Carlheinz Boeß verstorben

Lauf an der Pegnitz (fn-press). Völlig unerwartet ist am 5. August im Alter von 58 Jahren der internationale Richter, Steward und Technische Delegierte Carlheinz Boeß aus Lauf an der Pegnitz verstorben. Schon früh startete er seine reiterliche Karriere, zunächst in der Vielseitigkeit. Von 1976 bis 1977 leistete er seinen Wehrdienst an der Bundeswehrschule in Warendorf ab, bevor er das Studium der Betriebswirtschaft aufnahm und 1983 die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister mit Stensbeck-Auszeichnung absolvierte. Danach machte er sich mit einer eigenen Reitanlage in Fürth-Oberfürberg selbständig. Nach längerer Zeit im Landeskader Vielseitigkeit wechselte Boess reiterlich ins Springlager und nahm bis Mitte der 90er Jahre aktiv am Turniersport teil. Parallel dazu war er immer häufiger am Richtertisch anzutreffen. 1999 richtete er seine erste internationale Vielseitigkeitsprüfung in Brunnthal und war in den letzten Jahren bei vielen internationalen Topveranstaltungen als Richter, Steward oder Technischer Delegierter anzutreffen. „Charly Boeß gehörte zu den aktivsten deutschen Offiziellen im Vielseitigkeitssport. Besonders verdient gemacht hat er sich als ‚Entwicklungshelfer’ bei vielen osteuropäischen und südamerikanischen Vielseitigkeitsveranstaltungen. Wir werden ihn sehr vermissen“, sagt Friedrich Otto-Erley, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Hb

Foto von FN: Carl-Heinz “Charly” Boeß