Bundesweites Championat des Freizeitpferdes/ -ponys Verden 2013: Die Sieger

 

…sind ein Fjordhengst und ein Hessenwallach

Fjordpferd Sirko und Hessisches Warmblut Faustus the Legend gewinnen in ihrer Rassegruppe

Verden (fn-press). Zum fünften Mal wurde 2013 auf Bundesebene das Championat des Freizeitpferdes und -ponys ausgetragen. In Verden traten im Rahmen des Freizeit- und Breitensportfestivals Verdiana 36 Pferde und Ponys im Alter von vier bis sieben Jahren in fünf Teilprüfungen an. Gekürt wurden in diesem vielseitigen Wettbewerbs zwei Sieger - einer bei den Deutschen Reitpferden und Ponys und einer in der Abteilung für alle anderen Rassen.

In der ersten Abteilung sicherte sich der sechsjährige hessisch gezogene Schimmelwallach Faustus the Legend v. For The Moon-Mexico (Züchter: Ludwig Nau, Kirchhain) mit seiner Reiterin Miriam Heitsch aus Marburg die begehrte Siegerschärpe als Deutschlands bestes junges Freizeitpferd in der Gruppe der Deutschen Reitpferde und Deutschen Reitponys (88,8 Punkte). In keiner der fünf Teilprüfungen leistete sich der Schimmel Schwächen – im Gegenteil – er übertraf sogar das Vorjahres-Bestergebnis um fast zehn Punkte. Die Grundgangarten des neuen Champions bewerteten die Richter Ulrike Dose-Dibbern (Elmshorn) und Annette von Hartmann (Warendorf) mit 8,5 (Schritt), 9,0 (Trab) und 9,0 (Galopp). Auch beim Gruppengeländeritt konnte Faustus satt punkten und bekam als einziges Pferd 10,0 für das Verhalten in der Gruppe. Silber und Bronze sicherten zwei Hannoveraner. Mit 83,0 Punkten wurde der siebenjährige Nandero v. Newcomer-Goldfasan (Züchter: Maren Geisler, Neustadt) mit Jessica Wendt Vize-Champion vor Davico (5) v. Don Bosco-Lauries Crusador xx (Züchter: Rudolf Temporini, Lautertal), geritten von Andrea Hoppe (80,5). Rang vier belegte die Deutsche Reitpferdestute Pia (6) v. Piano II-Diabolo x mit Maya Weilmann (77,2). Fünfter wurde der sechsjährige Hannoveraner Wallach Lewiano v. Lacantus-Lanthan (76,6) mit Carolin Böhmke, die im Vorjahr mit ihm Bronze gewann.

Zum zweiten Mal siegte beim Bundesweiten Championat für Freizeitpferde/ -ponys ein Fjordpferd. Nach Silvio Skjöldson, der 2011 gewann, stand diesmal der siebenjährige Hengst Sirko v. Sogneblakken-Haavard (Züchter: Hans Giesen, Odenthal) mit seiner seiner Reiterin Anke Kolvenbach ganz oben auf dem Treppchen (88,4). „Letztes Jahr haben wir die Silbermedaille geholt, weil Sirko beim Rittigkeitswettbewerb etwas aus dem Konzept war, aber dieses Jahr hat alles ganz gut geklappt“, so seine Reiterin. Es war eine souveräne Sache für den Fjordhengst, der bei Fremdreiterin Claudia Sirzisko aus Bayern sogar die Note 9,0 holte, die auch kein Warmblüter der ersten Abteilung erreichte. „Auf Sirko hat man ein unglaublich gutes Reitgefühl, er war sehr durchlässig und gleichzeitig leistungsbereit“, lobte die Zuchtleiterin des Bayerischen Zuchtverbandes für Kleinpferde und Spezialrassen, die alle 36 Pferde (22 Warmblüter und 14 Pferde der Gruppe Spezialrassen) in Sachen Rittigkeit und Temperament bewertete. Sirko konnte bei den Richterinnen Monika Schröter (Warendorf) und Annette Slonka (Ihlienworth) in allen Grundgangarten begeistern (Schritt: 8,5, Trab: 9,5, Galopp: 9,5). Zudem absolvierte er den Geländeparcours mit 10,0.

Silber ging an die siebenjährige Tinkerstute Shewana v. Tir Na Nog (Züchter: Heike Lauger, Georgensgmünd), die vor allem beim Verhalten in der Guppe und bei den Gehorsamsaufgaben mit der Höchstpunktzahl Zehn beeindrucken konnte (insgesamt 82,0). Bronze holte erneut die siebenjährige Fjordstute Ramira II v. Kastanielystens Rasmus-Einar, die von ihrer Besitzerin Claudia Dörnen vorgestellt wurde (80,0). Platz vier belegte der Konik Mazur (7) v. Modul-Nadziak mit Reiterin Ina Schirweit (79,0) vor dem Haflinger Azuro v. Aktuellus v. Niko, der von Yvette Bamberger vorgestellt wurde (74,9). Erstmals nahmen dieses Jahr auch ein Arabisch Partbred Typ Spezialpferd (Arasier), ein Knabstrupper sowie zwei Welsh Ponys der Sektion B teil.

Nach der Vorstellung in einer Rittigkeitsaufgabe mussten sich alle Pferde und Ponys im zweiten Teilwettbewerb von der Fremdreiterin testen und benoten lassen. Danach ging es auf dem Rennbahngelände weiter mit der dritten Teilprüfung, der Überprüfung der Grundgangarten, für die es jeweils eine Teilnote gab. Im Anschluss standen in der vierten Teilprüfung ein Gruppengeländeritt sowie ein Geländeparcours auf dem Programm. Beurteilt wurden der Gehorsam und das Verhalten des Pferdes in der Gruppe. Im Geländeparcours mussten drei Sprünge und ein Wasserdurchritt bewältigt werden, der diesmal viele Teilnehmer wertvolle Punkte kostete. Zum Abschluss war Coolness bei den jungen Freizeitpferden im Gehorsamswettbewerb gefragt. Zu den Aufgaben gehörte zum Beispiel ein Stangenlabyrinth, das Überreiten einer Plane sowie das Vorbeigehen am Rappelsack und einem Schirm mit Flatterband. Alle Teilnoten der fünf Wettbewerbe ergaben am Ende die Gesamtnote.

Dr. Teresa Dohms-Warnecke, stellvertretende Geschäftsführerin des Bereiches Zucht (FN) und Hans-Heinrich Stien, stellvertretender Vorsitzender des Bereiches Zucht (FN) für die Belange des Ponys, Kleinpferde und sonstigen Rassen, waren erfreut, dass sich die Nennungszahlen 2013 nochmal von 28 auf 36 steigern lassen konnten. „Viele Züchter wissen nicht, dass die Teilnahme hier für einige Rassen auch als Stutenleistungsprüfung gewertet werden kann. Wenn sich das noch mehr herumspricht, können wir die Attraktivität dieses vielseitigen Championats für Freizeitpferde sicher noch weiter erhöhen“, so Dr. Teresa Dohms-Warnecke. FN/Tina Pantel