Americana 2013: Beste Americana aller Zeiten – eine Zusammenfassung

 

Großartiger Erfolg für die Americana 2013: über 45.000 Besucher bescheren den erstmals über 280 Ausstellern hervorragende Geschäfte / Weltklassesport mit Teilnehmern aus 19 Ländern / Premiere der FEI-Reining-Europameisterschaft in Augsburg und Gold für Deutschland / Bronze-Trophy geht an Dominik Reminder / Americana 2015 vom 2. bis 6. September

Simply unique – einfach einzigartig: Dieser Slogan der Americana ist und bleibt die beste Beschreibung. Und auch nach 27 Jahren weiß das „Mekka des Westernreitens“ immer noch eins draufzusetzen. Über 45.000 Fans strömten auf Europas beliebteste Reitsportveranstaltung für Westernreiter, erlebten Weltklassesport in 42 Entscheidungen – darunter erstmals die FEI-anerkannte Europameisterschaft Reining - und waren in bester Kauflaune: Für nicht wenige der 281 Aussteller war es die bislang beste Americana überhaupt. Maßstäbe setzte die Americana auch mit einem noch nie dagewesen Rahmenprogramm: Eine deutlich gewachsene Western Town mit dem legendären Red Grizzly Saloon, Americana-Forum und Parelli-Ring, der neue Extreme Trail-Parcours im Freigelände oder die ebenfalls neue Hufschmiede begeisterten die Fans.

Riesenaufwand und Fans aus aller Welt

Bis aus Australien reisten in diesem Jahr Besucher zur Americana „Dieser Zuspruch freut uns natürlich sehr – und ist auch der Lohn für unsere Mühen. Denn die Americana ist für unsere Messegesellschaft die mit Abstand aufwändigste Veranstaltung,“ erklärten die AFAG-Geschäftsführer Heiko und Hermann Könicke. Nur ein Beispiel: Für die optimale Bodenpräparierung wurden 2.800 Tonnen Lehm und Sand in die Hallen gebracht – also rund 200 LKW-Anlieferungen. Damit nicht genug, muss der Boden auch exakt auf die Bedürfnisse der Reiter abgestimmt sein. Die Geschäftsführer: „Das ist das A und O für die Teilnehmer. Wir haben gelernt: Stimmt der Boden nicht, drehen die Westernreiter gleich wieder um.“

Hervorragendes Zusammenspiel zwischen AFAG und Sportlicher Leitung

Die Sportliche Leitung freute sich über die klasse Zusammenarbeit mit der AFAG: „Das Zusammenspiel und das gegenseitige Verständnis war hervorragend. Auch in Details wurde immer eine rasche Lösung gefunden – und zwar stets im Sinne der Teilnehmer und Besucher. Das erstreckte sich über alle Bereiche: von der Technik über die Sicherheit bis hin zur gesamten Organisation. Unser Dank gilt stellvertretend für alle AFAG-Mitarbeiter Heiko und Hermann Könicke, Thilo Könicke, Thomas Krauser, Winfried Forster, Karlheinz Knöbl und Gisela Gläser.“

70 Helfer machen einen Riesenjob

Für eine reibungslose Veranstaltung sind aber auch die Helfer von entscheidender Bedeutung: Über 70 tatkräftige Crewmitglieder sorgten für einen reibunsglosen Ablauf. Viele aus der Crew sind seit vielen Jahren, zum Teil seit über zwei Jahrzehnten dabei. Diese bewährte Mannschaft ist eingespielt und lebt das Motto „I Help“ vorbildlich. Sandra Quade und Joachim Bochmann schwärmten: „Das Team hat eine wahnsinnige Arbeit abgeleistet. Es war trotz der hohen Anspannung und der langen Arbeitszeiten stets freundlich und kompetent. Als Mannschaft sind wir noch näher zusammengerückt, die neuen Mitarbeiter haben sich hervorragend integriert. Wir können nur Danke sagen an unsere großartigen Helfer.“

Aussteller: „Beste Americana aller Zeiten“

Nach der etwas schwächer besuchten Vorveranstaltung legte die Americana 2013 bereits vom ersten Tag an richtig los, spätestens ab Samstagvormittag war ein Durchkommen vielerorts kaum mehr möglich. Besucherströme in den Gängen und Messeständen, voll besetzte Ränge auf der gut 4.000 Besucher fassenden Tribüne in Halle 5 und lange Schlangen an allen Imbißständen. Im Vergleich zu 2011 war die Messe deutlich gewachsen - 281 Aussteller, 42 mehr als vor zwei Jahren, präsentierten das bis dato größte Angebot an Produkten und Dienstleistungen rund ums Westernreiten. Gute Geschäfte haben die allermeisten von ihnen gemacht: zwei Drittel bewerteten ihre Beteiligung mit „sehr gut“ oder „gut“, 26% Prozent mit „befriedigend“

„Einfach sensationell“ fasste der neue Projektleiter Karlheinz Knöbl seine Eindrücke nach vielen Gesprächen mit Ausstellern zusammen. „Langjährige große Aussteller wie Saddle Shop Trading, Cowboys Headquarters, aber auch neue wie Mundorf, hatten einen solchen Ansturm noch nicht erlebt. Einige Firmen waren schlichtweg ausverkauft, hatten zum Teil schon ab Samstagmittag kaum noch Ware auf dem Stand und konnten nur noch Bestellungen entgegen nehmen. Von allen Seiten höre ich nur sehr Positives, am liebsten würden viele sofort wieder für die nächste Americana anmelden.“

Lust auf die Americana 2015 (2. bis 6.September)

Nach dem großen Erfolg der Americana 2013 gibt es beim Veranstalter AFAG bereits erste Ideen für die kommende Veranstaltung. So soll der neue Extreme Trail Parcours, der vom Publikum begeistert angenommen wurde, fester Bestandteil im Programm werden. Auch über einen weiteren Parcours für Off Road Fahrzeuge wird bereits nachgedacht. Fans dieses faszinierenden Sports müssen sich zwei Jahre gedulden, bis die Americana vom 2. bis 6 September nach Augsburg zurückkehrt

Dominik Reminder & GR JFB Boy gewinnen Americana Bronze Trophy Open, Rudi Kronsteiner & Dr. Lee Hook Reserve

Die Americana Bronze Trophy zählt traditionell zu den prestigeträchtigsten Reiningprüfungen Europas, was sich auch diesmal in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld widerspiegelte. 18 Pferde waren diesmal für den Open Go Round gemeldet, die besten elf schafften es weiter in ein wunderschönes, hochkarätiges Finale, das wie immer den Höhepunkt der Freitagabendshow bildete. Hier setzte sich der 25-jährige Dominik Reminder mit seinem 9-jährigen American Quarter Horse Hengst GR JFB Boy (Solanoswarlee Boy x JFB Glo) mit einer 226 an die Spitze und verwies damit den Vorlaufsbesten Rudi Kronsteiner (AUT) auf Dr Lee Hook (Ray Gay Quixote x Chicadual Sha, Bes. Glis Ranch) ganz knapp auf Platz 2 (225,5). Es war ein neuer Meilenstein für Dominik Reminder, für den 2013 das erste Jahr in der Open ist und der mit seinem Hengst u.a. NRHA Breeders Derby Champion Non Pro, French Futurity Level 2 Open Champion, IRHA Derby Level 3 Non Pro Champion und NRHA European Derby Champions Level 3 und 2 Non Pro war. Die beiden liegen derzeit auf Platz 2 der NRHA Weltrangliste Open. „Es ist einfach unbeschreiblich – ich kann es noch gar nicht fassen“, sagte Dominik strahlend nach seinem Ritt. „GR JFB Boy ist ein ganz spezielles Pferd mit sehr viel Herz und großem Vermögen in allen Manövern.“

Rudi Kronsteiner, der Dr Lee Hook einen perfekten Ritt am losen Zügel hingelegt hatte, nahm es gelassen: „So ist es halt beim Showen, und ich freue mich für Dominik. Jedenfalls war Dr Lee Hook einfach fantastisch. Er ist ein absolutes Ausnahmepferd mit hervorragenden Manövern und tollem Mind.“ Der Hengst, der von Rudi Kronsteiner trainiert wird und mit ihm French Futurity und Polish Derby Champion war, war unter Jeannet Krähenbühl NRHA European Futurity Level 2 Open Champion und NRHA Breeders Derby Limited Open Champion.“

Manuel Bonzano & Great Sun Burst sichern sich Non Pro Bronze Trophy

Sie waren die Vorlaufsbesten, und dann setzten sie sich auch im Finale der Americana Bronze Trophy Non Pro durch: Manuel Bonzano (ITA) und sein 9-jähriger Hengst Great Sun Burst scorten als letzte Starter eine 219,5 und verwiesen damit Edoardo Bernadelli auf Arc Spark It Up auf Platz 2 (217). Den dritten Platz teilten sich Alex Nestelberger (AUT) mit seinem Shining Step und Tina Künstner (AUT) mit ihrem Ruf And Lucky, die beide eine 215,5 erzielten. Der amtierende NRHA World Champion Non Pro Manuel Bonzano war u.a. die NRHA Austrian Futurity Non Pro Champion, Non Pro Champion beim 23 Classic und beim CS Classic sowie NRHA Breeders Futurity Champion Non Pro und NRHA European Champion Non Pro. Sein Hengst Great Sunburst (Great Resolve x Docs Sun Burst) war unter Bernard Fonck bereits zwei Mal NRHA World Champion Open und NRHA European Affiliate Champion Open. Seine Lifetime Earnings belaufen sich auf über $ 300.000.

ECHA Europameisterschaft Open geht an Denis Pini & Playlite

Dies war einfach ‚seine‘ Americana für Denis Pini. Mit Playlite gewann der Italiener bereits das Americana Masters Cutting (wo er zudem noch Platz 2 und 3 belegte) und kam als Bester aus dem EM Go Round. Dann erwiesen sich die beiden auch noch im Finale unschlagbar. Die beiden scorten als drittletzte Starter eine 146, was den European Champion Titel Open bedeutete. Da musste sich sogar der mehrfache European Cutting Champion Gianluca Munarini diesmal mit Platz 2 zufrieden geben. Mit This Cats Sultan hatte er früh eine 145 vorgelegt, die lange gehalten hatte. Titelverteidiger Markus Schöpfer holte sich auf Needy Times in diesem Jahr Bronze. Die Amerikanerin Sheri Mason auf Smartys Real Hope und erneut Gianluca Munarini, jetzt auf Spooks Smokin Cat, teilten sich mit jeweils 143 Punkten den vierten Rang.

European Champion Cutting Non-Pro: Diana Jisova mit Meradas Talkin Money holt zweiten Sieg auf dieser Americana

Die erst 19-jährige Tschechin Diana Jisova überzeugte mit ihrer neunjährigen Quarter Horse-Stute Meradas Talkin Money auch im Finale auf ganzer Linie: Nachdem die beiden bereits im Vorlauf auf den Top-Score 147 kam, legten sie auch im Finale wieder eine 146 auf`s Parkett. Damit setzt sich ihre Erfolgsserie fort: Das Paar gewann bereits das AmericanaMasters Cutting Non Pro - wie bereits 2011! "Ich bin einfach nur glücklich", so die strahlende Siegerin, "an diese Erfolge hätte ich nie geglaubt"! Die Stute, die von Meradas Money Talks aus der Lucky By Light von Grays Starlight abstammt, wird von ihr selbst trainiert. Reserve European Champion wurde Malte Döring auf Smooth Cats Style mit einer 145. Lars Christiansen und Pretty Pink Stuff aus Dänemark scorten eine 142, die ihnen Bronze einbrachte.

Francesca Baron gewinnt als erste Frau setzt sich als erste Frau die ERCHA Reined Cow Horse Futurity Open

Keine Überraschung gab es im Finale der renommierten ERCHA Reined Cow Horse Futurity Open: hier setzte sich die Vorlaufsbeste Francesca Baron (ITA) mit Dual N Pepto (Peptoboonsmal x Dual N At Noon) auch im Finale durch. Ihre hervorragende Cow Work wurde mit einer 146 belohnt, was insgesamt 430 Punkte für die beiden bedeutete. Dies bedeutetet den Futurity Open Champion Titel für sie – den ersten, den eine Frau je in dieser Prüfung auf der Americana erritten hat. Francesca Baron zählt zu den besten Cow Horse Reitern Europas und war u.a. 2010 Zweite in der Americana Working Cowhorse Open.

Reserve Futurity Champion wurde Samuele Poli auf Lights On Mate, die es auf eine 421 brachten. Dritter wurde Markus Schöpfer mit Dry Serenade, der nach einer Klasse Cow Work (142) insgesamt auf 417,5 Punkte kam und zudem Smart Peptos auch noch auf Platz 4 ritt.

ERCHA Reined Cow Horse Futurity Champion Non Pro Sabine Brasche mit Peptomoonsmal

Auch in der Non Pro ging der Reined Cow ging der Futurity Champion Titel an eine Lady: Sabine Brasche und ihre Peptomoonsmal. Die beiden brachten es insgesamt auf 398,5 Punkte. Zweiter wurde Michele Masi auf Thaz A Twist, die Pech in der Cow Work hatten und sich schließlich mit einer 397 zufrieden geben mussten. Thaz A Twist (Smartaz x Snap And Twist) war zudem ERCHA Limited Non Pro Futurity Champion. Den dritten Rang belegte Joschka Werdermann auf De Baviera Cimarron (389,5).

FEI Europameisterschaft Reining: Mannschaftsgold für Deutschland vor Italien und Österreich – Rudi Kronsteiner reitet Highscore

Diese FEI Europameisterschaft wird so schnell keiner vergessen mit ihrem ebenso spannenden wie emotionalen Mannschaftswettkampf. Neun Nationen hatten ihre Mannschaften nach Augsburg geschickt, dazu mehrere Einzelreiter, worunter auch ein Teilnehmer aus Spanien war. Die Entscheidung musste bis zum letzten Reiter warten. Dann stand fest: Deutschland errang zum vierten Mal in der Geschichte der EM Gold mit 659 Punkten. Mit 655,5 Punkten musste sich Titelverteidiger Italien mit der Silbermedaille zufrieden geben, gefolgt von Österreich, das mit nur einem halben Zähler Abstand erneut Bronze errang (655).

Volker Schmitt legte als erster Starter der deutschen Mannschaft mit Smokin Mifilena (Bes. Sonja Lubas) eine 215 fürs Team vor. Sylvia Rzepka und Hot Smokin Chex (Bes. Curtis Hof) folgten als nächste, kamen aber nicht so recht zusammen. Etliche Unstimmigkeiten zwischen den beiden gipfelten in einem ‚Kruppehochwerfen‘ beim zweiten Wechsel, das die Richter schließlich als ‚Kicken‘ bewerteten. Das bedeutete einen Score von 194, was schließlich das Streichergebnis bedeuten sollte. Damit wurde es für die Deutschen extrem spannend. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Österreicher nach Rudi Kronsteiners hervorragenden Durchgang Ritt mit Whizoom (Bes. Jennifer Nixdorf), der Highscore 223 erhielt, und Tina Künstner-Mantls 216,5er Score mit ihrem Heza Sure Whiz deutlich vorn. Martin Mühlstätter und Chic N Roost (Bes. Andrea Castrucci) folgten kurz darauf und mussten sich nach einem verpatzten ersten Stop mit einer 215,5 zufrieden geben. Damit stand für Österreich, die nur drei Reiter am Start hatten das erste Mannschaftsergebnis fest: 655 Punkte.

Auch die starken Italiener, die bisher zweimal Mannschaftsgold errungen hatten, erlebten ihre Höhen und Tiefen in diesem Wettkampf. Mirko Piazzos Hengst Cody Gio Phoebes (Bes. Giovanni Grenzi) fiel u.a. einmal in Kreuzgalopp und kam mit einer 211,5 aus der Bahn. Die nachfolgenden drei italienischen Reiter gingen aufs Ganze, was teilweise nicht folgenlos blieb. So überdrehte Massimiliano Ruggeri mit Spat Split And White (Bes. Le Colomare QH) beim zweiten Spin und beendete den Run mit einer 218,5. Pierluigi Fabbri musste auf Malerba Fiednoras Rooster Nic Penaltys am ersten Zirkel hinnehmen, und Giuseppe Prevostis großartiger Chic Magnetic (Bes.Equus QH) blieb bei den Stops hinter seinen Möglichkeiten zurück, so dass beide mit einer 218,5 aus der Arena kamen. Das bedeutete eine 655,5 für Italien und damit knapp die Silbermedaille vor Österreich.

Für Deutschland hatte mittlerweile Alexander Ripper mit Wolfgang Müllers Wild At The Bar einen herausragen Run hingelegt. Ripper, der bereits 2003 EM-Einzel- und Mannschaftsgold erzielt hatte, ritt seinen Hengst souverän durch die Pattern und sammelte in jeden Manöver Pluspunkte, wobei der Ritt in drei Super Stops gipfelte (jeweils +1). Trotz einem Überdrehen beim ersten Spin kamen so 221,5 für die deutsche Mannschaft heraus. Damit hing jetzt alles am letzten Reiter: Grischa Ludwig. Eine 219 musste erritten werden, um Gold zu holen, was erheblichen nervlichen Druck bedeutete, obwohl klar war, dass sein Hengst Custom Del Cielo (Bes. Fabian Strebel) jederzeit für noch weit mehr gut war. Und das bewiesen die beiden zu später Stunde vor jubelndem Publikum. Als die beiden ihren Run mit drei wunderschönen Stops beendeten, stand der Sieg für Deutschland fest. Mit einer 221,5 belohnten die Richter Grischas großartigen Ritt, was insgesamt 659 Punkte und damit Gold bedeutete.

„Ich bin sehr erleichtert und glücklich“, strahlte Nico Hörmann, Chef d’Equipe der deutschen Mannschaft bei der Siegerehrung. „Es war nicht einfach, aber dieser Wettkampf hat den Geist dieser Mannschaft deutlich gezeigt.“ Auch Bundestrainer Kay Wienrich freute sich sehr über den Sieg: „Unsere Taktik ist zu 100 Prozent aufgegangen. Ich freue mich ungeheuer über den Erfolg, er war etwas, das alle gemeinsam erreicht haben.“

Die italienische Mannschaft, die bereits zwei Mal Gold geholt hatte und auch diesmal wieder hervorragende Ritte gezeigt hatte, wirkte zwar etwas enttäuscht, doch Trainer Filipo Masi nahm es gelassen: „So ist das eben bei einem Wettkampf – mal hat man mehr, mal weniger Glück. Unsere Reiter haben ihr Bestes gegeben, und ich bin sehr stolz auf sie!“  

Stolz auf sein Team war auch der österreichische Chef d’Equipe Gerold Dautzenberg, schließlich war sein Team haarscharf an Silber vorbeigeschrammt – und das bei nur drei Reitern. „Wir hatten kein Streichergebnis und konnte daher auch nicht taktieren“, so Dautzenberg. „Aber unsere drei Reiter haben jeder alles für die Mannschaft gegeben. Rudi hat als erster Starter natürlich sehr dazu beigetragen mit dem Highscore, dass wir es gelassen angehen konnten. Es hat einfach funktioniert.

Auf Platz 4 folgte mit 652 Punkten die belgische Mannschaft. Bernard Fonck, der auf seinem 14-jährigen großartigen Rooster Spurs (Bes. Wolfgang Wagner) mit einer 220,5 das beste Ergebnis der Mannschaft geliefert hatte, gefolgt von Cira Baeck auf Colonels Shining Gun (220). Fünfte wurde die französische Mannschaft mit insgesamt 646,5 Punkten, wobei Cedric Guerreiro mit seinem 8-jährigen Smart Furys Remedy mit einer 219 und Bastien Bourgeois mit Franck Parrets AHR Lucky Whiz Dunit mit einer 218 die besten Scores ihrer Mannschaft lieferten. Großbritannien wurde mit insgesamt 636 Punkten Sechster, wobei nicht zuletzt der tolle Ritt des jungen Josh Collins mit Corinna Schumachers Sparkin Tinsel hervorzuheben war. Als erster Starter steuerte er den 8-jährigen Wallach fehlerlos durch die Pattern und sammelte besonders bei den Stops Pluspunkte, was insgesamt 216 Punkte bedeutete und damit das beste Ergebnis der Mannschaft. Ein ganz großer Erfolg war diese EM nicht zuletzt für die Finnen, die erstmals mit einer Mannschaft vertreten waren. Mit 627 Punkten kam Finnland auf Platz 7, wobei Maria Mustonen und ihre Shezdunitthehardway mit einer 210,5 das beste Ergebnis für ihre Mannschaft lieferten. Auf Platz 8 folgten die Niederlande mit einer 624,5, wobei Rieky Young mit ihrem Brady Chex mit einer 216 das Spitzenergebnis der Mannschaft lieferte. Die sehr junge Schweizer Mannschaft erzielte mit einer 604,5 Platz 9, wobei Adrienne Speidel mit ihrer 8-jährigen Stute As Tuff Stuff mit einer 210,5 das beste Ergebnis für die Schweiz erzielte.

Alex Ripper gewinnt Einzelfinale, Cira Baeck Silber

Im Einzelfinale der FEI European Championship trafen die besten 20 (inklusive Tie auf Platz 20) wieder aufeinander. Deutschland hatte fünf Reiter dabei, da sich neben den Mannschaftsmitgliedern noch Steffen Breug und Mona Dörr als Einzelreiter qualifiziert hatten. Italien und Österreich waren jeweils mit allen Mannschaftsreitern dabei, Belgien mit Bernard Fonck, Cira Baeck und Matyas Gobert vertreten, Frankreich mit Cedric Guerreiro und Bastien Bourgeois, Großbritannien mit Josh Collins und Francesca Sternberg, die Niederlande mit Rieky Young, Finnland mit Maria Mustonen und die Schweiz mit Adrienne Speidel.

Alexander Ripper hat genau zehn Jahre nach seinem ersten Erfolg beim Debüt der FEI-Europa-meisterschaft in der Reining seinen Erfolg wiederholt: Jetzt wurde er in Augsburg bei der Americana mit Score 225 auf Wild At The Bar FEI-Europameister in der Einzelentscheidung. Nach dem Mannschafts-Gold war es zudem sein zweites oberstes Treppchen bei dieser Veranstaltung. Silber gewann die Belgiern Cira Baeck auf Colonels Shining Gun mit Score 224,5. Bronze gewann Grischa Ludwig auf Custom Del Cielo mit Scor e 223. Den undankbaren vierten Rang nahm der Italiener Pierlugi Fabbri auf Rooster Nic ein (221). Fünfter wurde Volker Schmitt auf Smokin Mifilena (219,5) vor Bernard Fonck auf Roosters Spurs (219), Rudi Kronsteiner auf Whizoom (217) und Massimiliano Ruggeri auf Spat Split And White (216,5). Neunter wurde Josh Collins auf Sparkin Tinsel (216) vor Tina Künstner-Mantl auf Heza Sure Whiz (214).