Bundesberufswettbewerb „Zucht, Haltung, Service“ Siegerteam und Siegerin kommen aus Berlin-Brandenburg

Bundesberufswettbewerb „Zucht, Haltung, Service“

Siegerteam und Siegerin kommen aus Berlin-Brandenburg


Warendorf (fn-press). Das dreiköpfige Team aus Berlin-Brandenburg hat den Bundesberufswettbewerb „Zucht, Haltung, Service“ gewonnen, der Mitte November in der Deutschen Reitschule in Warendorf ausgetragen wurde. Mit 948,5 Punkten setzten sich Stefanie Fahnauer, die auch die Einzelwertung gewann, Stephanie Fiedler und Therese Trommer – allesamt Auszubildende der Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse – an die Spitze der elf Ländermannschaften.

Der zweite Platz ging an Westfalen (911,5) mit drei Auszubildenden des Nordrhein-Westfälischen Landgestütes. Dritte wurde die sächsische Mannschaft (900), für die drei Azubis des Hauptgestütes Graditz antraten. Anja Bouma vom Ausbildungsbetrieb Alex Wirtz aus Düsseldorf sorgte mit ihrem zweiten Platz in der Einzelwertung (321,5) dafür, dass auch das Rheinland auf dem Treppchen vertreten war. Wie auch Bayern, für das Katrin Karosser vom Haupt- und Landgestüt Schwaiganger mit 319,5 Punkten als Dritte auf das Treppchen kam.

Insgesamt nahmen 34 Auszubildende des Berufes Pferdewirt mit dem Schwerpunkt Zucht und Haltung an dem Bundesberufswettbewerb teil, ausgewählt und entsandt von den für diese Berufsausbildung zuständigen Stellen. Über zwei Tage ging der aus vier Teilprüfungen bestehende Wettbewerb. Es begann am ersten Tag mit der Theorie. Danach mussten die Teilnehmer zeigen, dass sie Pferde auch fachgerecht vormustern können. Dazu kamen sechs Hengste des NRW-Landgestütes zum Einsatz. Am nächsten Tag wurde zuerst überprüft, wie gut die Probanden Pferde beurteilen können. Und dann ging es zu guter Letzt in den Sattel und der Berufsnachwuchs musste seine reiterlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen – schließlich sollte auch ein Pferdewirt Zucht und Haltung reiten können.

„Vom Berufsreiterwettbewerb profitieren beide Seiten: die Entsendung eines Auszubildenden ist Werbung für den Ausbildungsbetrieb. Und für den Auszubildenden ist die Teilnahme ein Pluspunkt im beruflichen Lebenslauf“, fasst Markus Scharmann, bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für den Bereich Berufsausbildung zuständig, zusammen. In diesem Jahr lief der Wettbewerb, der alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Bundesberufswettbewerb für die Pferdewirte Reiten stattfindet, noch nach dem alten Modus. Neuerungen sind aber ab dem nächsten Jahr zu erwarten, denn 2010 wurde die Berufsausbildung der Pferdewirte neu geregelt. Aus vier Schwerpunkten wurden fünf Fachrichtungen. Der Pferdewirt Schwerpunkt Zucht und Haltung teilt sich nun auf in die Fachrichtungen Pferdezucht sowie Haltung und Service. Das heißt, wer im Herbst 2010 seine Ausbildung begonnen hat, hat sich für eine von den beiden Fachrichtungen entschieden. Es sei denn, er will sich mehr mit dem Reiten befassen. Dann kann er seit 2010 wählen zwischen dem Pferdewirt Fachrichtung Klassische Reitausbildung oder Fachrichtung Spezialreitweisen, wenn er in einem Western- oder Islandpferdebetrieb lernt, oder Fachrichtung Pferderennen, wenn er eine Ausbildung in einem Galopp- oder Trabrennstall macht.

Im nächsten Jahr sind dann wieder die Pferdewirte Fachrichtung Klassische Reitausbildung mit dem Bundesberufswettbewerb an der Reihe – nach dem neuen Modus. Neben dem Reiten wird dann auch im Bundesberufswettbewerb eine wichtige Aufgabe der Berufsreiter betont: Das Unterrichten von Reitschülern.            Bo