Antrag an die FEI: Klare Terminabsprachen „Nationenpreise haben absolute Priorität“

Antrag an die FEI: Klare Terminabsprachen

„Nationenpreise haben absolute Priorität“

Warendorf (fn-press). Insbesondere die europäischen Reitsportföderationen unter dem Dach der EEF, der European Equestrian Federation, beklagen die zunehmende Terminkollision der Nationenpreise der Top League mit anderen Fünf-Sterne-Springturnieren. Ein entsprechender Antrag auf zeitliche Trennung liegt der Generalversammlung des Weltverbandes FEI vor.

Das Problem kennt der Springsport schon seit Längerem: Fünf-Sterne-Turniere, zum Teil Etappe der Serie Global Champions Tour, finden nicht selten am selben Wochenende statt wie die Nationenpreise der Top League, gewissermaßen die „Länderspiele“ der Springreiter aus den weltbesten Nationen. Die Folge: Mancher Spitzenreiter verzichtet auf einen Nationenpreiseinsatz und startet stattdessen auf einer anderen Veranstaltung. Über Lösungswege aus dieser unbefriedigenden Situation diskutierte die European Equestrian Federation, EEF, bei ihrer Jahrestagung in London. EEF-Präsident Dr. Hanfried Haring (Sassenberg) erklärte: „Wir sind einhellig zu der Meinung gekommen, dass Nationenpreise das wichtigste Gut sind, das die nationalen Föderationen und die FEI besitzen. Sie müssen ihre Bedeutung behalten, denn von ihnen hängt zu einem wichtigen Teil auch das Verbleiben des Reitsports in der olympischen Familie ab. Die Nationenpreise haben absolute Priorität.“

Der EEF-Vorstand hat einen Antrag gestellt, der bei der Generalversammlung des Weltverbandes am 14. November in Rio de Janeiro zur Abstimmung gelangen wird: „Die Mitglieder der EEF fordern die FEI auf, die Regel aufrecht zu erhalten, dass CSI5* nicht mit Veranstaltungen der FEI Top League zusammenfallen dürfen. Wir werden die FEI bei allen Maßnahmen hierzu vorbehaltlos unterstützen und erklären, dass wir im anderen Falle unsere Zustimmung zum Kalender verweigern müssen.“

Die EEF sieht die Überschneidung zwischen Nationenpreisen und sonstigen Fünf-Sterne-Turnieren nicht als nur rein europäische Angelegenheit an. In der EEF-Stellungnahme heißt es: „Wir sind davon überzeugt, dass das Thema weltweite Bedeutung hat in unserem Bestreben, der FEI die Führung über den Sport und seine Regeln zu erhalten. Wir befinden uns leider an einem Scheideweg und müssen uns entscheiden, welchen Weg wir – die FEI, die Föderationen, der Sport - gehen werden.“

hen