit erwartet den anspruchsvollen Zuschauer ein amtliches Programm mit großem Sport.

Wer an diesem verregneten Donnerstag nicht so recht wusste, was er tun sollte und in der Lindenau-Halle vorbeischaute, wurde nicht enttäuscht. Es ging pünktlich um 12.00 Uhr zur besten Mittagszeit mit den drei Amateur-Touren (Bronze/1,15m, Silber/1,25m, Gold/1,40m) los. In gut beheizter Location fassten die meist sehr erfahrenen Paare frühzeitig den kürzesten Weg ins Auge. Am Ende gingen Peter Keulen (BEL)/Van Schijndel's Now Or Never (Bronze), Carola Lehner (AUT)/Twain (Silber) sowie Christian Heck (GER)/Lümmel als Sieger aus den Prüfungen hervor. Ein sehenswerter Anfang war gemacht.

STOOF Junior-Future-Tour 2012/2013 Einlaufprüfung zum Finale mit Mannschaftswertung (Nat. Springprüfung Kl. M**): Das Warm Up für die kleinen Racker war vor allem für Freunde des gerittenen Teamsports eine Augenweide. Die Mannschaft Berlin-Brandenburg römisch 2 ließ nichts anbrennen und lehrte der Konkurrenz das Fürchten. Zu den Überfliegern im gemischten Doppel gehörten Laura Strehmel/Letkiss, Jessica Freye/Beaujolais de Ruet, Maxe-Hilmar Borchert/Centina und Ludwig Sternberg/Casper. Ihr Vorsprung betrug bei insgesamt vier Strafpunkten auf die Zweitplatzierten vom Team Berlin-Brandenburg römisch 1 etwa 13 Sekunden (ebenfalls vier Penalty Points). Den dritten Rang konnten sich die Gäste aus Thüringen sichern. In der Einzelwertung war der Sieg dann doch eher norddeutsch angehaucht. Ein souveräner Paul Wiktor aus dem Stall von Heiko Schmidt war mit Coco Chanell luftig-duftig im Parcours unterwegs und wieder mal das Maß aller Dinge. Mehr als zweieinhalb Sekunden länger waren Philipp Makowei und Balouna Windana auf dem Platz. Laura Strehmel und Letkiss verpassten den zweiten Platz nur um 15 Hundertstel.

Preis der Hengststation H. Schmidt - Youngster-Tour für 7-jährige Pferde - Int. Springprüfung nach Fehlern und Zeit (1.35 m) - CSIYH1*: Vorletzter Wettbewerb des CSI-Eröffnungstages in Neustadt an der Dosse war die Tour für die 7jährigen. In einem 51er Starterfeld blieben die ersten sieben Plätze in deutscher Hand. Schnellster Reiter war Felix Haßmann mit der Stute Latent H (v.Lianos/M.v.Polydor). Jörg Möller und Welcome Cor blieben mehr als eine halbe Sekunde dahinter. Das Duo Filicita/ Alessa Hennings belegte Rang drei. Genau ein Drittel der Starter hatte am Ende null Fehler auf der Uhr.

Ab 18.40 Uhr wurde man wieder an die schönen Zeiten der Jumping & Pony Trophy erinnert. Im Wettbewerb namens Preis der Hengststation Hell Stallion Stud GmbH - Int. Springprüfung nach Fehlern und Zeit (1.40 m) - CSI2* sah es bei der Parcoursbegehung aus wie auf der Karl-Marx-Allee am 1. Mai vor 24 Jahren. In die Starterliste hatten sich „nur“ 75 Paare eingetragen. Es wurde ein etwas längerer Abend. An 41. Stelle gingen der 15jährige Hengst RPM Coquin Chandial und Mike Patrick Leichle in den Parcours und als Erstplatzierte wieder heraus. Danach kam niemand mehr, der den beiden hätte das Wasser reichen können. Die Zeit von Felix Haßmann und Chicca unterbot das Paar um 33 Hundertstel. Karina Köber und Ciacomini wurden Dritte. So etwa gegen 21.15 Uhr fing die fleißige Parcoursmannschaft an, den Freitag vorzubereiten.

Der Donnerstag war in Neustadt kein echter Tag zum Warmwerden. Es ging von Anfang an heiß her, was Zuschauer erfreute und Sportler zu guten Leistungen antrieb. So kann es weiter gehen im Norden Brandenburgs in Nachbarschaft des Landgestüts, dass in diesem Jahr das Jubiläum zum 225. feiert.

Am Freitag ist das Programm mit Highlights reichlich gespickt. Um halb sechs beginnt das Finale der STOOF Junior-Future-Tour 2012/2013. Um halb zehn ist Showtime mit Jump’n’Drive und ab zehn wird es beim Barrierespringen spannend. Also nix wie hin nach Neustadt. Sonst verpasst man noch was…

Am Freitag gibt es hier noch eine  ordentlich lange Fotostrecke.

HIER geht es zu den Ergebnissen vom Donnerstag.

HIER gibt es ein Interview mit Holfer Wulschner.

HIER gibt es ein Interview mit Paul Wiktor.