Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter: Höveler Trophy (FN) für Annika Roede

Verden (fn-press). Die weite Anreise aus Bayern ins niedersächsische Verden hat sich für Annika Roede (Gerolzhofen) gelohnt. Die 15-Jährige siegte im Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter, der Höveler Trophy (FN), im Finale mit Ponywechsel. Insgesamt 17,5 Punkte waren es am Ende für Annika und ihren zwölfjährigen westfälisch gezogenen Reitpony Wallach Pour Plaisir v. FS Pour l’Amour.

Die jüngste Reiterin im Finale der besten Vier, Beeke Carstensen (11) aus dem schleswig-holsteinischen Solwitt, wurde mit Joe Cool Zweite (17,0 Punkte) vor der Rheinländerin Sophia Beckmann (15) aus Kalkar mit Leo (16,7 Punkte). Alle drei Reiterinnen hatten auch schon am Vortag in der Einlaufprüfung, einer Stilspringprüfung Klasse L, harmonische Ritte gezeigt, die das Richterteam Hans Wallmeier und Claudia Milz mit hohen Noten im Achter-Bereich belohnten. Wie im Vorjahr wurden die Ergebnisse der Einlauf- und Finalprüfung nicht addiert. Am zweiten Tag gingen alle 23 Teilnehmer wieder mit weißer Weste an den Start, allerdings nun auf M*-Niveau. Von diesem Ausschreibungsmodus profitierte der 14jährige Westfale Julius Reinacher (Rosendahl), der sich als einziger Junge von Platz 16 am Samstag dann am Sonntag als Viertbester (8,3) mit seinem Pony Christoph Columbus für das Finale mit Pferdewechsel qualifizierte.

Die Prüfungsbeste, Beeke Carstensen (8,8), musste sich beim Pferdewechsel auf den neunjährigen Hengst Christoph Columbus v. Charivari, das in Weser-Ems gezogene Pony von Julius Reinacher, einstellen. Diesen Ritt honorierten die Richter mit einer 8,2. „Beeke hatte es nicht so einfach mit dem Pony, aber mit Ruhe und Übersicht hat sie das hier gut nach Hause gebracht“, kommentierte Springreiter Mario Stevens die Notengebung der Richter. Die Chemie zwischen Julius Reinacher und dem erst siebenjährigen holsteinisch gezogenen Pony Joe Cool von Beeke Carstensen stimmte schon in der Vorbereitung nicht. „Das Pony hat gegen ihn gearbeitet, aber Julius hat’s versucht. Den Rhythmus haben beide nicht nicht gefunden“, so der Richterkommentar. Das ergab durch zwei Abwürfe die Note 6,7 und am Ende eine Gesamtwertung von 15,0 (Platz vier) für den Sohn des westfälischen Landestrainers Springen, Klaus Reinacher.

Sehr gut zurecht kam hingegen Sophia Beckmann mit dem ihr zugelosten Pony von Annika Roede. Ein Abwurf am letzten Hindernis drückte ihre gute Note auf dem Fremdpony allerdings auf 8,3, so dass sie auf 16,7 Zähler (Platz drei kam). „Sophia ist schon professionell abgeritten und hat sich super auf Pour Plaisir eingestellt. Das war eine sehr gute Vorstellung“. Genau wie Sophia Beckmann hat auch Annika Roede 2013 ihr letztes Ponyjahr. Das krönte sie in Verden mit dem Sieg im Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter. Mit dem achtjährigen niederländischen Reitpony Leo von Sophia kam Annika „einfach super zurecht“, so dass sie ihre „feine Reitweise und den guten Sitz“ (Zitat Bundestrainer Peter Teeuwen) auch auf dem Fremdpony zeigen konnte. Besonders gefiel den Richtern der gute Grundgalopp. „Du wolltest null bleiben und hast das auch in der letzten Kombination gut gelöst, als du das Pony dann ein bisschen angefasst hast“, resümierte Mario Stevens. 9,0 war die Belohung für diese Leistung, Eine 8,5 hatte die Bayerin zuvor mit ihrem eigenen Pony eingeheimst. „Mit diesem Sieg hätte ich auf keinen Fall gerechnet und freue mich riesig. Seit fünf Jahren reite ich Pour Plaisir schon. Er ist sehr sensibel und menschenbezogen. Das Beste an ihm ist, dass er immer will und alles für seinen Reiter gibt.“

Peter Teeuwen (Hanstedt), Bundestrainer der Ponyspringreiter, war zufrieden mit dem gezeigten Niveau im diesjährigen Finale: „Wir haben eine große Anzahl gut reitender Kinder gesehen. Mit den sportlichen Anforderungen kamen alle zurecht. Es ist schön, dass wir diesmal eine Siegerin aus dem süddeutschen Bereich haben. Das zeigt, dass diese Serie bundesweit Anklang findet und die Landesverbände ihre Besten zu den Auswahllehrgängen schicken.“           tp