CHIO Aachen 2016: Interview mit Christian Ahlmann

Christian Ahlmann während der Ehrenrunde nach seinem Sieg im Rolex Grand Prix 2014 (Foto von CHIO Aachen/ Andreas Steindl)

Der Traum vom Sieg im Rolex Grand Prix

Christian Ahlmann hat einen neuen Lieblingsort auf dem CHIO Aachen-Turniergelände. In der Zeltstadt, zwischen Mercedes-Benz Tribüne und Einritt. Dort hat er den besten Blick auf die legendäre Siegertafel, auf der die Namen der Gewinner des Rolex Grand Prix angeschlgen sind. Major Lotz war 1927 der Erste, seit 2014 ist dort auch „Christian Ahlmann“ zu lesen. Wir sprachen mit dem 41-jährigen Springreiter über seinen Triumph, den CHIO Aachen 2016 und die Olympischen Spiele in Rio.

2014 haben Sie den Rolex Grand Prix beim CHIO Aachen gewonnen. Wie fühlt man sich in so einem Moment?

Christian Ahlmann: Sehr gut natürlich. Es ist glaube ich der große Traum eines jeden Springreiters, diesen Preis einmal im Leben zu gewinnen, sich einmal im Leben auf der Siegertafel zu verewigen. Das war ein ganz besonderer Moment und Erfolg für mich, für meine Familie, für das gesamte Team, für die Sponsoren.

Spürt man einen größeren Druck, wenn man als Sieger wieder nach Aachen kommt?

Ahlmann: Ob mit oder ohne Sieg – ich fahre seit Jahren hochmotiviert nach Aachen. Der CHIO Aachen ist neben den Championaten immer das allerwichtigste Turnier im Jahr. Die besten Pferde werden mitgenommen und kommen von Dienstag bis Sonntag zum Einsatz. Es war für mich immer ein Traum, auf der Siegertafel zu stehen. In diesem Jahr ist es ein Traum, ein zweites Mal meinen Namen dort einzutragen. Wie gesagt: Ich bin hochmotiviert!

Gibt es ein Erfolgsgeheimnis, dass Sie so konstant gut sind?

Ahlmann: Ob das ein Geheimnis ist, weiß ich nicht, aber das Team um einen herum ist das allerwichtigste. Ich habe ein Team aus super Pferdebesitzern, Pferdepflegern, Reitern, Familie, das mich in jeder Situation unterstützt und mir in den richtigen Momenten den Rücken freihält. Natürlich habe ich auch einen großen Part, im Parcours alles richtig zu machen. Aber das ist in unserem Sport lange nicht genug.

Ist der CHIO Aachen ein Höhepunkt Ihres Turnierjahres?

Ahlmann: Aachen war für mich schon immer die Nummer eins! Das Publikum, die Stimmung, die Bedingungen – hier ist einfach alles erstklassig. Das ist nirgendwo sonst auf der Welt zu finden.

Können Sie beim CHIO Aachen auch etwas neben dem Sport genießen oder ist das eine Woche lang nur knallharte Arbeit?

Ahlmann: Knallhart würde ich es nicht nennen. Es ist eine tolle Woche mit grandiosem Sport und ich versuche natürlich auch hier und da ein bisschen mitzubekommen. Jedoch stehen bei mir mehrere Tage Konzentration pur an. Denn Aachen ist das wichtigste Turnier mit mehreren sportlichen Höhepunkten. Natürlich versuche ich, das Turnier zu genießen, dabei steht der Sport allerdings absolut im Mittelpunkt.

Und wie ist die deutsche Equipe in diesem Jahr für den Mercedes-Benz Nationenpreis aufgestellt?

Ahlmann: Ich hoffe natürlich, dass ich am Donnerstagabend dabei bin. Ich bin hochmotiviert, meine Pferde sind gut in Schuss. Es wäre natürlich schön, wenn das deutsche Team nach ein paar Jahren endlich noch einmal gewinnen könnte.

Was erwarten Sie von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro?

Ahlmann: Ich versuche beim CHIO Aachen natürlich mein Bestes zu geben, um mich für die Mannschaft zu empfehlen, die nach Rio fahren wird. Natürlich fände ich es schön, mich auch wieder für den Rolex Grand Prix am Sonntag zu qualifizieren.