AMERICANA 2015: $ 2.000,-- added im Ranch Pleasure World Cup

 

Boomende neue Westerndisziplin erstmals Teil von Europas größter Westernreitsportmesse

Augsburg – Die AMERICANA hat schon vielfach für Premieren im Westernreitsport gesorgt. So wurde bereits 1988 auf Europas Western Event Nummer 1 die erste große Bronze Trophy ausgeschrieben. Auch 2015 geht die AMERICANA wieder neue Wege und bereitet einer in Europa relativ neuen Disziplin die perfekte Plattform: Ranch Pleasure. Vom 2. bis 6. September 2015 werden in Augsburg nicht nur die besten Reiner, Cutter und Cow Horse Reiter erwartet, sondern auch eine Vielzahl von Top Reitern und Pferden für den erstmals stattfindenden Ranch Pleasure World Cup, der mit $ 2.000 added dotiert ist. Soviel wurde bisher in Europa noch nie in dieser Disziplin ausgeschüttet.

Ranch Pleasure – die besondere Westerndisziplin

Als die American Quarter Horse Association (AQHA) vor einigen Jahren ihre Disziplinen-Palette um Ranch Pleasure erweiterte, hätte wohl niemand erwartet, dass sie damit einen wahren Boom auslöste. Vor zwei Jahren hielt Ranch Pleasure auch in Europa ihren Einzug und erfreut sich hier wachsender Beliebtheit. „Ranch Pleasure ist eine großartige Klasse“, so AQHA Richter und Professional Horseman Ricky Bordignon begeistert. „Ich habe in den letzten zwei Jahren viele Kurse gegeben und zahllose Ranch Pleasure Klassen gerichtet. Sie zählt regelmäßig zu den größten Klassen einer Show und findet immer mehr Anhänger.“

Ricky Bordignon, der selbst hoch erfolgreicher Trainer ist und als Teilnehmer praktisch keine AMERICANA versäumt hat, ist einer der engagiertesten Befürworter dieser Disziplin und war sofort Feuer und Flamme, als ihm Showmanagerin Sandra Quade mitteilte, dass Ranch Pleasure eine AMERICANA Disziplin werden solle. „Ranch Pleasure hat nichts mit der Disziplin Western Pleasure zu tun“, erläutert Bordignon. „Es handelt sich eigentlich um eine Arbeitsdisziplin aus dem Alltag der Cowboys. Ein gutes Ranch Pleasure Pferd muss mit guten, energischen Gängen vorwärts gehen, während in der Western Pleasure viel langsamer geritten wird. Zudem werden weiche Übergänge zwischen den Gangarten auf feinste Hilfen hin gefordert, dazu Trab- und Galoppverstärkungen, bei denen das Pferd die Tritte bzw. Sprünge deutlich verlängern muss, also nicht einfach nur eiliger werden darf.“

Der Kopf des Pferdes darf nicht so tief getragen werden wie dies bei der Western Pleasure gefordert wird. Ebenfalls verlängt werden ein Stop und Drehungen auf der Hinterhand (Turn arounds). Während die Turn arounds (einmal oder eineinhalb mal herum) sehr der Disziplin Reining ähneln, allerdings nicht so schnell ausgeführt werden, ist der Stop kein Sliding Stop. „Es ist eben eine Arbeitsdisziplin“, so Bordignon. „Wer ein Rind kontrollieren will, kann nicht stoppen und dabei an ihm vorbei sliden. Er muss schon kürzer anhalten – allerdings auch auf der Hinterhand und natürlich über möglichst unsichtbare Hilfen. Grobe Einwirkungen aufs Maul werden mit schlechten Scores bestraft.“

Überhaupt geht es in der Ranch Pleasure vor allem um eines: gut gerittene Pferde, die willig auf feinste Hilfen gehorchen. Eine Disziplin also für jeden, der gutes Westernreiten liebt, ohne dass er ein speziell auf eine bestimmte Disziplin gezüchtetes Pferd haben muss. Im Gegensatz zu den meisten anderen Westernreitdisziplinen will der Richter in den Ranch Pleasure Klassen kein Silber am Sattel und auch keine auffallende Blusen oder ähnliches sehen. „In der Ranch Pleasure sollten die Pferde Arbeitssättel mit Vorderzeug und hinterem Bauchgurt tragen“, erklärt Bordignon. „Der Reiter sollte gepflegte, aber dezente Kleidung ttragen – eben arbeitsmäßig. Damit geht diese wunderbare Disziplin ‚back to the Roots‘, also zurück zu den Ursprüngen des Westernreitens. Nicht zuletzt dadurch passt die Ranch Pleasure auch hervorragend zur AMERICANA. Und ich freue mich, dass diese Disziplin die beste Plattform erhält, die man sich in Europa nur wünschen kann. Wo sonst hat ein Reiter Gelegenheit, sein Pferd vor Tausenden von Zuschauern zu präsentieren?“  

Mehr als nur Sport: Messe, Fun und Lifestyle

Die AMERICANA ist weit mehr als nur ein großes Westernturnier. Europas führende Messe für Western- und Freizeitreiter bietet eine einzigartige Kombination aus Turnier, internationaler Messe und jeder Menge Fun und Lifestyle. Kein Wunder, dass es jedes Mal wieder bis zu 50.000 Besucher in die Fuggerstadt zieht. Und die AMERICANA 2015 verspricht auch diesmal wieder ein tolles Programm. Aussteller aus der ganzen Welt präsentieren ihre Produkte in den Augsburger Messehallen. Was man als Westernreiter oder Fan des Western Lifestyle auch sucht – auf der AMERICANA wird man fündig: Sättel und Zaumzeug, Gebisse, Stiefel, Hüte und Jeans, Bedarf für Pferdepflege, Stall und Weide, aber auch Hänger, Zugmaschinen, und, und, und... Hier schlägt das Herz des Pferdehalters höher, und viele warten gerne die zwei Jahre bis zur jeweils nächsten AMERICANA, wenn es um größere Anschaffungen geht. Schließlich gibt es nirgendwo sonst so eine gute Gelegenheit zum Vergleichen, zum anderen locken die Anbieter mit attraktiven Messeschnäppchen. Unbedingt empfehlenswert ist auch das AMERICANA Forum. Hier erwartet die Besucher ein buntes Programm von Vorführungen und Demonstrationen zum Training in den diversen Westernreitsportdisziplinen durch hochkarätige Trainer. Reiter erhalten hier jede Menge Tipps für das Anreiten von jungen Pferden bis hin zur Ausbildung in Trail, Reining oder Cutting u.v.m.

Foto von Art & Light: Auch das Überwinden von Bodenstangen gehört zu einer Ranch Pleasure Aufgabe. Gut zu sehen hier das Ranch Outfit von Pferd und Reiter, bei dem bewusst auf Silber verzichtet wird.