Auch Bauernverband für Erhalt des Schenkelbrandes

 

Erhalt des Schenkelbrandes

Bauernverband verwahrt sich gegen populistische Debatte

Berlin (fn-press). Nachdem die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bereits den Pferdezüchtern in der politischen Debatte um den Erhalt des Schenkelbrandes bei Pferden den Rücken gestärkt hat, hat die deutsche Pferdezucht nun weitere Unterstützung erhalten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) bezieht in einer aktuellen Pressemitteilung auch zum Thema Schenkelbrand Stellung.

„Das historisch gewachsene Kulturgut des Pferdebrands durch elektronische Chips zu ersetzen, stößt Tausende Pferdezüchter und Millionen Menschen, die sich dem Pferd verpflichtet fühlen, vor den Kopf. Markenzeichen für weltweit führende Zuchtorganisationen wie für Holsteiner, Hannoveraner, Oldenburger, Westfalen, Mecklenburger und Trakehner sollen nicht opportunistisch und wider besseres Wissen dem Zeitgeist geopfert werden“, so die Aussage des DBV. Der Bauernverband will sich gegen eine populistische Debatte verwahren und weist in seiner Pressemitteilung darauf hin, dass der Tierschutz in der deutschen Landwirtschaft in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt habe und aus der Landwirtschaft heraus enorme Vorleistungen und Selbstverpflichtungen erbracht worden seien.

Auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) wehrt sich gegen die unsachliche Debatte in der Politik.  „Pferdezüchter sind keine Tierquäler“, sagt FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau. „Der Schenkelbrand ist keine mittelalterliche Methode und hat sich über Jahrhunderte zur Identifikation bei Pferden bewährt.“ Der Transponder hingegen sei ohne Not in Deutschland der organisierten Pferdezucht aufgezwungen worden, obwohl Kennzeichnungsmethoden wie der Schenkelbrand nach EU-Vorgaben ausdrücklich erlaubt seien. „Um so unverständlicher sind daher die Aussagen von Bundesministerin Aigner, den Schenkelbrand verbieten lassen zu wollen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Fortbestand des Schenkelbrandes trotz Transponders auf Landes- und Bundesebene zugesagt war,“ so Graf zu Rantzau.    

dp/evw