Bayern gewinnt Bundesberufswettbewerb Pferdewirte 2015 - Katharina Dietl mit Traumnote

Fachrichtungen „Pferdehaltung und Service“ sowie „Pferdezucht“

Warendorf (fn-press). Stark präsentierte sich der süddeutsche Nachwuchs beim Bundesberufswettbewerb, der Ende November in der Deutschen Reitschule in Warendorf ausgetragen wurde: Das Team mit den besten Pferdewirten der Fachrichtungen „Pferdehaltung und Service“ sowie „Pferdezucht“ kommt aus Bayern (523 Punkte). Ihnen dicht auf den Fersen folgte das Trio aus Baden-Württemberg (520,6). Als Dritte eroberte die Mannschaft aus Berlin-Brandenburg (507,8) einen Platz auf dem Treppchen. Der Bundesberufswettbewerb ist eine Art „Deutsche Meisterschaft der Auszubildenden“ und damit auch der Ausbilder, spiegelt der Wettbewerb doch deren Lehr- und Ausbilderfähigkeiten wider.

Insgesamt zehn Mannschaften mit 30 angehenden Pferdewirten aus ganz Deutschland maßen sich zwei Tage lang in Theorie und Praxis. Die Pferdewirte der Fachrichtung Pferdehaltung und Service mussten zunächst ihre Kompetenz in einer Dressurprüfung auf A-Niveau unter Beweis stellen. Die Pferdewirte der Fachrichtung Zucht hingegen mussten ein Pferd korrekt auf der Dreiecksbahn vormustern. Anschließend stand für alle die Pferdebeurteilung auf dem Programm. Am zweiten Tag folgte eine Präsentation zu einem zugelosten Pferdethema wie z.B. Fütterung, Tierschutz oder Weidemanagement. Gerade berufstypische Situationen zu bewältigen, wie beispielsweise ein Beratungsgespräch mit einem Kunden, sorgen für entsprechende Praxisnähe der Prüfung. Daher geht die Teilprüfung Beratung auch mit Faktor Drei in die Gesamtwertung ein. „Es fällt sehr positiv auf, wie sehr sich die jungen Leute der Verantwortung gegenüber dem Pferd bewusst sind“, sagte Markus Scharmann, bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für die Berufsausbildung zuständig. Zum Ausdruck kam das auch in dem „Beratungsgespräch“, bei dem das Team aus Rheinland-Pfalz mit dem Thema Tierschutz die Richter überzeugte (Note 9,6). „Das war eine tolle Betrachtungsweise. Sehr wertvoll, sehr tiefgründig“, sagte Fritz Lutter, der zusammen mit Rolf Grebe und Hans-Peter Werheid den Bundesberufswettbewerb richtete.

Alle Aufgaben am besten bewältigte das Team aus Bayern: Marie Flothmann vom Horsepark by Sprehe/Fürth (Fachrichtung Haltung und Service), Mareike Meßmer vom Gestüt Hörstein/Alzenau (Zucht) und Amelie Schmidt vom Haupt- und Landgestüt Schwaiganer/Ohlstadt (Haltung und Service). Den Vizetitel für Baden-Württemberg holten komplett die Azubis des Haupt- und Landgestütes Marbach: Lina Rinderknecht (Zucht), Marie Schmielewski (Haltung und Service) und Anna Sulz (Haltung und Service). Das drittbeste Trio, Berlin-Brandenburg, setzte sich zusammen aus Darya Belowa vom Reitzentrum Phöben/Wreder (Haltung und Service), Katharina Dietl vom Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse (Zucht) und Yessica Schröeder vom Gestüt Buckautal (Haltung und Service).

Das Einzelfinale schließlich bestand für die Auszubildenden der Fachrichtung „Haltung und Service“ darin, ein Pferd zu longieren und in einem anschließenden Kundengespräch dem „Pferdebesitzer“ die Eindrücke zu schildern und ihn hinsichtlich der weiteren Ausbildung des Pferdes zu beraten. Mit Note 8,8 holte Marie Flothmann aus dem bayerischen Siegerteam damit einen weiteren Titel nach Bayern. Zweite wurde Anna Sulz (7,4) aus dem Team Baden-Württemberg vor Yessica Schröder (7,2) vom Team Berlin-Brandenburg.

Aus drei verschiedenen Hengsten den passenden Kandidaten für eine Stute auswählen und dies anschließend auch einem Kunden zu begründen, das war die Finalaufgabe für die Auszubildenden der Sparte „Zucht“. Hier entlockte Katharina Dietl vom Landesverband Berlin-Brandenburg der Jury die Traumnote 10,0. Lina Rinderknecht aus Baden-Württemberg wurde mit Note 8,3 Zweite vor Verena Nagelschmidt vom Hofgut Breitenhaide/Ortenberg aus dem Landesverband Hessen (Note 8,0). Bo

Ergebnisse in der Übersicht:

1. Bayern; 523 Punkte

2. Baden-Württemberg; 520,6

3. Berlin-Brandenburg; 507,8

4. Westfalen; 505,8

5. Rheinland; 504,1

6. Hannover; 497,9

7. Hessen; 491,6

8. Rheinland-Pfalz; 490,4

9. Sachsen; 483,5

10. Weser-Ems; 482,1