Americana 2011 Abschlussbericht: 25 Jahre „Mekka des Westernreitens“

 

 

Americana 2011 Abschlussbericht:

25 Jahre „Mekka des Westernreitens“


Das Jubiläums-Event wird zum Abschied

von Anneliese und Horst Geier zur schönsten Americana aller Zeiten

 

 

Die einzigartige Veranstaltung in Augsburg

ist unverändert Drehscheibe und Motor der Szene


„Nummer Eins“, Tour de France der Westernreiter“ oder „Mekka des Westernreitens“ – mit all diesen Titeln ist die Americana schon gewürdigt worden. Und all diese Ehrbekundungen hat sich die Americana auch zu ihrem 25-jährigen Bestehen verdient! Hier wird niemand in Ehren grau, sondern dieses Event setzt stattdessen immer wieder einzigartige Impulse für die Zukunft der ganzen Szene. So auch 2011, als mit 36.000 Besuchern wieder einmalig viele Besucher dabei sein wollten. Das Kommen bereute keiner: die 265 Reiter aus Nationen zeigten bei rund 800 Starts Sport vom Feinsten. Der entsprechend belohnt wurde: 150.000 Euro Preisgeld wurden in den 38 Wettbewerben ausgeschüttet. Und wichtig: Die nächste Americana ist vom 4.-8. September 2013 – am besten jetzt schon notieren.

 

Würdiger Abschied von Anneliese und Horst Geier

Das Wirken von Horst Geier für das Westernreiten hat schon 1975 angefangen, als er für Wolf Kröber auf der Equitana das Westernreitschaubild organisierte. „Da kam mir der Gedanke, dass solch ein Messekonzept doch auch für das Westernreiten gehen müsste“, so Geier. Der Gedanke verschwand nicht mehr aus dem Kopf, und als dann Hardy Oelke den Namen „Americana“ erfand, war die Idee schon wieder einen Schritt weiter. 1982 organisierte Horst Geier die EM in Aachen – und dann war es endlich soweit: 1986 wurde die Americana in München-Riem geboren.

„Ich freue mich natürlich sehr, mich mit einer so gelungenen Americana zurückziehen zu können. Bei der Americana 2010 hatten wir durch den Umzug und das etwas zu volle Programm in einigen Bereichen eine Überbelastung. Dieses Jahr ist alles wieder entspannter und toll gelungen. Das ist natürlich auch ein großer Verdienst der Helfer, denen ich ebenfalls von ganzem Herzen danke: Ihr habt stets einen tollen Job gemacht. Viele von den Helfern sind seit vielen Jahren dabei, vom Parcoursdienst über die Meldestelle und die Doormen bis zur Pressestelle. Man merkt, dass die Americana auch ihre Veranstaltung ist und sie nicht einfach irgendeinen Job machen. Die Helfer bilden eigene kleine Teams, die sich verantwortlich um ihren jeweiligen Bereich kümmern. Einfach großartig!“


Zufriedene Aussteller trotz Besucherrückgang

Zumindest eines hat die AMERICANA 2011 bewiesen: Der 2-Jahres-Turnus ist für diese Veranstaltung optimal. Immerhin strömten 36.000 Besucher (2010: 42.200) nach nur einem Jahr wieder in die Messehallen und sorgten für zufriedene Mienen bei der großen Mehrheit der 239 Aussteller. Nach den Rekordergebnissen vom vergangenen Jahr gab es für die Firmen  wieder gutes „business as usual“. So gaben 48 % der Aussteller an, „sehr gute“ oder „gute“ Geschäfte gemacht zu haben, 39 % waren immerhin mit ihrer beteiligung „zufrieden“. Knapp die Hälfte erwartet ein „sehr gutes“ oder „gutes“, ein weiteres Viertel ein „befriedigendes“ Nachgeschäft. 3 % der Firmen möchten sich beim nächsten Mal nicht mehr beteiligen, das entspricht der Quote von 2008. Nur 2010 fiel dieses Ergebnis mit 2 % besser aus.

 

Die meisten Besucher sind Reiter/innen

Ein nahezu unverändertes Bild im Vergleich zur Untersuchung von 2008 ergab die Befragung der Besucher durch das Marktforschungsinstitut Dirr, Hamburg. 85 Prozent der Besucher reiten selbst und für 96 Prozent von ihnen hat sich der Besuch „sehr gelohnt“ oder „gelohnt“. Geschätzt wird von den Besuchern das große, qualitativ hochwertige Angebot. Viele Gäste kommen auch wegen der Vorführungen im Forum, wo Top-Trainer Tipps für den Umgang mit Pferden geben und – natürlich – die „World Open Championship Westernriding“ – hier können Sie ihre Stars einmal live erleben.


Jugend-Prüfungen zukünftig wieder zu besseren Zeiten

„Selbstkritisch in den Spiegel geschaut, sehen wir im Detail ein paar Stellschrauben, die wir verbessern wollen“, so die Sportliche Leitung. Etwa die Startzeiten der Jugendprüfungen. „Das werden wir so nicht mehr machen. Die Jugendlichen werden 2013 zu „normalen“ Zeiten starten und sich entsprechend den Zuschauern präsentieren können.“ Dafür Zeit schaffen wird die Sportliche Leitung in zwei Jahren etwa durch eine Änderung bei der Hengstpromotion.

 

 

 

„Bodenpapst“ Jim Kiser zaubert den perfekten Untergrund

Genau diese Bedeutung erarbeitet sich die Americana auch im Detail. Stets wird an vermeintlichen Kleinigkeiten gearbeitet, um die Show immer weiter zu perfektionieren. Zwei Beispiele aus diesem Jahr. Um den Boden noch besser zu machen, wurde jetzt eigens „Bodenpapst“ Jim Kiser eingeflogen.

Im großen Westernreitsport kann die Bodenbeschaffenheit den letzten Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben. Diesen Boden optimal vorzubereiten ist eine wahre Kunst, insbesondere, wenn es um so unterschiedliche Disziplinen wie z.B. Cutting und Reining geht. In der Reining muss der Untergrund so beschaffen sein, dass die Pferde optimal in den Stop gleiten können. Beim Cutting andererseits muss der Boden tief genug sein, damit die Pferde für ihre spektakulären Bewegungen am Rind Halt finden und nicht ausgleiten. Um die optimale Bodenbeschaffenheit in allen Disziplinen gewährleisten zu können, hatte das Showmanagement der Americana eigens den amerikanischen ‚Papst der Westernböden‘ Jim Kiser einfliegen lassen. Das Ergebnis begeisterte Teilnehmer.

 

Diplomatin fühlt sich wohl im Sattel von Prime Time Shorty

Die Americana hat nicht nur Stil beim Sport und bei der Messe, sondern weiß sich auch in einem feierlichen Rahmen offiziell zu eröffnen. Die AFAG-Geschäftsführer Heiko und Hermann Könicke luden in den Red Grizzly Saloon ein – und eine große Schar geladener Gäste ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen. „Augsburg gehört den Westernreitern. Die Americana ist eine einzigartige Mischung von Show und Erlebnis, die alle in ihren Bann zieht. Die Americana ist ein Solitär auf dem europäischen Messemarkt“, stellte Heiko Könicke den Stellenwert der Veranstaltung heraus.

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl freut sich stets, „diese außerordentlich beliebte Messe“ besuchen zu dürfen. „Und die Americana passt einfach nirgendswo besser hin als nach Augsburg. Denn unsere Stadt hat ohnehin eine enge Verbindung zu den USA und den Amerikanern, die ein sehr sympathischer Teil unserer Stadt sind.“ USA-Handelskonsulin Christina Sharkey gratulierte herzlich der Americana zum Jubiläum. Ich liebe die Westernkultur. Hier bei der Americana fühle ich mich wie zu Hause.“ Umso mehr, als dass sie dann auch direkt auf ein Quarter durfte: Sichtlich wohl fühlte sich die Diplomatin im Sattel von Prime Time Shorty.

Großer Zuspruch bei der Pressekonferenz

Die Pressekonferenz unmittelbar vor Beginn der Americana traf wieder einmal auf großes Interesse. Rund zwanzig Journalisten versammelten sich im Red Grizzly Saloon, der den Redakteuren erneut eine ganz besondere und im Journalistenleben sicher nicht alltägliche Atmosphäre bot. Viele prominente Ansprechpartner aus der Veranstaltungsorganisation der Americana und natürlich auch einige Reiter standen den Journalisten Rede und Antwort auf viele Fragen, und beschrieben ganz persönlich die Faszination dieser Messe.

 

Die Pressekonferenz wurde eröffnet durch die AFAG-Geschäftsführer Hermann und Heiko Könicke. Könicke würdigten besonders die seit langen Jahren, ja, Jahrzehnten hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der sportlichen Leitung der Americana. Joachim Bochmann, Sandra Quade und an erster Stelle auch „Mister Americana“ Horst Geier waren selbstverständlich ebenfalls persönlich anwesend, um einen Rückblick auf 25 Jahre Americana zu geben. Angefangen 1986, damals noch in München-Riem, wechselte die Veranstaltung 1990 erstmals nach Augsburg und hat sich hier seitdem fest etabliert

 

Jan Altmann als AFAG-Projektleiter stellte das Messeprogramm dieser Tage vor: Insgesamt 239 Aussteller zeigten auf der Americana 2011 ihre Produkte und machten die Americana damit nach wie vor zur größten Western-Messe in Europa. 95 neue Aussteller waren jetzt dabei; darunter erstmals auch Harley Davidson oder US-Cars und -Trucks.

 

Wie immer bedeutete das große sportliche und messetechnische Programm aber gleichzeitig auch einen höchsten logistischen Anspruch an die Veranstalter. So hat es etwa der Red Grizzly Saloon in sich und ist eine echte logistische Meisterleistung: Ganze drei Tage werden mindestens für Aufbau und auch für den Abbau gebraucht – der Saloon ist nicht nur 500 Quadratmeter groß, sondern auch mit vielen Details liebevoll ausgestattet. Die mühevolle Kleinarbeit in Auf- und Abbau lohnt sich aber: Der Red Grizzly Saloon, der übrigens extra für die Americana gebaut wurde, sieht auch nach vielen überstandenen Messen mit langen und aufregenden Nächten noch so gut wie neu aus und gehört zum festen Inventar der Americana. Ohne den Red Grizzly Saloon würde definitiv etwas Wichtiges fehlen!

 

Drei Reiter gaben beim Pressegespräch Einblicke in ihre ganz persönliche Beziehung zur Americana. So kann sich die hocherfolgreiche Cutting-Reiterin Ute Holm noch gut daran erinnern, dass ihre erste Americana noch am Anfang ihrer Karriere lag – und sie damals vor allem auch die Allround-Klassen hier nicht nur startete, sondern auch gewinnen konnte, bevor sich ihr Schwerpunkt und ihre Erfolge immer mehr auf den Cutting-Bereich verlagerten. So blieb Ute der Americana immer treu und ist stets in den Ergebnislisten ganz vorne zu finden.

 

Grischa Ludwig, Mitglied der deutschen Reining-Nationalmannschaft, erzählte „seine“ Americana-Story mit einem Schmunzeln im Gesicht: „Die Americana ist schuld daran, dass ich überhaupt Reiter geworden bin!“ Sein Vater nahm den damals von Pferden eher mäßig begeisterten Grischa mit zur Americana – der von dem, was er dort sah, so begeistert war, dass er den damals mit Herzblut betriebenen Fahrradsport an den Nagel hängte und auf das Westernreiten sprichwörtlich umsattelte. „Vater, wenn du mir ein Quarter Horse kaufst, kommt das Fahrrad weg“, stellte der junge Grischa Ludwig seinen Vater vor die Wahl, der keinen Moment zögerte – schon immer hatte er zuvor versucht, seinen Sohn für Pferde zu begeistern, die dieser vormals aber für zu langweilig hielt.

 

Nico Hörmann, der ebenfalls auf der Pressekonferenz zu Wort kam, durfte auf der Americana seinen ersten großen Erfolg und Durchbruch feiern: Im Jahr 2002 gewann er die Senior Reining in Augsburg – das lenkte die Aufmerksamkeit auf den jungen Trainer, der heute ebenfalls als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft zu den Top-Reitern gehört. „Ich weiß es noch ganz genau: Während ich damals ritt, hatte ich sogar noch überlegt, die Prüfung abzubrechen, weil sich mein Pferd nicht so gut anfühlte, wie ich mir das gewünscht hätte. Aber schließlich war der Ritt doch super! Und so nahm alles seinen Lauf…“ Seit diesem Tag ist Nico Hörmann eine feste Größe im deutschen Reining-Sport und feierte noch viele weitere Erfolge. Natürlich ist er auf der Americana weiter mit dabei und zählt hier zur Leistungsspitze.

 

Fernsehen drehte interessante Beiträge

 

Während der Show wurden auch interessante TV-Beiträge gedreht und gesendet. Etwa bei SAT 1 und RTL. SAT berichtete in der Sendung 17:30. Zusammen mit Anna Limmer wurden tolle Sequenzen aufgenommen. Die Moderatorin verwandelte sich während der Sendung in eine echte Turnierreiterin im Showoutfit und lernte dann auch direkt etwa den Spin. RTL konzentrierte sich für „Bayern aktuell“ auf Markus Schöpfer. Ein Schelm, wer sich etwa dabei denkt, dass diese Aufnahmen unmittelbar in den Stunden vor der Cutting-Europameisterschaft ausgerechnet auf Needy Times stattfangen: Mit diesem Pferd gewann Markus Schöpfer dann nämlich den Wettbewerb.

 

Seit zehn Jahren kommt Anna Limmer regelmäßig zur Americana, in diesem Jahr reiste sie zum ersten Mal aus Nordrhein-Westfalen an. „Ich komme gerne nach Augsburg, da die Americana immer ein besonderes Flair hat. Zudem ist es eins der wenigen Turniere mit hohen Preisgelder“, so Anna.

 

Bernard Fonck gewinnt zum dritten Mal in Folge die Bronze Trophy

Mit Top Score 229,5 holten sich der Belgier Bernard Fonck und Great Sun Burst (Great Resolve x Docs Sunburst) die NRHA Bronze Trophy Open auf der Americana 2011. Die beiden, die als eine der Topfavoriten galten und schon im Vorlauf zusammen mit Rudi Kronsteiner den besten Score erritten hatten, präsentierten dem jubelnden Publikum eine Pattern 5, wie sie kaum schöner hätte sein können: Hervorragende Speed Control, die besten Spins des 11-köpfigen Finalistenfeldes (links +1 ½!) und drei wunderschöne meterlange Stops. Für Bernard Fonck war es der dritte Bronze Trophy Sieg in Folge auf der Americana. Zudem  sind er und Great Sun Burst (Bes. Manuel Bonzano) ihrem Ziel, dem zweiten World Champion Open Titel in Folge, ein großes Schritt näher gekommen. Knapp $ 8.200 gab es für den Sieg, so dass die beiden jetzt mit über $ 23.300 die Weltrangliste anführen. „ Gewinnen – das ist einfach toll. Und dann bei der Americana. Ich freue mich riesig. Ich möchte die Gelegenheit aber auch nutzen, der Americana ein Kompliment zu machen. Das Showoffice hat perfekte Arbeit geleistet – a really great job.”

Reserve Champion wurde der Kanadier Cody Sapergia auf Fabrizio Bevilacquas Star Spangled Whiz. Der 9-jährige Hengst, der mit dem drittbesten Score aus dem Vorlauf gekommen war, erzielte im Finale mit einem sehr schönen Durchgang eine 224.  Dritter wurde der Amerikaner Mike McEntire auf Hot Smokin Chex. Der 10-jährige Hengst im Besitz des Curtis Hofs brachte es auf eine 223,5. Mike McEntire ritt den Hengst, der NRHA European Affiliate Champion Open war und Fünfter der Weltreiterspiele 2010 auf der Americana zum ersten Mal seit sieben Jahren. Im Finale klappte die Feinabstimmung zwischen den beiden wieder bestens, was sich unter anderem in wunderschöner Speed Control zeigte.

Markus Schöpfer neuer Cutting-Europameister

 

Der Italiener Markus Schöpfer (ITA) holte sich auf Needy Times den Titel des Europameisters im Cutting. Er scorte eine 146. Auch nicht der Vorlaufsbeste Gianluca Munarini mit Spooks Smokin Cat) konnte diesen Score übertreffen. Mit der Wahl seiner Rinder sollte der vierfache European Champion Munarini einfach kein Glück haben. Er kam nicht dazu, das Potential seines Hengstes voll auszuspielen und musste sich mit einer 142,5 zufrieden geben.

 

Tolle Unterhaltung bei den Abendshows

 

Neben den sportlichen Top-Events bot die Freitag-Abendshow auch feinste Unterhaltung. Gleich zu Beginn faszinierte die fünffache Deutsche Hütehund-Meisterin Anne Krüger mit ihren drei Border Collies und Doctor Watson sowie acht indischen Laufenten. Von ihrem elfjährigen Portugiesen aus steuerte sie ihre Hunde genial mit der Pfeife. Als Höhepunkt trennten die Hunde die Enten nach ihrer weißen oder schwarzen Farbe auf. Das funktionierte auch mit Ziegen, die sich sogar unter dem Pferdebauch durchmanövrieren ließen. Sehr viel Beifall gab es auch für die Quadrille des Bayerischen Landgestüts Schwaiganger. Für Pferdekenner fiel vor allem auch ein Pferd aufgrund seiner hervorragenden Gänge auf: Fortino war innerhalb der Quadrille ein Star für sich. Für viel „Tatü Tata“ sorgte ein Showbild mit Freibergern unter dem Sattel und vor der Kutsche. Auch die Freiheitsdressur von Assire Guilleaume war den Eintritt zu jeder Zeit wert. „Strandbesucherin“ Jessica Schmitt und „Jockey“ Ricky Bordignon zeigten Freestyle Reining , das Barrel Race wurde präsentiert und die Gruppe „Excalibur“ zeigte spannende Ritterwettbewerbe.

 

Die Top Cutting und Cowhorse Stars nochmals in der Abendshow

Als besonderes ‚Schmankerl‘ in den beiden Abendshows wurde den Zuschauern die Top 6 der Working Cowhorse in der Fence Work sowie die Top 12 der European Cutting Championship präsentiert.

Martin Schemuth und I Like Yellow Roses vorn in der Fencework

In der Fence Work konnten sich Martin Schemuth und seine Stute I Like Yellow Roses den ersten Platz sichern. „Ich kann es kaum glauben“, strahlte Schemuth hinterher. Er und Gerold Dautzenberg waren die einzigen Non Pros in diesem Feld. „Das war mein schönster Erfolg bisher.“ Platz 2 ging an Philipp Martin Haug mit A Sparkling Sailor, gefolgt von Markus Schöpfer (ITA) auf MH Sweet Boon, Magnus Jan Erik Nilsson (SWE)  mit Smart Camolena, Dr. Achim Götz mit One of A Sign und Gerold Dautzenberg  (AUT) mit Lights R Red.

Gianluca Munarini gewinnt Top 12 Cutting

In der Samstagabendshow der Americana trafen die Top 12 Cutter der Europameisterschaft vor großem Publikum aufeinander. Gleich der erste Starter riss die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hin: Gianluca Munarini zeigte mit dem Quarter Hengst Push To Play (Bes. Impresa Cuoghi) Cutting vom feinsten - 148 lautete der Score, und das sollte den Sieg bedeuten!  Zweiter wurde Uwe Röschmann mit dem amerikanischen Hengst What A Smooth Cat, der sein tolles Vermögen am Rind unter Beweis stellen konnte: 144 vergaben die Richter für den Ritt.  Dritter wurde der amtierende Europameister Non Pro Jürgen Döring mit Kiss My Cat (142,5), dicht gefolgt von  Deni s Pini mit Red Freckles Quixote (142). Den fünften Platz teilten sich Open Europameister Markus Schöpfer mit Needy Times und Melanie Georg mit Prime Time Shorty (140).

 

EWU-Richter schulen sich vor Ort

 

Die Kulisse der Americana wurde übrigens auch durch die EWU-Richterschaft genutzt: Ein Richterseminar zum Thema Working Cowhorse wurde live vor Ort abgehalten und die zahlreichen Prüfungen für das „Lernen am lebenden Objekt“ genutzt.

 

Goldenes Reitabzeichen für Thomas Christ

 

Die EWU nutzte den großen Rahmen der Americana zur Ehrung von Thomas Christ mit dem Goldenen Reitabzeichen. Dieses wird für überdurchschnittliche sportliche Leistungen vergeben. Voraussetzung sind 200 Punkte, die nach einem speziellen Punkteschlüssel in der LK Bislang erhielten 48 Reiter diese Auszeichnung. Die ersten Goldenen Reitabzeichen erhielten 1990 Kay Wienrich und Else Schmitt. Thomas Christ ist seit 1987 Mitglied der EWU. Das Erfolgspferd des bayerischen Trainer A ist CS Elite Skip.

 

Stände Reit- und Zuchtverbände stets umlagert

 

Stets umlagert waren die Infostände der Reit- und Zuchtverbände. EWU, DQHA, PHCG, APHA, NRHA Germany und USA, NCHA, ERCHA, VWB, VFD waren mit teilweise großem Aufgebot anwesend. Die Deutsche Quarter Horse Association (DQHA) stand dabei nicht nur selbst für alle Fragen rund um die Westernpferderassen Nummer 1 zur Verfügung, sondern führte ihren Stand in Kooperation mit der American Quarter Horse Associaton (AQHA), die einen exklusiven Vor-Ort-Service anbot. Schnell und unkompliziert wurden hier alle Formalitäten rund ums Quarter Horse erledigt; eine Mitarbeiterin der AQHA half bei sämtlichen Papierangelegenheiten wie z.B. Transfer Reports, Fohleneintragungen und Breeding Reports – die DQHA half dabei beim Übersetzen. Für neue Mitgliedschaften gab es nicht nur Rabatte, sondern auch schöne und hochwertige Geschenke. So konnte die DQHA rund 40 Neumitglieder werden, und auch die AQHA verzeichnete viele Neuanträge.

 

Yvonne Rützel von der DQHA-Geschäftsstelle zeigte sich hochzufrieden mit dem Messeverlauf. „Wir sind mehr als zufrieden mit der diesjährigen Americana, die definitiv besser als im vergangenen Jahr war. Aufgrund der positiven Erfahrungen von der Equitana hatten wir auch nochmals die AQHA hier vor Ort, was von den Menschen mehr als gut angenommen wurde. Manche Messebesucher waren tatsächlich extra für die Erledigung von Papierkram hierher gekommen oder haben einen zweiten Messetag angehängt, um sich die Korrespondenz mit den USA bzw. den Versand der Papiere sparen zu können.“

 

Besonders lobte die DQHA die Konstanz der Veranstaltung: „Was die Americana im Vergleich zur Equitana für uns als Messeaussteller auszeichnet, ist die Tatsache, das eben an allen Messetagen hier viel los ist. Auf der Equitana beschränkt sich die meiste Arbeit auf den Western-Donnerstag, an dem die Menschen uns die Bude einrennen. Hier hatten wir jeden Tag mehr als genug zu tun.“

 

EWU: Über 70 neue Mitglieder und spezielle Trensen

 

Die EWU (Erste Westernreiter Union Deutschland e.V.) zeigte sich ebenfalls hochzufrieden mit ihrem Messeauftritt. Benachbart zu den anderen Verbandsständen direkt am Forum in Halle Drei gelegen, war der Publikumsverkehr hier zu jeder Zeit enorm hoch. Dabei war die EWU mit einem speziellen Americana-Messeangebot nach Augsburg gereist. „In Kooperation mit Cowboy Headquarters Wolfgang Day haben wir EWU-Trensen entworfen, die auf dieser Americana jedem Neumitglied überreicht wurden“, so Birgit Uthmann von der EWU-Bundesgeschäftsstelle. Diese Idee kam gut an – bis zum Samstag konnten bereits über 70 Neumitglieder verzeichnet werden. „Das ist nach drei Tagen schon mehr als Neumitglieder insgesamt auf einer Equitana, die über eine Woche dauert, beitreten“, freute sich Uthmann. Übrigens: Auch auf der German Open in Kreuth besteht noch einmal die Möglichkeit, als Neumitglied die EWU-Trense als wertvolle Prämie mit nach Hause zu nehmen!

 

Neben der Mitgliederneuwerbung stand am EWU-Stand aber auch die Betreuung altgedienter Mitglieder im Mittelpunkt. So gab es hier die Möglichkeit, für Pferd und/oder Reiter eine kompakte Erfolgsliste erstellen zu lassen – eine Übersicht über die Leistungen, die ein Pferd und/oder Reiter in seiner gesamten Laufbahn bisher erreicht hat. „Auch die Erfolgslisten wurden sehr stark abgefragt, genauso wie Auskünfte zum Thema Ausbildung oder Turniere“, zog Birgit Uthmann ein Zwischenfazit.

 

Und auch NCHA (National Cutting Horse Association of Germany) und NRHA (National Reining Horse Association Germany), waren natürlich auf dieser riesen Show anwesend, wo gerade Cutting und Reining in Augsburg schon traditionell mehr als stark vertreten sind.

Gerda Kneisel kümmerte sich für die NRHA hier insbesondere um Fragen rund um die Reining, Formalitäten rund ums Papier und insbesondere die Futurity, die bereits nächste Woche in Kreuth stattfinden wird. Sie zog genauso ein positives Fazit wie auch Steffen Lautenschläger, der als NCHA-Repräsentant den Stand betreute und viele Menschen über die Disziplin Cutting informieren konnte. „Außerdem haben wir auf dieser Americana 2011 die NCHA Geschäftsstelle neu besetzen können: Wir sind froh, Kerstin Haarmann für uns gewonnen zu haben“, führte Steffen Lautenschläger die neue Besetzung ein.

 

Reining-Mega Clinic stößt auf großes Interesse

 

Auf sehr großes Interesse stieß die erste Reining Mega Clinic bei der Americana. Vor vollen Tribünen gab es Tricks und Tipps von Grischa Ludwig, Rudi Kronsteiner und Mike McEntire. Die drei Stars spielten sich prima gegenseitig die Bälle zu und sorgten für ebenso abwechslungs- wie lehrreiche zwei Stunden. Klar wurde aber, dass es sehr unterschiedliche „Wege nach Rom“, also zum gewünschten Trainingsergebnis gibt. Den größten Beifall des Abends sicherte sich Grischa Ludwig, als er zudem klar betonte, dass nicht alle Pferde in der Lage sind, Reining in Perfektion zu lernen und man darauf Rücksicht nehmen müsse. Wie aber konkrete Fortschritte in der Trainingsarbeit zu erzielen sind, wurde von den drei Profis sehr anschaulich erklärt und auch gleich auf dem Pferd präsentiert.Dabei wurde die Clinic in die einzelnen Reining.Manöver unterteilt. Angefangen bei der Zirkelarbeit über die Stops bis hin zu den Turns als „schwerste Trainingseinheit“ gaben Grischa Ludwig, Rudi Kronsteiner und Mike McEntire sehr umfassend ihr Wissen preis. Der Abend war für die Besucher umso zielführender, weil sie auch ihre Fragen an die Profis richten konnten, die wiederum mit sehr umfangreichen Erklärungen bedient wurden.

 

Forum ist beliebter Anlaufpunkt für Tipps und Tricks

 

Besonders gut bei den Americana Besuchern kam einmal mehr das Americana-Forum an. Dort präsentierten  sich neben der Ersten Westernreiter Union Deutschland (EWU) auch andere Verbände wie der Paint Horse Club Germany (PHCG) , die Vereinigung der Westernreiter Bayerns (VWB), die Bavarian Paint Horse Community, Pony of the Americas sowie die National Barrelrace Horse Association (NBHA).

 

Die Horsemanship Academy (Martin Kreuzer) hielt einen Vortrag zum Thema „Respekt und Vertrauen bei der Jungpferdeausbildung“ , Stefan Ostiadal zeigte lehrreiche Tipps zu seinem Steckenpferd „Starting colts – Jungpferdeausbildung“. Auch Jean Claude Dysli war wieder auf der Americana vertreten, er präsentierte die kalifornische Reitweise der Vaqueros. Seine Tochter Kenzie Dysli von der Hacienda Buena Suerte unterstützte den Vater mit ihrem Vortrag „Vertrauen zwischen Pferd und Mensch“. Das Thema „Artgerechte Pferdeausbildung mit Horsemanship“ behandelte Birger Gieseke. Tommy Posch vom TrainingsTeam LaPalma demonstrierten die Ausbildung des Allround-Pferdes. Bei Bob Armijo aus den USA konnte der Besucher die Kunst des Lassowerfens erlernen. Was einen guten Westernsattel  ausmacht, zeigten den Americana-Besuchern die Sattler der Bavarian Saddlery.

 

Aber auch die Stars der Turnierszene fanden sich hier ein. „Was Sie schon immer über Reining wissen wollten“ zeigte Grischa Ludwig eindrucksvoll, aber auch das Training und die Präsentation der Disziplin Western Riding kam dank Markus Häberlin nicht zu kurz. Lokalmatadorin Carolin Lenz beleuchtete die Disziplin Trail und das korrekte Training dafür näher. Nico Hörmann zeigte, wie man Reining-Hengste showt. Aus den USA extra für die Americana angereist war Mike McEntire, der ebenfalls den Zuschauern das Thema Reining-Training näher brachte. Die Disziplin Cutting und das Showen von Cuttinghorses erläuterte Uwe Röschmann, leider ohne die fest eingeplante Ute Holm, die kurz nach Beginn der Americana ins Krankenhaus musste.

 

Erfolgreiche Hengstpräsentation und Decksprungversteigerung

 

Für Züchter und Zucht-Interessierte war es sicherlich ein echter Augenschmaus: 17 Top-Hengste Europas präsentierten sich bei der Americana in besonderem Rahmen in der Hauptarena dem Publikum. Kaum zu glauben, was sich da für Pferdematerial in Augsburg tummelte. Die perfekte Gelegenheit also für Stutenbesitzer, sich einen Spitzen-Zuchthengst für die Bedeckung ihrer Stute auszusuchen!

 

Decksprungversteigerung mit Auktionator Kay Wienrich

Highseller wird Hot Smokin Chex

 

Nach der Einzelpräsentation der Hengste in der großen Arena folgte im Anschluss die Decksprungversteigerung im Forumsring. Reining-Bundestrainer Kay Wienrich bewies sich als Auktionator, unterstützt durch Anne Schmitt, die ebenfalls moderierte und durch die Veranstaltung führte. Eine große Zuschauertraube versammelte sich um den Auktionsring; darunter viele interessierte Züchter, die mitsteigerten und die Gebote in die Höhe schnellen ließen. Eine Versteigerung ist einfach nichts Alltägliches und schaffte auf dieser Americana eine ganz besondere Atmosphäre.

 

Einzeln wurden die Hengste im Ring vorgeführt, an der Hand oder unter dem Sattel, teilweise sogar mit Nachzucht wie z.B. Lil Peppy Dun It Right, der zwei seiner Söhne mit zum Forum gebracht hatte. Eine Idee, die sehr gut ankam – schließlich sahen die Zuschauer so nicht nur den Hengst live und in Farbe, sondern konnten sich gleichzeitig auch von seinen Vererberqualitäten vor Ort überzeugen.

 

Die Stimmung am Forum war dann auch spannungsgeladen, und Auktionator Wienrich hatte mächtig zu tun. Der Highseller wurde schließlich Hot Smokin Chex, dessen Decksprung für 1.700 Euro versteigert wurde. Das zweithöchste Gebot verbuchte Heza Sure Whiz mit 1.450 Euro, der zum ersten Mal an dieser Hengstpräsentation und Decksprungversteigerung teilnahm.

 

What A Smooth Cat als Top-Hengst aus den USA extra eingeflogen

 

Hochzufrieden zeigte sich auch Uwe Röschmann, der zusammen mit dem Cutting-Hengst What A Smooth Cat extra zur Americana 2011 aus den USA eingeflogen kam. „Wir haben mehrere Decksprünge von ihm verkaufen können, und auch die Versteigerung lief sehr gut. Er ist aber auch einfach ein tolles Pferd – ein super Athlet mit einem Charakter, der nicht besser sein könnte. So etwas gibt es selten.“ Nach der Americana 2011 wird der Hengst übrigens wieder zurück in die USA gebracht und schon eine Woche später seine Rückreise antreten.

 

Diese Hengste waren bei der Americana 2011-Promotion dabei:

Lil Peppy Dun It Right – der Hollywood Dun It-Sohn aus einer Peppy San Badger Stute lief sehr erfolgreich sowohl im Open als auch Non Pro Bereich, was schon viel über seinen guten Charakter aussagt. Er war u.a. European Champion Sr. Reining, Euroflex Maturity Open Res. Champion, World Show Qualifier und Year End Champion der NRHA Germany Non Pro.

Hot Smokin Chex – ein Nu Chex To Cash-Sohn aus einer One Gun-Tochter, der bereits über $ 170.000 LTE hat. Der Congress Futurity Champion und NRHA European Champion Open, der auch DQHA Körsieger 2008 war (Note 8,4), kann bereits erfolgreiche Nachzucht vorweisen, darunter einen Reserve Champion Open der Futurity Quebec.

Mister Dual Spring – der Mister Dual Pep-Sohn aus einer Colonel Freckles Enkelin verhalf Nico Hörmann zum Deutschen Meister Titel Reining. Er holte mehrere Bronze Trophys  Open und Non Pro und war IRCHA Open Cowhorse Futurity Champion. Der Hengst ist im Hengstbuch I der DQHA eingetragen (Note 8,3).

Doctor Zip Nic – der Reminic-Sohn aus einer Gay Bar King-Enkelin gewann unter Nico Hörmann das italienische Derby und den Equitana Reining Cup 2007 gewann. Mittlerweile ist er ein Dream Team mit Sylvia Rzepka geworden. Den beiden ist ganz wesentlich die Mannschafts-Bronzemedaille auf der WM in Manerbio zu verdanken, wo sie den Vorlauf gewannen. 2010 wurde der Hengst Achter im Einzelfinale der Weltreiterspiele in Kentucky.

Coeur D Wright Stuff – der Lenas Wright On-Sohn aus einer Doc Tom Tucker-Stute war  Grischa Ludwigs langjähriger Erfolgshengst. Über $ 140.000 gehen auf das Konto dieses Pferdes, der von 2006 bis 2008 jedes Jahr unter den Top Ten im NRHA World Ranking war. Coeur D Wright Stuff  holte zahlreiche Bronze Trophys, ist gekört mit der Note 8,25 und hat bereits erfolgreiche Nachzucht (u.a. NRHA Futurity Res. Champion Open in Belgien).

Hollywood Yankee Kid – ein Rowdee Yankee-Sohn aus einer Brennas Kid-Tochter, der bereits über $ 70,000 gewonnen hat. Er war u.a. Americana Bronze Trophy Open Res. Champion 2010 – eine von vielen Bronze Trophys, die dieser Hengst holte. Hollywood Yankee Kid hat sein ROM und das NRHA Silver Certificate.

Whizoom – der vielversprechende junge Hengst, der über $ 25.000 LTE hat, vereint das Blut zweier Reining-Legenden in sich: Topsail Whiz und Hollywood Dun It.  Der 6-jährige Whizoom war u.a. NRHA European Futurity Champion Ltd. Open 2009 und Vierter in der Open. Zudem war er Elfter beim Italienischen Derby.

Gunslider – unverkennbar ein Sohn des großen ‚Gunner‘ (Colonels Smking Gun) aus einer Smart Little Lena-Enkelin, der über $ 44.000 gewonnen hat. Gunslider war NRHA Futurity Finalist, 2009 AQHA European Res. Champion Senior Reining und 2010 European Champion in dieser Prüfung.  Zudem gewann er die Lawson Bronze Trophy auf der NRHA Breeders Futurity.

Cruisin In Starstyle – der Smart Starbuck-Sohn aus einer Hollywood Dun It-Tochter war 2008 Rein-O-Mania Reserve Derby Champion Non Pro und Americana Reserve Derby Champion Non Pro. 2010 war er Zehnter beim CS Classic. Unter Grischa Ludwig gewann der Hengst mit der auffallenden Blesse in diesem Jahr die Lawson Bronze Trophy in Bremen.

Boons Royal Legacy – ein Red Roan Hengst von Peptoboonsmal aus einer Doc Bar-Enkelin, der fast $ 32.000 LTE hat. Er war 2007 Open Bridle Champion in Kalifornien, Sechster beim NRCHA Derby Open und Fünfter beim NSHA World’s Richest Stockhorse Competition. Ein spannender Vererber nicht nur für Cow Horse Züchter.

Golden Star of Okie Lena – der erst 4-jährige Nachwuchshengst ist ein Enkel von Docs Okie Quixote aus einer Smart Little Lena-Tochter, geht also auf zwei Hengste zurück, die die Triple Crown im Cutting gewonnen haben. Der Braune ist noch im Training, besticht aber schon jetzt durch Pedigree und seinen coolen Mind.

Heza Sure Whiz – der Hengst, mit dem Tina Künstner-Mantl NRHA Res. World Champion Non Pro wurde, ist der wohl erfolgreichste Topsail Whiz-Sohn in Europa. Er war NRHA Futurity Finalist, Italienischer Int. Non Pro Derby Champion, Americana Non Pro Champion, NRHA European Champion Non Pro und vertrat Österreich mehrfach bei der Europameisterschaft und den Weltreiterspielen.  Sein Sohn SIRI For Sure wurde 2010 Ltd. Non Pro Breeders Futurity Champion.

Holi Gold Zan - der Holidoc-Sohn aus einer Black Gold Zan-Tochter hat sein COA der NCHA USA. Er ist DQHA gekört und war 2003 World Show Qualifier im Open Cutting. Ein Sohn dieses Hengstes, Okleos Holi Gold, war 2010 Dritter auf der Reined Cowhorse Futurity der Americana.

What A Smooth Cat – dieser Enkel des erfolgreichsten Cutting Vererbers der Welt High Brow Cat machte schon als Zweijähriger  auf sich aufmerksam: er brachte $ 225.000 beim NCHA Futurity Sale. Der Red Roan konnte verletzungsbedingt längere Zeit nicht geshowt werden, ist nun aber voll einsatzfähig und wird von Uwe Röschmann auf der Americana vorgestellt. Ein 6-jähriger Nachwuchshengst mit Top Pedigree und beeindruckender Manier am Rind!

Cut A Sugar Pep – der einzige Paint der Americana Stallion Promotion hat große Quarter Horse Hengste im Pedigree wie z.B. Gay Bar King und  Peppy San Badger. Der 4-jährige Nachwuchshengst ist bereits APHA Point Earner und NRHA Money Earner.

Dreams And Prizes – ein 5-jähriger Hengst von Magnum Chic Dream aus einer Colonel Freckles-Stute, der 2009 Breeders Futurity Res. Champion  und  2010 Finalist auf der Austrian Futurity, der European Futurity und der NRHA Breeders Futurity war. 2011 war er Co-Champion beim Italienischen Derby Open(Score 225) und Bronze Trophy Champion.

Oh Whatta Chic – ein 5-jähriger Smart Chic Olena-Sohn aus einer Son Of A Doc-Stute, der sich 2010 bereits für die World Show qualifizierte. Der Nachwuchshengst war 2009 NRHA Delta Classic Futurity Champion und gewann die Junior Reining beim Spring Classic in Kreuth und beim Ride of America.  Er beendete das Jahr 2010 auf Platz 3 der AQHA Weltrangliste Jr. Reining.

 

Neuheiten auf der Messe

Die Messe hatte nicht nur ein großes Angebot, sondern auch zahlreiche Neuigkeiten zu bieten. Der Cowboystiefel-Shop in Halle 7 hatte vier neue Stiefelvarianten im Angebot. Blumig und aufwändig bestickte Mexican Boots waren ebenfalls im Angebot wie Winterstiefel mit Lammfell sowie Thinsulate-Futter, welches die Einstiegswärme hält, welche sowohl für Winter wie auch Sommer geeignet sind. Beim Comancheros-Stand waren neue  Satteltaschen im Angebot sowie Work Chaps , die die Nummer  1 in Amerika sind. Interessant sind die original nachgebauten Chaps von 1920. Day´s Cowboys and Headquarter präsentierten aus der X-trem-Bekleidungsserie Softshelljacken und weitere Multifunktionskleidung. Zudem hat die EWU eine eigene Kopfstückserie  incl. Zügel und Silberbeschlägen heraus gebracht. Außerdem kann man sich dort Showoberteile diverser Hersteller nach eigenen Vorstellungen anfertigen lassen.

 

Auch die Pferdeanhänger-Hersteller kamen mit Neuheiten zur Americana. Neben den üblichen 2er Pferdeanhängern konnten 1,5 er,  3er und 4er Modelle bewundert werden. Neue und größere Sattelkammern waren ebenfalls zu finden wie deutlich geräumigere und somit komfortablere Pferdeanhänger mit aerodynamischeren Hauben. Auch Luxusliner inklusive Pickup-Zugfahrzeug konnten auf der Messe bewundert werden.  Aber nicht nur Pferdeanhängerhersteller waren vor Ort, sondern auch Marken wie VW, John Deer, Ford und Nissan präsentierten praktische Stallhelfer bzw. Zugfahrzeuge für den Westernreiter. Stallbedarf wie neue Koppelzaunsysteme aus unterschiedlichen Holzarten bei Poda und ISW Kraft sowie sparsame Heuraufen bei Sulzberger warenzudem zu finden.

 

Eine neue Bekleidungskollektion wurde auf der Americana präsentiert: das Schweizer Unternehmen „Poco Bueno“ hatte nicht nur Hemden, Polos und Softshelljacken für Groß und Klein im Angebot, sondern auch Lederjacken und Baseball-Cappies. Handgefertigte Holzsteigbügel made in Germany bot Mike Stone Stirrups, ausgefallene Einlegearbeiten bereicherten das Sortiment wie auch Gürtelschnallen und Schmuck aus 935er Silber. Bei Gomeier gab es neben der neuen Sattelserie „West Coast Reiner“ auch eine neue Kollektion Yukka-Flats sowie brandaktuelle Bucas-Decken und Beinschutz in Animal-Print, Blümchenmuster sowie Punkt- und Streifenmuster .

 

Ebenfalls eine neue Sattelserie passend zur Americana herausgebracht hatte Stegmann Saddlery mit dem „Iron Creek“ Modell. Worker Stiefel der Marke Justin Gypsy Boots waren ebenfalls dort zu finden. Eine neue Stiefelkollektion der Marke „Leagures Boots“ – wahlweise aus Rind,- Känguru oder Exotenleder - gab es bei Saddleshop.de, ebenso wie eine riesige Halfterwand und eine große Auswahl an Showblankets. Der wohl teuerste Showsattel der Messe wurde ebenfalls hier präsentiert: mit 15.000 Euro sicherlich nicht der Sattel für jedermann, aber dafür mit jede Menge „Bling-Bling“ in Form von Silberbeschlägen, sowie Straußenledersitz und hochwertigem Leder. Neben jeder Menge Utensilien zur Verschönerung des Pferdes gab es auch für den Reiter einiges zu bestaunen: Hutstände, Modeschmuckanbieter und Gürtelhändler waren ebenfalls auf der Americana. Das Turnierreiterherz schlug bei Kebo höher, dort gab es Slinkys, Chaps und Accessoires mit viel Glitzergarantie. Bei Mountain-Horse kamen nicht nur Wanderreiter auf ihre Kosten, hier wurde funktionelle Outdoorbekleidung für Jedermann  - sportartenübergreifend – passend zur bevorstehenden Wintersaison angeboten. Handgemachte Sättel konnten bei Bavarian Saddlery bewundert werden, ebenso wie bei Christoph Rieser und FR Saddlery.

 

Anti-Rutsch-Hut im Angebot

Die neuste Jeasn-Kollektionen der Marken Cruel Girl, Cowgirl Up und Adiktd - auch in Überlänge - gab es bei Showtack Hackl, ebenso wie einen „Antirutsch-Hut“ mit Alcantara-Band in der Hutkrempe. Bei Breymann gab es ein antibakterielles Reinsman Tunnel-Pad mit Wirbelsäulenfreiheit und guter Durchlüftung. Am Rad drehen konnte man bim Pferdefuttershop.de, dort war ein Glücksrad aufgebaut, welches für ordentlich Prozente im Futtershop sorgte. Die Bekleidungsfirma Nice Horse Tec präsentierte auf der Americana zum ersten Mal ihre atmungsaktive, winddichte und extrem wasserabweisende Wintersoftshelljacke „Stormlock Jacket Woman“ . Massageliegen für Reiter und –decken für Pferde waren bei hhp (home health products) zu sehen. Die Sattlerei Rieser präsentierte auf der Messe ihren neuen Wanderreitsattel im Echsen-Lock mit aufwändigen Conchas. Der Sattel  ist aus Rindsleder hergestellt, welches teilweise eine Krokodilprägung aufweist, ein vierteiliges Packtaschensystem machen den Endurance-Sattel zu einem echten Wanderreiterfreund. Ein Americana-Sondermodell wurde bei der Firma Hi Teck entwickelt, schwarzes Lammfellimitat mit schwarz unterlegten Conchas und schwarz abgesetzten Silberbeschlägen mit Equiflexbaum in bewährter Continentalqualität machen den Sattel zu einem echten Hingucker. Auch Way Out West präsentierte auf der Americana ihren neuen W.O.W. Etienne Hirschfeld Reiner, welcher vorgeblockt ist, ausgedrehte Fender und einen weich gepolsterten Sattelsitz besitz, sowie antique gefinished ist.

 

Wer einmal seinen Sattel überprüfen lassen wollte, konnte sich dazu bei der Firma EQUIscan informieren, die einen Pferderückenvermesser entwickelt haben, über den man sowohl die Passform für neue Sättel herausfinden kann, sowie die aktuelle Passform seines Sattels überprüfen und dokumentieren kann.  Auch für den fahrbaren Sattel war auf der Americana gesorgt. MFD Pferdeequipment stellte neben anderen praktischen Stallhelfern auch Sattel-Caddys vor, die den Stallalltag erleichtern. Neue Stalltechnik von SPM Mai-Ranch-Tec  präsentierte sich zusammen mit dem Curtishof in der Stallion-Avenue in Halle 4. Neben variable einsetzbaren Boxenstangen, Heuraufen und Futtertrögen konnten exklusive Boxenvariationen bewundert werden. Praktische Sattelcaddys, die einhändig zu fahren waren gab es ebenfalls dort zu sehen.

 

Über Reithallen, Boxen, Photovoltaik und Pferdeställe konnte sich der Besucher in Halle 3 bei Hörmann informieren. „Race Rider“  präsentierten eine neue Oberbekleidungskollektion für junge Reiter. Informationen rund um Urlaub in Tschechien unterhalb des Böhmerwaldes fand man ebenfalls auf der Americana.  Bei Deuber & Partner wurde eine neue Art von Westernsattel mit dem Namen „Western Dressage“ vorgestellt, mit variablen Polsterkissen und Ultra-Flex-Baum, der ähnlich wie ein Barocksattel gearbeitet ist. Medizinische Kompressionsbandagen für Pferde gab es von der Firma EquiCrown, die mit Hilfe von antibakteriell wirkendem Silber angelaufenen Pferdebeinen, Gallen sowie Muskelkater den Kampf ansagten.

 

60 bewährte Helfer

 

Eine Großveranstaltung wie die Americana lebt auch von der Einsatzbereitschaft ihrer Helfer. Hier kann das „Mekka des Westernreitens“ seit vielen Jahren auf einen festen Stamm bewährter Kräfte zurückgreifen, die zusammen die „Familie Americana“ bilden.

 

Der Dank geht in diesem Jahr an diese Crew:

 

Horst Geier                                       Sportliche Leitung

Ricky Bordignon                              Kontakt italienische Reiter

Annelise Geier                                  Finanzen Meldestelle

Joachim Bochmann                          Sport Manager

Sandra Quade                                   Sportliche Leitung

Tanja Holderied                                Meldestelle

Corinna Erhard                                 Meldestelle

Sandra Rüggeberger                          Meldestelle

Nick Cornelissens                             NRHA Representive

Nicole Keesen                                  NRHA Meldestelle

Gianluca Errico                                Fahrer

Lutz Reufels                                     Ansage

Boris Kook                                       Ansage

Todd Williamson                              Richter

Christine Auch                                 Richter

Joe Carter                                         Richter

Karen McCuistion                            Richter

Janette Steffl                                    Richter

Susa Sauer                                        Ringsteward, Bit Jugde

Björn Bechtel                                   Ringsteward

Bettina Freischlag                             Ringsteward

Damian Wroczynski                         Ringsteward

Rainer Herrmann                              Doorman

Anna Maria Herrmann                      Doorman

Jürgen Vogel                                    Doorman

Claudia Wirtz                                   Doorman

Sabine Schad                                    Anzeigetafel

Katja Sandfort                                  Anzeigetafel

Achnid Raspe                                   Stallbüro, Rinder

Frank Brüggemann                           Stallbüro, Rinder

Roland Hildensberg                          Rinder

Paul Schickmich                               Technik, Parcours

Diana Burchert                                 Stallbüro, Parcours

Manfred Fuchs                                 Stallbüro, Rinder

Sascha Matz                                     Stallbüro, Parcours

Olaf Winkler                                    Stallbüro, Parcours

Lars Christiansen                              Rinder

Dieter Bürger                                    Abreitekontrolle

Thorsten Küchler                              Abreitekontrolle

Stefanie Quade                                 Ehrenpreise

Marie-Paule Majerus                         Stallion Alley

Anne Schmidt                                   Stallion Alley

Kay Wienrich                                   DQHA Hengstpromotion

Volkhard Hummel                            Forum-Announcer

Christina Hummel                            Internet-Turnierergebnisse, Forum

Claudia Lenz                                    Richter-Betreuung

Harald Betz                                      Trailparcours

Sabine Dick                                      Abendshow, Musik

Christian Schösser                            Schmied

Maurizio DiSimone                          Italien

Detlef Jeschke                                  Kinderland

Anne Wirwahn                                 Presse

Cassandra Mrotzeck                         Presse

Ellen Gorkow                                   Presse

Karin Nachtigall                               Presse

Ramona Billing                                 Presse

Jörg Brückner                                   Presse

Lenhart Nachtigall                            Presse

Christa Kaatz                                    NCHA USA Meldestelle

Gerda Kneisel                                   NRHA Deutschland

 

Überwiegend Quarter Horses

 

Der Trend der Pferderassen auf Shows setzte sich auch auf der Americana fort: Immer mehr dominieren die Quarter Horses. Bei der Americana waren 219 Quarter Horses am Start. Zum Vergleich: Die zweitmeisten Pferde stellten die Rassen Paint Horse und Appaloosa – davon waren im Vergleich aber nur 13 Pferde am Start. Neun „westerngerittene Pferde“ waren die viertgrößte Fraktion, zudem waren 4 Haflinger am Start. Je ein Pferd dieser Rassen war dabei: Vollblut, Criollo, Irish Tinker, Pinto und Pony of America

 

NR 20 NRHA Bronze Trophy Open

 

Fonck und Kronsteiner als Favoriten gehandelt

Zu den Favoriten der Bronze Trophy Open vor der Show zählten sicher Bernard Fonck mit Great Sunburst und Rudi Kronsteiner mit Ima Mega Antares. Rudi Kronsteiner ist derzeit gewinnreichster Reiningreiter Europas, und Bernard Fonck übersprang unmittelbar vor der Americana die $ 800.000 Marke. Beide sind vielfache Futurity und Bronze Trophy Champions. Rudi Kronsteiner war bereits drei Mal NRHA World Champion Open. Mit Great Sunburst führte der Belgier Bernard Fonck mit deutlichem Vorsprung vor der Show in Augsburg die Weltrangliste Open an. Die beiden waren 2010 NRHA World Champion Open und legten es jetzt darauf an, den Titel zu halten. Das gelang bisher nur Bob Anthony mit Mr Mui Twist (1981/1982). „Er hat das Zeug dazu und auch den Mind“, so Bernard zu seinem Hengst. Mit Ricke Cody Pine 023 hatte der Belgier zudem ein zweites Eisen im Feuer um die Bronze Trophy Open.

Rudi Kronsteiner startete mit drei Pferden: Gunslider, Hollywood Yankee Kid und Ima Mega Antares. Mit diesem Hengst war Kronsteiner 2009 FEI Vize-Europameister und holte erst vor wenigen Wochen Einzel-Bronze auf der FEI Europameisterschaft in Wiener Neustadt. Dabei schrammte er nur haarscharf an Gold vorbei – die beiden hatten entschieden den besten Ritt. Eine 3-Punkt-Penalty beim Runterschalten vom ersten schnellen Zirkel kostete ihnen dann den Sieg. Ima Mega Antares hat jedoch dabei sein ungeheures Potential bewiesen, das er auch hier auf der Americana ausspielen wird. Zudem sind Gunslider und Hollywood Yankee Kid zwei Hengste, die bereits sehr erfolgreich waren und nicht zu unterschätzen sind.

Ebenfalls mit dabei im Go Round: das Dream Team Sylvia Rzepka / Doctor Zip Nic. Der Hengst hat mehrere CRIs gewonnen und holte WM-Mannschafts-Bronze in Manerbio. Außerdem war er Equitana Reining Cup Champion und Italienischer Derby Champion.

Im Teilnehmerfeld war noch ein weiterer Italienischer Derby Champion zu finden: Star Spangled Whiz. Der Hengst, der unter Rudi Kronsteiner europäischen Score Rekord erzielte, wird mittlerweile von dem Kanadier Cody Sapergia geritten.

Mit Spannung wurde der Auftritt des Amerikaners Mike McEntire mit Hot Smokin Chex erwartet. Der Trainer aus North Carolina hat über $ 776.000 gewonnen, war NRHA World Champion und hat mehrere Futuritys und Derbys gewonnen, darunter die berühmte Congress Open Futurity. Mit Hot Smokin Chex hat er ein ‚heißes‘ Eisen im Feuer. Der Hengst war u.a. NRHA European Affiliate Champion und kam unter Grischa Ludwig auf Platz 5 im Einzelfinale der Weltreiterspiele 2010.

Doch dies sind nur einige der herausragenden Reiter, die das Zeug zum Americana Bronze Trophy Champion hatten. Weitere waren die zweifachen Deutschen Meister Grischa Ludwig und Nico Hörmann, die beide auch bei der Pressekonferenz der Americana begehrte Ansprechpartner waren, Doug Allen, Rieky Young, Markus Schöpfer, Tina Künstner-Mantl und viele mehr.

 

Im Vorlauf bestätigen sich die Vorhersagen

 

Die mit $ 40.000 added dotierte NRHA Lawson Bronze Trophy zählt traditionell zu den ganz großen Highlights jeder Americana. 19 Pferd-Reiter-Kombinationen kämpften im Vorlauf um den Einzug ins Finale, wofür mindestens ein Score von 215 erforderlich war. Den Sieg trugen schließlich zwei Klasse Reiter davon: Bernard Fonck (BEL) mit Great Sun Burst und Rudi Kronsteiner (AUT) mit Hollywood Yankee Kid. Beide kamen mit einer 222,5 aus der Bahn, obwohl keiner von beiden wirklich aufdrehte. Great Sun Burst, ein 8-jähriger Hengst von Great Resolve (Einstein) aus der Docs Sunburst, ist mit über $ 250.000 Gewinnsumme einer der erfolgreichsten Söhne von Einstein.  Er war 2006 NRHA Open Futurity Finalist, 2007 NRBC Open Derby Finalist und 2006 Scottsdale Classic Open Reining Futurity Reserve Champion. Der Hengst im Besitz von Manuel Bonzano (ITA) war mit Bernard Fonck NRHA World Open Champion 2010 und führt auch jetzt die Open Weltrangliste mit über $ 90.000 Gewinnsumme an. Hollywood Yankee Kid (Rowdee Yankee x Sunshine Yellow Kid), ein Hengst im Besitz von Heike Nixdorf (AUT), hat ebenfalls bereits über $ 70.000 gewonnen. Der 10-jährige Hengst war u.a. NRBC Open Res. Champion, Vierter auf der NRHA European Affiliate Championship und gewann mehrere Bronze Trophys. Auf der Americana 2010 war er NRHA Bronze Trophy Reserve Champion. Der Vorlauf zur Bronze Trophy war die erste gemeinsame Show von Rudi und Hollywood Yankee Kid. „Es ist immer schwierig, wenn Du nicht weißt, was auf Dich zukommt“, kommentierte Rudi Kronsteiner seinen Ritt. „Der Hengst war gut in den Turns und Zirkeln, aber am Run down müssen wir noch arbeiten bis zum Finale.“

 

Kronsteiner hat jedoch noch zwei weitere Eisen im Feuer. Mit Ima Mega Antares erzielte Rudi Kronsteiner eine 220, den zweitbesten Score des Vorlaufs – und das, obwohl er den Wallach nur locker durch die Prüfung steuerte. Da ist noch jede Menge Luft nach oben! Ein absolut feiner Ritt, der wirklich ‚pleasing to watch‘ war, so wie es das NRHA Regelbuch fordert. Ima Mega Antares ist ein 8-jähriger in Italien gezüchteter Wallach im Besitz von Andrea Castrucci, der dieses Pferd auch in der Non Pro reiten wird. Der Wallach war Schweizer Futurity Champion, NRHA Breeders Futurity Finalist sowie vielfacher Bronze Trophy Champion. Mit Rudi Kronsteiner war er 2009 FEI Vize-Europameister in der Einzelwertung und holte erst wenige Wochen vor der Americana Bronze auf der FEI EM 2011. Mit BT Smartest Dude, einem 6-jährigen Hengst im Besitz von Jürgen Maibaum (AUT) ritt Kronsteiner auch noch ein drittes Pferd ins Finale (Platz 10, Score 216).

 

Den vierten Platz im Go round erzielte Cody Sapergia mit Star Spangled Whiz. Der Hengst, der u.a. Italienischer Derby Champion und NRHA World Champion Open war und im Besitz von Fabrizio Bevilacqua ist, scorte eine 219,5 und ließ dabei keinen Zweifel, dass er noch weit mehr kann. Immerhin hält Star Spangled Whiz den europäischen Score-Rekord 236 – nur einen halben Zähler hinter dem Weltrekord.

 

Den fünften Platz teilten sich zwei Reiter mit jeweils einem Score von 217,5: Grischa Ludwig mit Heza Sure Whiz und mit Ruf And Lucky und Mike Mc Entire (USA) mit Hot Smokin Chex. Grischa Ludwig, zweifacher Deutscher Meister und zusammen mit Rudi Kronsteiner bester Europäer der Weltreiterspiele 2010 (Platz 5), hat mit Heza Sure Whiz den NRHA World Res. Champion Non Pro der Österreicherin Tina Künstner-Mantl unter dem Sattel. Auch die Americana hat er 2006 bereits in der Non Pro gewonnen, dazu viele Bronze Trophys. Der Hengst gilt als einer der erfolgreichsten Topsail Whiz-Söhne Europas. „Es war für uns beide der erste gemeinsame Showeinsatz“, so Grischa Ludwig. „Die Besitzerin hatte mir diesen fantastischen Hengst erst letzte Woche für die Americana angeboten, und ich habe ihn gerade drei Mal geritten. Er ist ein ‚Bombenpferd‘. Bis auf ein paar kleine Abstimmungsprobleme beim Run down ist der Vorlauf gut gelaufen, und da ist noch viel Luft.“ Auch mit seinem zweiten Pferd Ruf N Lucky war Grischa sehr zufrieden. „Er ist ein ganz anderer Typ als Heza Sure Whiz, aber ebenfalls ein Wahnsinns-Pferd. Er kann unglaublich stoppen und das auf jedem Boden. Ein Pferd, von dem man noch viel hören wird!“ Ruf And Lucky ist ein 5-jähriger Sohn von Lil Ruf Peppy aus der  Lucky And Flashy, der 2010 unter Michel Sandijk NRHA European Futurity Champion Level 1 und 2 war.  Besitzer des Pferdes ist ‚Jac Attack‘ eine deutsch-österreichische Partnership.

 

Auch für Mike McEntire und Hot Smokin Chex (Bes. Curtis Hof) war es der erste Showeinsatz nach sieben Jahren. Der Amerikaner, der über $ 700.000 gewonnen hat, ritt den Hengst schon als 3-jährigen und freute sich sehr über die Gelegenheit, erstmals auf der Americana starten zu können. „Ich habe so viel über die Americana in den USA gehört. Allein im Finale eines solchen prestigeträchtigen Turniers zu sein, ist eine große Ehre. Hot Smokin Chex fühlte sich sehr gut an. Ich habe noch nicht viel von ihm verlangt, eher abgewartet. Wir werden jetzt fürs Finale noch an den Turns und Stops arbeiten. Der Hengst hat tolle Manöver und einen unglaublichen Mind.“

 

Auf dem achten Platz folgten Roberto Berti (ITA) mit dem NRHA Breeders Derby 2011 Sechsten Gun Smoke Dennis (Bes. Julis Krätschmar) und Rieky Young (NED) mit Brady Chex (Bes. Brady Bunch) – beide mit einer 217. Brady Chex ist ein beeindruckender Palominohengst, mit dem Rieky Reserve Champion der Bronze Trophy in Bremen war und Sechste im Einzelfinale der FEI Europameisterschaft.  Rieky Young hat zudem noch ein zweites Pferd im Finale: den 5-jährigen Hengst Wimpys Little Tejano (Bes. Brady Bunch).

 

Im Finale wurden die Karten neu gemischt, denn die Teilnehmer nahmen die Scores der Vorläufe nicht mit.

 

Finale

Dritter Sieg in Folge: Bernard Fonck und Great Sun Burst siegen überlegen

Cody Sapergia und Star Spangled Whiz werden Reserve Champion

Mit Top Score 229,5 holten sich der Belgier Bernard Fonck und Great Sun Burst (Great Resolve x Docs Sunburst) die NRHA Bronze Trophy Open auf der Americana 2011. Die beiden, die als eine der Topfavoriten galten und schon im Vorlauf zusammen mit Rudi Kronsteiner den besten Score erritten hatten, präsentierten dem jubelnden Publikum eine Pattern 5, wie sie kaum schöner hätte sein können: Hervorragende Speed Control, die besten Spins des 11-köpfigen Finalistenfeldes (links +1 ½!) und drei wunderschöne meterlange Stops. Wären da nicht zwei Stolperer auf den Zirkeln gewesen, der Score wäre womöglich noch höher ausgefallen. Für Bernard Fonck war es der dritte Bronze Trophy Sieg in Folge auf der Americana. Zudem  sind er und Great Sun Burst (Bes. Manuel Bonzano) ihrem Ziel, dem zweiten World Champion Open Titel in Folge, ein großes Schritt näher gekommen. Knapp $ 8.200 gab es für den Sieg, so dass die beiden jetzt mit über $ 23.300 die Weltrangliste anführen.

„Great Sun Burst ist ein großartiges und unglaubliches Pferd“, so Bernard Fonck. „Er gibt immer alles. Ich habe jetzt dreimal in Folge die Americana gewonnen (2008 mit BA Reckless Chick, 2010 mit Sail On Top Whizard) – unglaublich. Letztes Jahr war es sehr schwierig für mich (4. Platz mit diesem Pferd), weil ich kurz vor der Americana mit Great Sun Burst noch in Österreich geshowt hatte. Dieses Jahr habe ich ihn extra für die Americana geschont und ihm mehr Pause gegeben. Das hat sich bezahlt gemacht. Ich habe jetzt beste Chancen, auch mit ihm die World Championship zu gewinnen. Ob ich das Preisgeld des 100.000-Dollar-Shootouts im November in Oklahoma dafür brauche, weiß ich jetzt nicht. Aber ich möchte ihn eigentlich gerne in den USA showen. Ich werde ihn auf jeden Fall so fit halten, dass er auch dort gute Chancen haben wird.“

Und dann fügte er hinzu: „ Gewinnen – das ist einfach toll. Und dann bei der Americana. Ich freue mich riesig. Great Sun Burst hatte sich auch heute Nacht beim Vorbereiten schon sehr gut angefühlt. Ich möchte die Gelegenheit aber auch nutzen, der Americana ein Kompliment zu machen. Das Showoffice hat perfekte Arbeit geleistet – a really great job.”

Reserve Champion wurde der Kanadier Cody Sapergia auf Fabrizio Bevilacquas Star Spangled Whiz. Der 9-jährige Hengst, der mit dem drittbesten Score aus dem Vorlauf gekommen war, erzielte im Finale mit einem sehr schönen Durchgang eine 224.  Dritter wurde der Amerikaner Mike McEntire auf Hot Smokin Chex. Der 10-jährige Hengst im Besitz des Curtis Hofs brachte es auf eine 223,5. Mike McEntire ritt den Hengst, der NRHA European Affiliate Champion Open war und Fünfter der Weltreiterspiele 2010 auf der Americana zum ersten Mal seit sieben Jahren. Im Finale klappte die Feinabstimmung zwischen den beiden wieder bestens, was sich unter anderem in wunderschöner Speed Control zeigte.

Mit dem vierten Platz musste sich der Österreicher Rudi Kronsteiner mit Hollywood Yankee Kid zufrieden geben. Der 10-jährige Palominohengst im Besitz von Heike Nixdorf hatte zusammen mit Bernard Fonck und Great Sunburst den besten Score im Vorlauf. Als letzter Starter setzte Kronsteiner mit dem Hengst, den er im Finale erst zum zweiten Mal showte, alles auf eine Karte. Der Ritt war geprägt von sehr guter Arbeit auf den Zirkeln und feinen Spins, aber deutlichen Unstimmigkeiten zwischen Pferd und Reiter auf den Run Downs – hier war klar, dass die beiden noch nicht aufeinander eingespielt waren. So blieb es bei einer 223.

Fünfter wurde Publikumsliebling Grischa Ludwig auf Heza Sure Whiz. Der 11-jährige bildhübsche Hengst war Grischa erst eine Woche vor der Americana von der Besitzerin Tina Künstner-Mantl zur Verfügung gestellt worden. Auch im Finale war noch deutlich zu sehen, dass sich die beiden noch nicht ganz einig waren. So blieb es trotz einem feinen Ritt bei einer 221,5.

Den sechsten Platz teilten sich drei Starter: Rudi Kronsteiner mit BT Smartest Dude (Bes. Jürgen Maibaum) und mit Ima Mega Antares (Bes. Andrea Castrucci) sowie Rieky Young (NED) mit Brady Chex (Bes. Brady Bunch) – alle mit einer 219,5. Auch auf dem neunten Platz gab es einen Tie zwischen Roberto Berti mit Julia Krätschmars Gun Smoke Dennis und Rieky Young mit Wimpys Little Tejano (Bes. Brady Bunch). Elfter wurde nochmals Grischa Ludwig mit Ruf And Lucky, der eine 208,5 erhielt, nachdem er beim zweiten Turn zunächst nach drei Spins stoppte, um dann nach kurzem Zögern schnell noch einen Spin nachzudrehen.

NR 21 NRHA Bronze Trophy Non-Pro

 

Andrea Castrucci und Chic N Roost entscheiden Vorlauf für sich

15 hochkarätige Pferd-Reiter-Kombinationen traten im Vorlauf der NRHA Bronze Trophy Non Pro gegeneinander an. Die neun besten schafften es ins Finale, wobei sich Chic N Roost ein weiteres Mal als unschlagbar erwies. Der 9-jährige Hengst, der unter Rudi Kronsteiner NRHA World Champion Open war, und sein Besitzer Andrea Castrucci (ITA), der 2009 selbst NRHA World Champion Non Pro war,  scorten eine 215,5, wobei sie insbesondere bei den Spins und beim ersten und dritten Stop Pluspunkte sammelten. Zudem konnte Castrucci auch noch sein zweites Pferd ins Finale reiten: Ima Mega Antares (Platz 4 mit einer 209). Der 8-jährige Wallach ist mit Rudi Kronsteiner auch im Open Finale, wo er im Vorlauf den zweitbesten Score erzielte (220).

Auf Platz 2 kamen die Österreicherin Tina Künstner-Mantl und ihr Erfolgshengst Heza Sure Whiz. Die beiden, die u.a.  NRHA Res. World Champion Non Pro waren, scorten eine 213,5. Auf dem dritten Platz folgten Brigitte Inndorf mit ihrem 6-jährigen Hengst USS N Dun It. Mit diesem Pferd holte die Jesteburgerin den NRHA Breeders Derby Non Pro Champion Titel 2011. Ihr Score hier auf der Americana: 210,5.

Heike Strambach und ihr Hot Spicy Whiz scorten eine 207,5, was den fünften Platz bedeutete, gefolgt von Manfred Erdeljan und Sprattins Sunrise  auf Platz 6 (204,5). Den siebten Platz teilten sich Nina Bauer auf Cromed Bones und Sabrina Adam auf Oak Day Enterprise (beide 204). Der Österreicher Markus Dünser und Taris Jessie James kamen auf Platz 9 (202). Die beiden liegen derzeit auf Platz 3 der NRHA Non Pro Weltrangliste.

Pech hatte Claudio Risso mit seinem Spat A Blue. Der Italiener, der mit dem Hengst die Non Pro Weltrangliste anführt, galt im Vorfeld als einer der heißen Favoriten. Im Vorlauf waren sich Pferd und Reiter jedoch offensichtlich nicht ganz einig. Claudio musste schließlich mit der zweiten Hand eingreifen. Das bedeutete 0 Score und damit das Aus fürs Finale.

 

NR 22 NRHA Bronze Trophy Limited Open

 

Bronze Trophy geht an Alessandro Roasio auf West Coast Oakie

Die NRHA Bronze Trophy Limited Open holte sich der 21-jährige Italiener Alessandro Roasio mit dem 5-jährigen American Quarter Horse Wallach West Coast Oakie (West Coast Whiz x Oakendokie). Die beiden konnten insbesondere auf den Zirkeln und bei den Stops Pluspunkte sammeln und beendeten die Prüfung mit einer 216,5.  Alessandro Roasio  machte bislang vor allem in Reined Cow Horse auf sich aufmerksam. Er war  2008 Ercha Spring Stakes Non Pro Champion und 2009 Ercha Futurity Limited Non Pro Champion.

Reserve Champion wurde mit einer 213,5 Torsten Gärtner auf dem 7-jährigen Hengst Cruisin In Starstyle (Bes. Sebastian Kuffler-Hagen). Mit diesem Hengst gewann Grischa Ludwig die renommierte NRHA Lawson Bronze Trophy auf dem Stadthallenturnier in Bremen 2011. Der auffallende schwarze Hengst brillierte in Augsburg mit seinen Spins und vor allem dem letzten Stop, sammelte aber auf dem rechten Zirkel insgesamt zwei Strafpunkte.

Platz 3 ging an Philipp Martin Haug mit A Sparkling Sailor (Bes. Björn Vogel, 209,5) vor dem Österreicher Thomas Posch mit Miriam Grabowskis Snip Poco King. (208,5). Auf Platz 5 bis 10 folgten  Anja Vogelsgesang mit ihrem Lethal Surprise, Ricky Bordignon (ITA) mit Conquistadors Pearl (Bes. Marzia Gnutti), Christoph Seiler (SUI) mit SS Smart Decision (Bes. Kätho Gefeller), Bruna Balduzzi (ITA) mit ihrem Paint Hengst Especial Diamond, Stefan Stuje mit Lil Magnum (Bes. Trude Meisinger) und Sabrina Adam mit Oak Day Enterprise.

 

NR 23 NRHA Bronze Trophy Intermediate Open

 

Israele Guy Zemah siegt auf A Sparkling Rondevous

Die Intermediate Open Bronze Trophy auf der Americana ging an Guy Zemah (ISR) und den 7-jährigen American Quarter Horse Hengst A Sparklin Rondevous. Der Hengst im Besitz von Dr. Franz Grosshauser scorte eine 218,5. Es war nicht der erste Erfolg der Beiden. Im Mai wurden sie Bronze Trophy Res. Champion auf der Bayerischen Meisterschaft in Kreuth.

 

Reseve Champion wurde mit einer 217 Roberto Berti mit Gun Smoke Dennis (Bes. Julia Krätschmar). Da die Klasse class in class mit dem Open Go round durchgeführt wurde, war Berti gleichzeitig auch im Open Finale. Platz 3 ging mit einer 213,5 an Whizoom, einen 6-jährigen Hengst im Besitz von Jennifer Nixdorf, unter Lucas Brucek (CZE).

 

Vierter wurde Doug Allen (GBR) mit Jacs Little Sunrise (Bes. Francesca Sternberg) – der Score 212. Alessandro Roasio (ITA) und West Coast Oakie kamen auf den fünften Platz (211,5), gefolgt von Ricky Bordignon (ITA) mit Conquistadors Pearl (211), Friedemann Burkhardt mit Dream Bout Chic (209,5), Stefan Stuke mit Lil Magnum (Bes. Trude Meisinger, 208,5), Anja Vogelsgesang mit Lethal Surprise (207) und Thomas Posch (AUT) mit Snip Poco King (Bes. Miriam Grabowski, 203,5).

 

NR 24 NRHA Limited Non-Pro

 

Limited Non Pro Bronze Trophy geht an Sandra Wagner-Mannes mit Gunnersaurus Rex

 

Mit einer 211 setzten sich Sandra Wagner-Mannes und der 9-jährige Hengst Gunnersaurus Rex in der Limited Non Pro Bronze Trophy in einem 18-köpfigen Starterfeld an die Spitze. Der unverkennbare Gunner-Sohn war letztes Jahr Bronze Trophy Finalist und kann eine Vielzahl von Erfolgen vorweisen, darunter auch den PHCG European Champion Titel 2009 in der Reining. Reserve Champion wurde Annika Proell mit den 10-jährigen Wallach Frost N Pep – der Score 207,5. Platz 3 ging an Luke Phillamore (GBR) mit Tinsel Rey (206,5). Vierter wurde Manfred Erdeljan auf Sprattins Sunrise vor Nina Bauer auf Cromed Bones, Antony Iren auf A Blend Of Genius, Marlene Wimmer-Saupe auf Top Elite Jac, Alfred Rinderknecht-Rath auf FR Smart O Lena und Sandra Häberlin auf ML Sailynn Dioak.

 

NR 25 NRHA Non Pro Intermediate

 

Martin Mannes und Hesa Smoking Wimpy setzen sich durch

Die Intermediate Non Pro Bronze Trophy ging an Martin Mannes und Hesa Smoking Wimpy. Der 5-jährige Hengst von Wimpys Little Step, der u.a. NRHA Breeders Futurity Finalist war, scorte eine 210 und verwies damit seine 12 Konkurrenten auf die Plätze. Den Reserve Champion Titel teilten sich drei Reiter: die Schweizerin Sandra Haeberlin mit ihrer 14-jährigen Stute ML Sailynn Dioak, Sandra Wagner-Mannes mit dem 9-jährigen Painthengst Gunnersaurus Rex und Manfred Erdeljan mit der 7-jährigen Stute Sprattins Sunrise – der Score jeweils 204,5. Auch auf dem fünften Platz gab es einen Tie zwischen Nina Bauer auf Cromed Bones und Sabrina Adam auf Oak Day Enterprise (beide 204).

 

NR 11 Senior Reining Open

 

Rudi Kronsteiner mit drei Pferden auf den ersten Plätzen im Americana Maturity Vorlauf

Unter 17 Startern im Vorlauf der NRHA Reining Maturity 5 years and older schafften es die besten zehn ins Finale, das am Sonntag die letzte Prüfung der Americana 2011 sein wird. Dem Österreicher Rudi Kronsteiner gelang dabei das Kunststück, drei Pferde auf Platz 1 bis 3 des Go rounds zu reiten. Mit Heike Nixdorfs Gunslider scorte er eine 222,5 und führt damit den Vorlauf an. Auf dem zweiten Platz lag Chic N Roost, der Hengst im Besitz von Andrea Castrucci, mit dem Rudi 2007 NRHA World Champion Open wurde. Der Score: 217. Den 6-jährigen Hengst Whizoom ritt Kronsteiner mit einer 215,5 auf den dritten Platz. Das Pferd ist im Besitz von Jennifer Nixdorf.

Vierter wurde Grischa Ludwig mit Cowboy Del Cielo, einem 6-jährigen Hengst im Besitz von Mohamed Cheban. Die beide scorten eine 213,5. Auf dem fünften Platz folgten Torsten Gärtner und Cruisin In Starstyle (Bes. Sebastian Kuffler Hagen) mit einer 213, gefolgt von Nico Hörmann mit seinem EM-Pferd Smart Spookster (Bes. Spookster Syndikat, 212,5) auf Platz 6 und dem Österreicher Thomas Posch auf Snip Poco King (Bes. Miriam Grabowski, 209) auf Platz 7. Den achten Platz teilten sich Ricky Bordignon (ITA) mit Marzia Gnuttis Conquistadors Pearl, Anja Vogelsgesang mit ihrem Lethal Surprise und Markus Schöpfer mit Remedy The Roan (Bes. Dominique Reynaud) – der Score: 205,5.

Finale

Doppelsieg für Rudi Kronsteiner

 

Das Finale der Maturity wurde traditionell zum Abschluss der Americana ausgetragen. Es gewann Rudi Kronsteiner gleichauf mit Whizoom sowie dem Co-Champion. Gunslide. Der Österrreicher scorte  jeweils eine 218. Der dritte Rang ging an Grischa Ludwig auf Cowboy Del Cielo (213,5) vor Ricky Bordignon auf Conquistadors Pearl (213), Anja Vogelsgesang auf Lethal Surprise (208,5) sowie Markus Schöpfer auf Remedy The Roan, Thomas Posch auf Snip Poco King, Torsten Gärtner auf Cruisin In Starstyle und Rudi Kronsteiner auf Chic N Roost.

 

NR 12 Maturity Non-Pro

Sieg für Andrea Castrucci und Ima Mega Antares

Mit einer 214,5 entschied NRHA Non Pro World Champion Andrea Castrucci (ITA) mit seinem Ima Mega Antares souverän die NRHA Maturity Non Pro für sich. Der 8-jährige Wallach aus der Zucht von Karin Prevedel, der mit Rudi Kronsteiner gerade erst Einzel-Bronze auf der FEI Europameisterschaft in Wiener Neustadt und hier auf der Americana den sechsten Platz in der Bronze Trophy Open holte, beeindruckte als erster Starter in der Maturity wieder durch seine Klasse Spins und Stops und setzte damit die Messlatte, die keiner seiner 16 Konkurrenten mehr erreichen sollte.

 

Auf dem zweiten Platz gab es einen Tie zwischen Martin Mannes  Hesa Smokin Wimpy und Brigitte Inndorf mit ihrem NRHA Breeders Derby Non Pro Champion USS N Dun It - beide erzielten eine 211,5. Vierte wurde mit nur einem halben Zähler Abstand Sandra Wagner-Mannes mit Gunnersaurus Rex, gefolgt von der Österreicherin Hanna Hefel und Smart Like My Daddy (210). Den sechsten Platz errang Clemens Hefel mit RS Knockandolena (205) vor Sandra Haeberlin (SUI) mit ML Sailynn Dioak (204,5) und Marlene Wimmer mit Top Elite Jac (203,5)

 

NR 30 NRHA Freestyle Reining Open

 

Ricky Bordignon begeistert als Jockey im Rennsattel

 

Das war wieder ein buntes Bild in der Americana-Arena! Zu Recht seit Jahren ein Publikumsmagnet, war auch in diesem Jahr die Tribüne wieder gut gefüllt – und das an einem Donnerstagvormittag! Und es gab auch wieder einmal tolle, phantasievolle Kostüme und bunte Vorführungen zu sehen.

 

Kaum jemand anderer steht seit Jahren für die Americana Freestyle Reining wie der Italiener Ricky Bordignon. Sein Name ist mit dieser Prüfung einfach verbunden – und das seit jeher hoch erfolgreich. Aus dem vergangenen Jahr ging er als Titelverteidiger in diese Disziplin, 2008 war er Reserve Champion, 2006 Champion…

 

Und auch in diesem Jahr enttäuschte er die Zuschauer nicht. Sein treuer vierbeiniger Begleiter ist dabei sein zwölfjähriger Quarter Horse-Hengst The Little Fighter, ein Palomino wie er im Buche steht, und der diesmal als Rennpferd auftrat! Ricky Bordignon im Rennsattel als Jockey obenauf – in rot-lila Stallfarben und der großen Nummer Vier auf dem Schabracke. Wenn Ricky Bordignon auftritt, rockt die Halle – auch bei dieser Nummer, die er zu dem Rocksong Highway to Hell performte. Ganze 216,5 Punkte gab es für diese Vorführung!

 

Viele weitere phantasievolle Kostüme und bunte Bilder

 

Und auch für die Darbietung, die schließlich Platz Zwei bedeutete, spendeten die Zuschauer viel Applaus: Dies war Anja Vogelsgesang, die die Quarter Horse-Stute Lethal Surprise zu dem 80er-Song „Singing in the rain“ ritt. Im langen gelben Regenmantel, mit passender Mütze und Gamaschen galoppierte sie im Seemansoutfit durch die Arena. Der Höhepunkt: Die Spins mit der gefüllten Gießkanne in der Reiterhand – ein sanfter Regen zog sich dabei hinter der Bewegung her und ergab einfach ein klasse Bild. Der Score für diesen Ritt: 208

 

Der dritte Rang ging an Bernd Bühler und den fünfjährigen Criollo-Hengst Engano Caraguata (207,5). Die beiden traten mit Verstärkung in der Arena auf und zeigten eine Szene aus dem Leben der mexikanischen Gauchos. Zwei Cowboys, die gemeinsam darum wetteifern, der beste Reiter zu sein und mit ihren Pferden zu Höchstleistungen auflaufen. Die Vorführung endete mit einem schönen Abschlussbild, das gleichzeitig auch Showeinlage war: Ein sitzendes Pferd, dessen Reiter sich vor dem besseren Gaucho verneigt. Die Zuschauer belohnten es mit viel Applaus!

 

Es folgte auf Rang Vier Artur Gorecki (POL) mit A Lot Of Rima, der sich als Pirat im stilsicheren Outfit präsentierte und mit 207 Punkten nur knapp den dritten Platz verpasste. Und auch den Fünftplatzierten trennte nur ein halber Punkt vom Vorgänger. Dies war der ebenfalls aus Polen angereiste Marek Misiek mit seinem Western gerittenen Pferd Ferdek den dunklen Lord spielte und mit einem riesigen schwarzen und flatternden Umhang zwischen lila aufsteigenden Rauchsäulen in die Arena ritt.

 

Die Fußballweltmeisterschaft thematisierte Jürgen Malo, der mit DD Sliding In Texas einen riesigen Fußball durch die Arena bewegte und im Deutschland-Fan-Outfit klar Partei bezog. Ein Score von 199,5 bedeutete den fünften Rang.

 

Blieb noch Anna Lagodzinska (POL), die als Schornsteinfegerin ganz in schwarz und mit Zylinder auf dem Kopf trotzdem nicht das wichtige Quäntchen Glück hatte, denn sie kam leider mit einem Null-Score aus der Arena.

 

NR 31 NRHA Freestyle Reining Non Pro

 

Tereza Trestikova gewinnt als Biene Maja

 

In der Freestyle Reining Non Pro ging der Titel nach Tschechien: Tereza Trestikova ritt auf AP Royal Bar, der jedem großen und kleinen Zuschauer sofort ins Ohr ging. Die Biene Maja war in die Arena der Americana eingeflogen! Im gelb-schwarzen Kostüm, mit Flügeln und Fühlern ausgestattet, und auch das Pferd in schwarz-gelb dekoriert, zeigte sie eine saubere Vorstellung. Witzig: Der Biene Maja-Soundtrack lief nicht nur auf deutsch, sondern auch auf tschechisch während ihres Rittes. Die Darbietung war den Richtern 206 Punkte wert.

 

Auf Platz Zwei setzte sich mit ganzen sechs Punkten Abstand Susanne Korzer, die sich auf Hollywood Poco Bruce im langen roten Umhang präsentierte. Ihr folgte in der Platzierung Alfred Rinderknecht-Rath mit FR Smart Olena, die zum Angeln in die Arena kamen - stilecht im grünen Froschanzug, gelber Regenjacke und neben der Angel auch mit Bierkasten bewaffnet.

NR 50 Reining Futurity Open 3year old

 

Weiterer Sieg für Bernard Fonck – jetzt auf Ricochet O Lena

 

Das ist die Americana von Bernard Fonck. Auch die Futurity Open 3year old ging an ihn. In dieser Prüfung sicherte er sich auf Ricochet O Lena den Sieg. Und das mit einer Score von 222,5 sehr deutlich. Zweiter wurde Vern Sapergia auf A Magnum Pistol, der auf eine 214 kam. Den dritten Rang sicherte sich Rudi Kronsteiner auf Dunits Cayman vor Christoph Seiler auf Ready Lil Steady sowie Martina Wolf auf Spook On Diamond.

 

NR 51 Reining Futurity Open 4year old

 

Bernard Fonck auf Gallo Step ganz vorne

Mit einer 223,5 ritt Bernard Fonck (BEL) den 4-jährigen American Quarter Horse Hengst Gallo Step (Gallo Del Cielo x Miss Dude Step) zum Americana Futurity Champion Titel 2011. $ 2045 und einen sehr schönen Trophy Sattel gab es für den Top-Ritt der beiden. Als dritter Starter konnte Gallo Step in jedem Manöver Pluspunkte sammeln und ließ damit alle zehn Konkurrenten hinter sich. Unter seinem Besitzer Manuel Bonzano war dieser Hengst, der von George R. Bell gezüchtet wurde, bereits Vierter auf der NRHA European Futurity Non Pro 2011 geworden.

Gleich zwei Pferde ritt Grischa Ludwig zum Reserve Champion Titel (beide mit einer 221,5): Pine Footworks Cash, ein Footworks Finest-Sohn im Besitz von Melanie Schneider, mit dem Grischa eine Woche vor der Americana beim Austrian Derby Res. Champion in der Intermediate Open war, und Shine My Gun, einen Gunner-Sohn aus einer Shining Spark-Tochter im Besitz von Stephanie Madaus. $ 1.414 Preisgeld gab es für jedes der beiden Pferde.

Zudem konnte der zweifache Deutsche Meister und WEG-Fünfte 2010 auch noch Reds Rocking Girl mit einer 215 auf Platz 4 reiten, eine Reds Gonna Rein-Tochter im Besitz von Jochen Eith, mit der er die NRHA Int. Open Breeders Futurity 2010 gewann. Den fünften Platz  teilten sich Hollys Electricspark unter Rudi Kronsteiner und Sail A Spook unter Doug Allen ( beide 212).

NR 53 Reining Futurity Non Pro 4year old

 

Brite Antony Iren ist vorne

 

Nur zwei Reiter blieben in der Reining Futurity Non Pro 4year old in der Wertung. Es gewann der Brite Antony Iren auf A Blend Of Genius. Der zweite Rang ging an Dorothee Martin auf BMS Smart Friscote.

 

AC 80 NCHA Masters Cutting Open

 

Denis Pini gewinnt auf Red Freckles

24 hochkarätige Pferde und Reiter traten im Masters Cutting Open an. Die ersten fünf Plätze blieben fest in italienischer Hand, wobei der geringste Score der Top 5 bei 142 lag. Den Sieg trug Denis Pini mit Red Freckles Quixote davon. Der 6-jährige American Quarter Horse Wallach von Freckles Storm aus der Quixonita Redskin, der im Besitz von Davide Tresoldi ist, zeigte brilliante Arbeit am Rind. 147 vergaben die Richter für den Klasseritt. Zudem konnte Pini mit Fletchs Hot Shot (Bes. Matteo Baiguera) auch noch den dritten Platz erreiten (143). Zweiter wurde Gianluca Munarini auf Spooks Smokin Cat, einem 5-jährigen Hengst im Besitz von Impresa Agricola Cuoghi. Der High Brow Cat-Sohn, der bereits über $ 16.000 gewonnen hat, scorte eine 144. Platz 4 ging an Markus Schöpfer auf Little Nitro Sally (Bes. Simone Porporato). Die 4-jährige brachte es auf eine 142,5 und war damit beste Stute dieser Prüfung. Fünfter wurde Andrea Santini mit dem 14-jährigen Hengst Tassa Aristocrat.

 

AC 81 NCHA Masters Cutting Non-Pro

 

Diana Jisova siegt auf Meradas Talkin

 

In der Non Pro des Masters Cutting setzte sich Diana Jisova (CZE) auf der 6-jährigen Stute Meradas Talkin Money mit einer 146 unschlagbar an die Spitze des 10-köpfigen Starterfeldes. Die beiden waren bereits 2010 Zweite in der Limited 10.000 auf der Int. Deutschen Cutting-Meisterschaft geworden. Meradas Talkin Money ist im Besitz von Jisa Jiri. Auf dem zweiten Platz gab es einen Tie zwischen Jürgen Döring auf seinen 6-jährigen Wallach Smooth Cats Style und Melanie Georg auf dem 14-jährigen Wallach Primetime Shorty – beide erzielten eine 141.

 

RC 90 ERCHA Reined Cow Horse Futurity Open

 

Markus Schöpfer setzt gleich eine erste Marke

 

16 Starter in der Open Cowhorse Futurity, 11 Teilnehmer in der Limited Open – und das bei einem illustren Starterfeld mit vielen bekannten Gesichtern aus den vergangenen Americana-Jahren. Für die ERCHA (European Reined Cowhorse Association) ist die Americana die Hauptshow des Jahres – so sind die Top-Reiter hier Jahr für Jahr am Start!

 

Open Futurity und Limited Open Futurity bestehen jeweils aus Vorlauf und Finale – jeweils in allen drei Prüfungsbestandteilen Herd Work (Cutting), Reined Work (Reining) und Cow Work (Cowhorse) – Pferde und Reiter werden also gefordert, die Karten können noch bis zur letzten Prüfung neu gemischt werden!

 

Einen ersten Akzent setzt mit dem klaren Sieg des ersten Vorlaufs in der Open Futurity, der Herd Work, Markus Schöpfer (ITA). Der seit Jahren schon auf der Americana in der absoluten Cowhorse-Spitze reitende Südtiroler, der hier schon diverse Champion-Titel errungen hat und in dieser Prüfung im vergangenen Jahr den zweiten und dritten Platz holte, ritt die vierjährige Quarter Horse-Stute Shinetta Please zu einer doppelten 71 und erhielt so einen Gesamtscore von 142.

 

Das bedeutete für ihn vorerst drei Punkte Abstand zu den derzeit Zweitplatzierten: Dies ist zum einen Jörg Pasternak, der den ebenfalls vierjährigen Wallach Dirty Harry JP gesattelt hat. Zum anderen legte der Italiener Samuele Poli ebenfalls eine 139 vor; er stellt die vierjährige Stute Starlit Flame vor.

 

Gleich mit zwei Pferden belegte der ebenfalls langjährig auf der Americana stets hocherfolgreiche Philipp Martin Haug die Plätze Vier und Fünf des Vorlaufs und hält sich damit für die weitere Show alles offen: Er sattelte seinen Wallach Mecoms Flame genauso wie den Hengst Just Colonics Art, der damit der bislang beste Dreijährige ist. Der Score für die beiden Pferde: 138 und 136.

 

Ebenfalls eine 136 erhielt auch Jürgen Malo, der DD Sliding Texas vorstellt. Platz Sieben in diesem Vorlauf geht an Patrick Sattler mit Tivios Prize (132), vor den zwei Achtplatzierten: Gerold Dautzenberg aus Österreich, der auf I Whiz A Shiney Chic mit diesem Run die Non Pro und Limited Non Pro Futurity anführt, und in der Open aber gleichauf liegt mit dem Schweizer Reiter Tillo Dulla auf Smart O Fillynic (130).

 

Und auch der Rang Zehn wird vorerst zweimal vergeben: Giacomo Poli (ITA) auf Ima Snoop Olena arbeitet die Kühe genauso wie Christoph Seiler (CH) und Ready Little Steady zu 128 Zählern. Damit liegen Sie noch vor Maik Bartmann auf Smartest Dirty Harry (127).

 

Tillo Dulla hat noch ein weiteres Pferd im Rennen: Auf AMR Emmas Renegade bekam er für seine Performance einen Score von 125, genauso wie Christoph Seiler mit Tuf Little Chex.

 

Es schließen sich außerdem noch einmal an Christoph Seiler, diesmal mit Steadys Little Lea und Philipp Martin Haug, der mit Turn That Thing ein weiteres Pferd in der Show hat.

 

Führungswechsel nach der Reined Work

 

Es gab eine neue Führung nach der Reined Work: Jörg Pasternak ritt zu einem sehr guten Score von 145 auf dem vierjährigen Quarter Horse-Wallach Dirty Harry JP – sein Pferd zeigte tiefe Stops und schnelle, saubere Spins wie kein anderes. Das machte einen Zwischenstand von 284 Punkten – und den vorläufigen ersten Rang!

 

Ihm folgt auf dem zweiten Rang mit insgesamt 281 Punkten Markus Schöpfer auf Shinetta Please, der nach einer 139 in dieser Reined Work – das war nur der siebte Rang in dieser Teilprüfung – sicher alles daran setzen wird, um die Führung wieder zu übernehmen.

 

Dicht an der Spitze bleibt auch Samuele Poli mit Starlit Flame, der in diesem Reining-Teil plussen konnte und mit einem Score von 141,5 nun auf 280,5 Zähler kam. Rang Vier und Fünf blieben vorerst in der Hand von Philipp Martin Haug. Der in der Herd Work etwas schwächere Just Colonic Art zeigte in dieser Reined Work seine Stärken und konnte eine 142,5 für sich verbuchen – das war der zweitbeste Ritt in dieser Teilprüfung, der dieses Pferd auf Rang Vier mit 278,5 Punkte vorschob. Mit Mecoms Way kam Haug jedoch nur auf einen Reining-Score von 135 und einen Gesamtscore von 273,5.

 

Der Amateur Gerold Dautzenberg behauptete sich nach der Reined Work auf Rang Sechs und konnte sich damit verbessern. Sein Score: 140,5 – das bedeutet insgesamt 270,5 Punkte.

 

Durch eine sehr gute Reining-Aufgabe – die Richter vergaben einen Score von 142 für seinen Ritt und sahen ihn damit hier an dritter Stelle – kletterte schließlich Christoph Seiler mit Ready Little Steady einige Ränge nach oben und lag nun auf Platz Sieben (Gesamtscore 270). Doch auf dieser Leistung konnte er sich noch nicht ausruhen: Die Konkurrenten folgten nun auf den Fersen. Giacomo Poli zeigte mit Ima Snoop Olena ebenfalls eine gute Reining und erhielt einen Score von 141, der zu insgesamt 269,5 Punkten führte. Und wieder nur einen halben Zähler Abstand in der Gesamtwertung hinterher liegt Patrick Sattler, der mit Tivios Prize eine 137 für die Reined Work kassierte.

 

Maik Bartmann liegt mit Smartest Dirty Harry nach einer 137,5 nun auf Platz Zehn (Gesamtscore 264,5), vor Christoph Seiler mit seinem zweiten Pferd Steadys Little Lea (136,5/ Gesamt 256,5). Turn That Thing, vorgestellt von Philipp Martin Haug arbeitete sich auf Rang 12 vor (133,5 / Gesamt 253,5).

 

Die weiteren Starter sammelten kräftig Minuspunkte in der Reined Work und mussten sich nun in die hinteren Ränge einreihen. Dies sind in dieser Reihenfolge Tillo Dulla mit Smart O Fillynic, Christoph Seiler auf Tuf Little Chex, Jürgen Malo und DD Sliding In Texas sowie nochmals Tillo Dulla, diesmal auf AMR Emmas Renegade.

 

Zwischenstand nach Herd Work und Reined Work:

 

Platz    Pferd                          Reiter                                     Herd Work     Reined Work Ges.

1. Dirty Harry JP                     Jörg Pasternak                                     139                  145                  284

2. Shinetta Please                    Markus Schöpfer                    142                  139                  281

3. Starlit Flame                                    Samuele Poli                           139                  141,5               280,5

4. Just Colonic Art                  Philipp Martin Haug                136                  142,5               278,5

5. Mecoms Way                      Philipp Martin Haug                138                  135                  273

6. I Whiz A Shiney Chic         Gerold Dautzenberg                130                  140,5               270,5

7. Ready Little Steady             Christoph Seiler                                              128                  142                  270

8. Ima Snoop Olena                Giacomo Poli                          128                  141,5               269,5

9. Tivios Prize                         Patrick Sattler                          132                  137                  269

10. Smartest Dirty Harry         Maik Bartmann                                   127                  137,5               264,5

11. Steadys Little Lea             Christoph Seiler                                  120                  136,5               256,5

12. Turn That Thing                Philipp Martin Haug                120                  133,5               253,5

13. Smart O Fillynic                Tillo Dulla                               130                  120                  250

14. Tuf Little Chex                 Christoph Seiler                                  125                  120                  245

15. DD Sliding In Texas         Jürgen Malo                            136                  0                      136

16. AMR Emmas Renegade    Tillo Dulla                               125                  0                      125

 

Schlusspunkt im Vorlauf

 

Die Cow Work der Open-Klasse war wie immer mehr als spannend – hier tut sich doch stets noch einiges in der Gesamtwertung – abhängig auch ein Stück weit vom Losglück bzw. der zugeteilten Rinder, die Pferd und Reiter arbeiten müssen.

 

Markus Schöpfer sicherte sich mit einem Score von 142 für seine Cow Work den ersten Rang des Vorlaufs. Seine vierjährige Quarter Horse-Stute Shinetta Please stammt ab von dem Hengst Chic Please sowie mütterlicherseits von Smart Shinetta.

 

Doch mit dem Gesamtscore von 423 Punkten blieb Markus Schöpfer nicht allein an der Spitze: DER Ritt des Tages brachte Philipp Martin Haug ebenfalls den Finaleinzug an vorderster Front ein. Die Cow Work ist und bleibt einfach seine Paradedisziplin, und diesmal lieferte er mit Mecoms Way eine Traumprüfung ab. Einfach nur eine Freude zum Zuschauen! Perfekte Arbeit am Rind wurde demonstriert, und da griffen die Richter mächtig in die Tasche: Ein Score von 150 katapultierte Mecoms Way vom fünften auf den ersten Rang hinauf.

 

Und mit dieser Top-Leistung nicht genug: Noch zwei weitere Pferde ritt Philipp Martin Haug in die Top Ten des Vorlaufs und damit ins Finale. Zum Einen Just Colonic Art, der nach Herd Work und Reined Work noch das beste der drei Pferde von Haug war, lag nach der Cow Work nun auf Rang Fünf (Cow Work Score 137, Gesamt 415,5) – ebenfalls ein sicherer Finaleinzug.

Der vorher noch auf Platz 12 rangierende Turn That Thing konnte sich durch eine gute Cow Work dafür verbessern und rutschte mit einem Score von 140 bzw. 393,5 in der Gesamtwertung nun in die Finalistenränge auf Platz Acht.

 

Dirty Harry JP und Jörg Pasternak, die mit ihrer Leistung den Limited Open Futurity Champion-Titel bereits mit nach Hause nehmen konnten, mischten neben Schöpfer und Haug ebenfalls ganz oben mit – nur zwei Punkte Abstand in der Gesamtwertung bedeutete Platz 3 nach Beendigung des Vorlaufs.

 

Rang Vier des Vorlaufs für Starlit Flame und Samuele Poli, die mit einer Bewertung von 137 in der Cow Work auf insgesamt 417,5 Punkte kamen.

 

Weiterhin im Finale ist auch Patrick Sattler, der Tivios Prize zu einer 131 in der Cow Work und mit einer Gesamtwertung von 400 Zählern eine runde Punktlandung machte, vor Ready Little Steady, der von Christoph Seiler geritten wurde – etwas Pech in der Cow Work für ihn, 129 Punkte kamen auf sein Konto dazu, das schließlich einen Stand von 399 Zählern anzeigte.

 

Ima Snoop Olena wird der einzige Appaloosa im Finale der Open Futurity sein: Mit Giacomo Poli liegt er bei insgesamt 392,5 Punkten, noch vor Gerold Dautzenberg, der I Whiz A Shiney Chic ebenfalls noch ins Finale ritt, auch wenn er durch Pech in der Cow Work auf den zehnten Rang abrutschte.

 

Aber: Im Finale werden die Karten wieder neu gemischt – alles ist möglich!

 

Der Endstand des Vorlaufs im Überblick:

 

Platz    Pferd                          Reiter                         Herd               Reined            Cow    Ges.

1. Shinetta Please                    Markus Schöpfer        142                  139                  142      423

1. Mecoms Way                      Philipp Martin Haug    138                  135                  150      423

3. Dirty Harry JP                     Jörg Pasternak                         139                  145                  137      421

4. Starlit Flame                        Samuele Poli                           139                  141,5               137      417,5

5. Just Colonic Art                  Philipp Martin Haug    136                  142,5               137      415,5

6. Tivios Prize                         Patrick Sattler              132                  137                  131      400

7. Ready Little Steady             Christoph Seiler                                  128                  142                  129      399

8. Turn That Thing                  Philipp Martin Haug    120                  133,5               140      393,5

9. Ima Snoop Olena                Giacomo Poli              128                  141,5               123      392,5

10. I Whiz A Shiney Chic       Gerold Dautzenberg    130                  140,5               120      390,5

 

Finale

 

Dirty Harry JP und Jörg Pasternak legen vor

 

Es war eine klare Sache in dieser ersten Prüfung des Finales um den Futurity-Titel der ERCHA European Reined Cow Horses Open 3&year old: Dirty Harry JP und Jörg Pasternak waren es, die die Cutting-Aufgabe mit einem Score von 144 am besten meisterten und damit einen super Start im Rennen um Platz Eins hinlegten! Dabei hatten die beiden bereits einige Tage zuvor schon ihre Klasse bewiesen, als sie zum Futurity Champion in der Limited Open-Wertung gekürt worden sind. Ein richtig guter Auftakt lässt also die Hoffnung auf einen weiteren Titel tzu!

 

Aber: Alles ist offen… in der Reined Work, aber vor allem in der Cow Work, die im Rahmen der samstäglichen Abendshow ausgetragen wird.

 

Denn der in dieser Herd Work zweitplatzierte Markus Schöpfer wird sicherlich ebenfalls den Titelkampf weiter aufnehmen – er ist bisher der überragende Cowhorse-Reiter dieser Americana 2011 und konnte schon mehrere Siege hier einfahren. Sein Eisen im Feuer heißt in dieser Prüfung Shinetta Please, mit der er auch als Favorit aus dem Vorlauf in diesem Finale antritt. Shinetta Please zeigte dann auch eine überdurchschnittliche Leistung an der Kuhherde und kam so auf 142,5 Punkte.

 

Auf Rang Drei gab es vorerst einen Tie – und das auch noch für zweimal denselben Reiter. Philipp Martin Haug, der mit drei Pferden in diesem Finale vertreten ist, showte Mecoms Way genauso wie Just Colonic Art zu 141 Zählern.

 

Weiter ging es insofern mit Rang Fünf nach der Herd Work, die Ima Snoop Olena unter Giacomo Poli (ITA) für sich beanspruchte (Score: 136) und damit einen besseren Einstieg in das Finale als in den Vorlauf fand. Ganze drei Punkte trennten dieses Paar noch von den drei sechstplatzierten:

 

Nochmals Philipp Martin Haug, diesmal mit seinem dritten Pferd Turn That Thing, sowie auch Ready Little Steady unter Christoph Seiler und Tivios Prize mit Patrick Sattler – alle kamen auf eine 133.

 

Hinten anstellen im weiteren Kampf um Titel und Ehren müssen sich vorerst Starlit Flame mit Samuele Poli im Sattel (132) und der Non Pro-Sieger I Whiz A Shiney Chic unter Gerold Dautzenberg – diese beiden hatten leider Pech in der Cow Work und kamen nur auf eine 129.

 

Das ist die Reihenfolge nach der Herd Work:

 

Score

Pferd                                  Reiter                                     Herd Work

1. Dirty Harry JP                     Jörg Pasternak                                    144

2. Shinetta Please                    Markus Schöpfer                    142,5

3. Mecoms Way                      Philipp Martin Haug                141

3. Just Colonic Art                  Philipp Martin Haug                141

5. Ima Snoop Olena                Giacomo Poli (ITA)                136

6. Ready Little Steady             Christoph Seiler (CH)             133

6. Tivios Prize                                     Patrick Sattler                          133

6. Turn That Thing                  Philipp Martin Haug                133

9. Starlit Flame                                    Samuele Poli (ITA)                 132

10. I Whiz A Shiney Chic       Gerdold Dautzenberg (AUT)  129

 

Reined Work: Knapper Wechsel an der Spitze zugunsten Philipp Martin Haug

In der Reined Work zeigte Philipp Martin Haug, welche Reserven noch in seinem Pferd stecken. Mit Just Colonic Art zeigte er die mit Abstand bester Vorführung in dieser Disziplin, für die er 144,5 Punkte von den Richtern bekam – das bedeutete die Übernahme der Gesamtführung mit einem Score von 285,5.

 

In der Reining ganze vier Zähler hinter Haug musste sich der bislang führende Jörg Pasternak mit Dirty Harry JP einreihen – der Score von 140,5 für seinen Ritt reichte dann nicht für die Behauptung des ersten Platzes. Ein Punkt Unterschied trennen die beiden Favoriten nun also – das wird nochmal spannend in der Cow Work, alles ist möglich!

 

Rang Drei blieb weiterhin in den Händen von Philipp Martin Haug, diesmal mit Mecoms Way, der in dieser Reined Work jedoch deutlich nachließ gegenüber der Herd Work (134,5). Insgesamt lagen diese beiden nun ganze neun Punkte hinter dem zweiten Platz.

 

Markus Schöpfer hatte im Sattel von Shinetta Please in dieser Reining gleich beim Start Pech und sammelte drei Penalties pro Richter, was ihn hier nicht über eine 132 hinauskommen ließ. Er war nun insgesamt auf Rang Vier mit 274,5 Gesamtscore.

 

Verbessern konnte sich mit der Reined Work dagegen der nun in der Gesamtwertung auf fünfter Stelle liegende Italiener Samuele Poli, der Readys Little Steady vorstellte und auf 139 Punkte bzw. einen Gesamtscore von 271 kam, noch vor Turn That Thing mit Philipp Martin Haug im Sattel (136/269).

 

Ready Little Steady und Christoph Seiler ließen im Gesamtklassement mit der Reined Work etwas nach und rutschten auf den siebten Rang mit einem Score von 134,5, was insgesamt 267,5 Punkte bedeutete.

Und auch Tivios Prize unter Patrick Sattler brachte die Reining kein Glück, denn dieses Paar kam hier nur auf eine 131 – das heißt 264 Zähler in der Gesamtplatzierung.

 

Auf Platz Neun gab es schließlich einen Tie – zum einen galopperten auf insgesamt 262 Punkte Ima Snoop Olena und Giacomo Poli, die einen Reining-Score von 126 verbuchen mussten und dadurch vier ganze Plätze verloren. Zum anderen war es I Whiz A Shiney Chic mit Gerold Dautzenberg, der zu insgesamt 262 Punkte kam. Seinen Hengst ritt er nur locker durch die Prüfung durch, nachdem sich dieser in der Herd Work einen Muskel gezerrt hatte und daher „außer Konkurrenz lief“, wie Gerold Dautzenberg berichtete. Ob das Pferd in der abendlichen Cow Work starten kann, ist bislang noch offen. Was für Sorgen und Ärger für Gerold Dautzenberg, der zu Beginn der Americana seinen Spitzenhengst Smokeelan bereits wieder nach Hause fahren musste, weil dieser sich in der Box festgelegen hatte und lahm geworden war.

 

Das ist die Reihenfolge nach der Herd Work:

Score

Pferd                                  Reiter                                     Herd   Reined Composit

1. Just Colonic Art                  Philipp Martin Haug                141      144,5               285,5

2. Dirty Harry JP                     Jörg Pasternak                                     144      140,5               284,5

3. Mecoms Way                      Philipp Martin Haug                141      134,5               275,5

4. Shinetta Please                    Markus Schöpfer                    142,5   132                  274,5

5. Starlit Flame                                    Samuele Poli (ITA)                 132      139                  271

6. Turn That Thing                  Philipp Martin Haug                133      136                  269

7. Ready Little Steady             Christoph Seiler (CH)             133      134,5               267,5

8. Tivios Prize                                     Patrick Sattler                          133      131                  264

9. Ima Snoop Olena                Giacomo Poli (ITA)                136      126                  262

9. I Whiz A Shiney Chic         Gerdold Dautzenberg (AUT)  129      133                  262

 

Dirty Harry und Jörg Pasternak nach großartiger Cow Work Open Futurity Champion

Es war wirklich ein absolute spannendes Finale der ERCHA European Reined Cow Horse Futurity Open, das im Rahmen der Abendshow am Samstag mit der Cow Work beschlossen wurde. Die Atmosphäre im Scheinwerferlicht der großen Atmosphäre, vor gefüllten Zuschauerrängen, zog den Spannungsbogen lang.

 

Auf zwei Reitern lag dabei das besondere Augenmerk, die nach der Herd Work und Reined Work mit großem Abstand an der Spitze des Finalistenfeldes lagen. Und es sollte sich schließlich auch zeigen, dass der Titel unter diesen beiden Top-Reitern vergeben werden sollte. Doch in der Cow Work ist einfach alles möglich!

 

Die mit Abstand beste Cow Work des Abends, die das gespannt Publikum zu Beifallsstürmen hinreißen lies, entschied schließlich auch den Wettbewerb. Eine Working Cowhorse par excellence zeigte Dirty Harry JP, gezogen und im Besitz von Hans Pasternak, geritten von Jörg Pasternak. Jörg Pasternak ist vielen Westernreitern noch aus dem Cutting-Sport bekannt, hier ritt er z.B. Annies Blue Boy oder GM Freckles zu vielen Erfolgen.

 

Mit Dirty Harry JP hatte Pasternak bereits über diese gesamte Veranstaltung hinweg auch im Vorlauf schon ihr Können gezeigt. Das Talent des vierjährigen Quarter Horse-Wallachs, der von dem Hengst Smartest Magician abstammt, aus der Linas Little Fury-Tochter Peppy Smart Lina, war schon in der Herd Work und Reined Work deutlich geworden, und gipfelte nun in der Cow Work.

 

Ein Score von 150 vergaben die Richter für den Ritt, was den Gesamtscore auf 434,5 Punkte hochschnellen ließ, der bei weitem nicht mehr einzuholen sein sollte – auch nicht von Philipp Martin Haug, der mit Just Colonic Art den nach der Reined Work noch mit einem Punkt hauchdünn führte. Der 3-jährige Wallach, der von dem bereits verstorbenen Hengst Linas Little Fury und aus der Just A Winninic abstammt, hatte in der Fencework jedoch mit einem schwierigen Rind zu kämpfen. Die beiden kamen mit einer 139 aus der Bahn, was insgesamt eine 424,5 bedeutete für dieses Pferd-Reiter-Paar, das damit den absolut verdienten Reserve Futurity Champion-Titel mit nach Hause nehmen konnte. Ebenfalls eine herausragende Leistung!

 

Haug, der gerade zwei Wochen vor der Americana seinen sechsten AQHA Europameistertitel  errungen hatte, ritt darüber hinaus auch noch den vierjährigen Wallach Mecoms Way mit Platz Drei auf das Siegertreppchen. Die beiden hatten eine 275,5 mitgebracht und errangen in der Fencework mit einer klasse Leistung den zweitbesten Score 146, was insgesamt eine 421,5 bedeutete. Der vierte Platz ging an Markus Schöpfer mit Shinetta Please (416,5), dem auch eine überdurchschnittlich gute Cow Work (142) nicht mehr helfen konnte, den Rückstand aus Reined Work aufzuholen, um sich noch in die Medaillenränge zu setzen.

 

Samuele Poli lieferte mit Starlit Flame die drittbeste Cow Work des Abends (144), so dass sich der Gesamtscore für diese beiden auf 415 Zähler hochsetzte – dennoch auch im Endclassement weiterhin Rang Fünf für dieses Pferd-Reiter Paar, gefolgt von Tivios Prize und Patrick Sattler, die sich mit einer ebenfalls guten Cow Work (140) von Rang Acht auf Rang Sechs hocharbeiten konnten (404).

 

Philipp Martin Haug setzte sich mit seinem dritten Pferd Turn That Thing nur knapp dahinter (403), noch vor Christoph Seiler mit Ready Lil Steady (397,5) und Giacomo Poli mit Ima Snoop Olena (397). Pech für Gerold Dautzenberg, dessen Befürchtungen im Vorfeld sich bestätigt hatten: Wegen einer Verletzung musste er sein Pferd aus dem Wettkampf nehmen, so dass sein Punktekonto am Ende auf dem Ergebnis aus der Reined Work stehen blieb: 262.

 

 

Endergebnis

 

Score

Pferd                                  Reiter                         Herd   Reined Cow    Composit

1. Dirty Harry JP                     Jörg Pasternak                         144      140,5               150      434,5

2. Just Colonic Art                  Philipp Martin Haug    141      144,5               139      424,5

3. Mecoms Way                      Philipp Martin Haug    141      134,5               146      421,5

4. Shinetta Please                    Markus Schöpfer        142,5   132                  142      416,5

5. Starlit Flame                                    Samuele Poli (ITA)     132      139                  144      415

6. Tivios Prize                                     Patrick Sattler              133      131                  140      404

7. Turn That Thing                  Philipp Martin Haug    133      136                  134      403

8. Ready Little Steady             Christoph Seiler (CH)  133      134,5               130      397,5

9. Ima Snoop Olena                Giacomo Poli (ITA)    136      126                  135      397

10. I Whiz A Shiney Chic       Gerdold Dautzenberg 129      133                  //          262

 

RC 91 ERCHA European Reined Cow Horse Futurity Limited Open

 

Jörg Pasternak geht nach vorne

 

Die Limited Open Reined Cowhorse Futurity hat nach der ersten Herd Work einen klaren Favoriten: Jörg Pasternak auf Dirty Harry JP liegt hier mit dem Score von 139 klar vor dem derzeit zweitplatzierten Jürgen Malo auf DD Sliding In Texas, der 136 Punkte für sich verbuchte. Ebenfalls großer Abstand zum folgenden Dritten des allerersten Prüfungslaufs: Patrick Sattler erritt mit Tivios Prize eine 132.

 

Die weitere Platzierung des Herd Work-Vorlaufs entspricht durch die Class-in-Class-Läufe der Reihenfolge der Open-Ergebnisse: Gerold Dautzenberg auf I Whiz A Shiney Chic ritt genauso auf eine 130 wie auch Tillo Dulla (CH) mit Smart O Fillynic. Damit setzten sie sich vor die beiden Zehntplatzierten Giacomo Poli (ITA) und Ima Snoop Olena, die genauso wie Christoph Seiler (CH) mit Ready Little Steady auf 128 Punkte ritten.

 

Die Doppelplatzierungen setzten sich weiter fort: Maik Bartmann auf Smartest Dirty Harry teilt sich Rang Zwölf mit René Wicki (CH) und Ima Tips Chic Olena (127), der übrigens einer von insgesamt drei Appaloosas im diesjährigen Feld der ERCHA Futurities ist.

 

Es folgten noch Tillo Dulla, der diesmal AMR Emmas Renegade unter dem Sattel hatte, gleichauf mit Christoph Seiler und seinem Zweitpferd Tuf Little Chex (125). Seilers Drittpferd brachte es auf 120 Punkte, genauso wie Philipp Martin Haug auf Turn That Thing.

 

Vorsprung weiter ausgebaut

 

13,5 Punkte zum derzeit Zweitplatzierten – das ist ein Vorsprung, der erstmal wieder eingeholt werden. Jörg Pasternak zeigte mit Dirty Harry JP eine super Reining, die mit einem Score von 145 belohnt wurde. Ein Gesamtscore von 284 brachte ihn damit locker in Führung.

 

Ihm folgt derzeit Gerold Dautzenberg mit einem Gesamtscore nach der Reining von 270,5 Punkten. I Whiz A Shiney Chic slidete verbuchte in dieser Teilprüfung 140,5 Punkte für sein Konto.

Mächtig Konkurrenz macht ihm in dieser Limited Open jedoch Christoph Seiler mit Ready Little Steady, der eine noch bessere Reined Work zeigte (Score 142) und damit nur einen halben Zähler in der Gesamtwertung hinter Dautzenberg liegt.

 

Und so dicht geht es in der Gesamtwertung weiter:

Giacomo Poli und Ima Snoop Olena zeigten ebenfalls eine überdurschnittliche Reining und arbeiten sich mit einem Score von 141,5 auf Rang Vier hoch – insgesamt 269,5 Punkte nun für diese beiden! Patrick Sattler mit Tivios Prize ist ebenfalls noch sehr gut im Rennen: mit 269 Punkte liegen sie an fünfter Stelle.

 

Da ist das Polster auf den sechsten Rang nun schon etwas dicker: Maik Bartmann konnte mit Smartest Dirty Harry den Patzer aus der Herd Work nicht komplett wieder gutmachen und kommt nun mit einem Reining-Score von 137,5 auf insgesamt 264,5 Punkte.

 

Die weiteren Platzierungen nach der Herd Work: Christoph Seiler, diesmal mit Steadys Little Lea (Gesamt 256,5) derzeit auf Rang Sieben, Tillo Dulla auf Smart O Fillynic (250) sowie nochmals Christoph Seiler, der Tuf Little Chex als drittes Pferd unter dem Sattel hatte.

 

Jürgen Malo kam leider mit einem 0-Score aus der Reining-Arena, was ihn auf seinem 136er Score aus der Herd Work sitzen ließ. Genauso erging es Tillo Dulla mit AMR Emmas Renegade, der sich damit weiterhin ganz hinten ins Teilnehmerfeld einreiht.

Der Zwischenstand nach Herd Work und Reined Work auf einen Blick:

 

Platz    Pferd                          Reiter                                     Herd Work     Reined Work Ges.

1. Dirty Harry JP                     Jörg Pasternak                                     139                  145                  284

2. I Whiz A Shiney Chic         Gerold Dautzenberg                130                  140,5               270,5

3. Ready Little Steady             Christoph Seiler                                              128                  142                  270

4. Ima Snoop Olena                Giacomo Poli                          128                  141,5               269,5

5. Tivios Prize                         Patrick Sattler                          132                  137                  269

6. Smartest Dirty Harry           Maik Bartmann                                               127                  137,5               264,5

7. Steadys Little Lea               Christoph Seiler                                  120                  136,5               256,5

8. Smart O Fillynic                  Tillo Dulla                              130                  120                  250

9. Tuf Little Chex                   Christoph Seiler                                  125                  120                  245

10. DD Sliding In Texas         Jürgen Malo                            136                  0                      136

11. AMR Emmas Renegade    Tillo Dulla                              125                  0                      125

 

Finale

Dirty Harry JP wird neuer Limited Open Futurity Champion

 

Der absolut unangefochtene Futurity-Sieger der ERCHA Reined Cowhorse Limited Open wurde schließlich Dirty Harry JP, vorgestellt von Jörg Pasternak! Der vierjährige Quarter Horse-Wallach, gezogen und im Besitz von Hans Pasternak, überzeugte auch in der Cow Work. Zusätzliche 137 Punkte aus dieser Teilprüfung brachten sein Konto auf einen Gesamtscore von 421 – das ließ die Konkurrenz geradezu erblassen. Der chestnut-farbene Wallach mit der auffällig großen Schnippe im Gesicht stammt ab von dem Hengst Smartest Magician. Seine Mutter ist die Linas Little Fury-Tochter Peppy Smart Lina.

 

Ganze 21 Punkte war der Abstand zum ERCHA Reined Cowhorse Limited Open Futurity Reserve Champion groß. Diesen Titel trägt nun der vierjährige Quarter Horse-Hengst Tivios Prize, den Patrick Sattler unter dem Sattel hatte. Er bekam für seine Cow Work einen Score von 131 von den Richtern zugesprochen, also 400 Gesamtpunkte für ihn.

Patrick Sattler hatte bereits vor einem Jahr mit Sen Me Chex ein Pferd in dieser Prüfung auf dem vierten Rang gut platziert – diesmal ist ihm also noch der Sprung aufs Treppchen geglückt.

 

Dichtauf folgte Christoph Seiler, der mit insgesamt drei Pferden in dieser Prüfung vertreten war. Sein auf dem dritten Rang bestplatziertes Pferd war schließlich Ready Luttle Steady, für dessen Vorstellung an der Kuh 129 Punkte zu einem Gesamtscore von 399 Punkten führte.

 

Rang Vier im Endclassement belegte Ima Snoop Olena, der vierjährige Appaloosa-Hengst, den Giacomo Poli durch die Prüfungen steuerte. 123 für die Cow Work und darauf folgend nun ein Gesamtergebnis von 392,5 Punkte für dieses Pferd!

 

Der von Gerold Dautzenberg vorgestellte Hengst I Whiz A Shiney Chic verlor nach einer guten Reined Work in dieser Cow Work wieder einige Punkte durch Pech mit dem Rind. Trotzdem schaffte dieses Paar 120 Punkte in der Teilprüfung und kam so auf ein Endergebnis von 390,5 Zählern.

 

Eine sehr schöne Arbeit am Rind zeigte Tuf Little Chex unter Christoph Seiler, die auch prompt mit einer 140 von den Richtern für ihre Leistung belohnt wurden. Das zog den Punktestand nochmal richtig an – das bedeutete ein Gesamtscore von 385 und damit Rang Sechs.

 

Nur einen halben Punkt dahinter reihten sich Smartest Dirty Harry und Maik Bartmann ein. Auch sie hatten Probleme mit dem Rind und kamen in dieser Cow Work nur auf 120 Punkte – insgesamt also ein Endergebnis von 384,5.

 

Überhaupt werden sich sicherlich einige Reiter über ihr Glück – bzw. Pech – bei der Rinderauswahl geärgert haben; wie immer war die Rinderarbeit in vielen Fällen entscheidend und die Rinder teilweise gar nicht einfach. Rang Acht ging schließlich an Smart O Fillynic unter Tillo Dulla. 379 Punkte sammelte dieses Paar insgesamt. Ihm folgte Christoph Seiler mit Pferd Nr. Drei, Steadys Little Lea, das auf insgesamt 376,5 Punkte kam und damit Platz Neun in diesem Teilnehmerfeld belegte.

 

Die Ränge Zehn und Elf gingen an diejenigen Teilnehmer, die in der Reined Work einen Null-Score verzeichnen mussten – dieser Verlust ist einfach nicht mehr abzufangen. Insgesamt 264 bzw. 245 Punkte gab es für DD Sliding In Texas unter Jürgen Malo bzw. AMR Emmas Renegade und Tillo Dulla.

 

Der Endstand im Überblick:

 

Platz    Pferd                          Reiter                         Herd               Reined            Cow    Ges.

1. Dirty Harry JP                     Jörg Pasternak                         139                  145                  137      421

2. Tivios Prize                         Patrick Sattler              132                  137                  131      400

3. Ready Little Steady             Christoph Seiler                                  128                  142                  129      399

4. Ima Snoop Olena                Giacomo Poli              128                  141,5               123      392,5

5. I Whiz A Shiney Chic         Gerold Dautzenberg    130                  140,5               120      390,5

6. Tuf Little Chex                   Christoph Seiler                      125                  120                  140      385

7. Smartest Dirty Harry           Maik Bartmann                                   127                  137,5               120      384,5

8. Smart O Fillynic                  Tillo Dulla                   130                  120                  129      379

9. Steadys Little Lea               Christoph Seiler                      120                  136,5               120      376,5

10. DD Sliding In Texas         Jürgen Malo                136                  0                      128      264

11. AMR Emmas Renegade    Tillo Dulla                   125                  0                      120      245

 

RC 92/ RC 93 ERCHA Reined Cow Horse Futurity Non Pro und Limited Non Pro

 

Nur zwei Starter in der European Reined Cow Horse Futurity Non Pro bzw. Limited Non Pro – diese beiden mussten also die drei Prüfungsbestandteile Herd Work (Cutting), Reined Work (Reining) und Cow Work (Cowhorse) unter sich austragen.

 

Die zwei teilnehmenden Pferd-Reiter-Kombinationen Gerold Dautenberg auf I Whiz A Shiney Chic und René Wicki mit Ima Tips Olena hatten beide sowohl für die Non Pro als auch für die Limited Non Pro genannt – hier galten also jeweils die gleichen Ergebnisse.

 

Den Anfang machte wie immer die Herd Work, die Class in Class mit den Open-Reitern ausgetragen wurde. Hier zeichnete sich ein erste Tendenz zugunsten von Gerold Dautzenberg ab, der mit seinem vierjährigen Quarter Horse-Hengst I Whiz A Shiney zu einem Score von 130 ritt – die beiden Richter zogen zweimal eine 65.

 

Drei Punkte dahinter muss sich also vorerst René Wicki einreihen. Seine Appaloosa-Stute ist erst dreijährig und hat insofern einen kleinen Wettbewerbsnachteil – trotzdem eine Bewertung von 127 Punkten für diese beiden.

 

Reined Work mit 0 Score für René Wicki prüfungsentscheidend?

 

Großes Pech hatte bei der Reined Work im Vorlauf René Wicki, der mit einem Null-Score die Arena verlassen musste. Seine Appaloosa-Stute Ima Tips Chic Olena (Ima Docs Tipster x Lectric Hick Chic AQHA), kann er mit dem Zwischenstand von 127 Punkten damit nur noch nach vorne reiten, wenn Gerold Dautzenberg einen 0-Score in der noch folgenden Cow Work haben würde.

 

In dieser Reined Work holte sich Gerold Dautzenberg mit I Whiz A Shiney Chic jedoch erstmal einen souveränen Score von 140,5 ab, was einen Zwischenstand von insgesamt 270,5 Punkten für dieses Paar ergibt – die Führung bleibt also weiter bei ihm.

 

Gerold Dautzenberg stellt Futurity Sieger in beiden Kategorien

 

Und tatsächlich war Gerold Dautzenberg nun nicht mehr einzuholen: Mit I Whiz A Shiney Chic wurde er ERCHA Futurity Champion Non Pro und Limited Non Pro 2011. Trotz einer schwierigen Kuh in der Cow Work und dem daraus resultierenden Teilscore von 120 reichte das Polster mehr als aus für den Gewinn dieser Prüfung. Gesamtscore: 390,5 Punkte. Sein Pferd, der vierjährige Quarter Horse-Hengst I Whiz A Shiney Chic, ist ein direkter Smart Chic Olena-Sohn aus der Ebony Shines. Ein schöner weiterer Erfolg für den Österreicher, der ebenfalls schon über langjährige Americana-Erfahrung verfügt und eine lange Liste an wichtigen Siegen und Platzierungen bereits vorweisen kann.

 

Hinter den Kulissen plagten Gerold Dautzenberg jedoch andere Sorgen: Sein Top-Pferd Smokeelan musste von allen genannten Prüfungen zurückgezogen werden aufgrund von starken Muskelbeschwerden und daraus resultierender Lahmheit – der Hengst hatte sich in seiner Box festgelegt.

 

René Wicki hatte auch in der Cow Work Pech: Wieder ein 0-Score für ihn, so dass er nicht über einen Gesamtscore von 127 hinaus kam.

 

RC 23 ERCHA Two-Reins Open

 

Sabine Brasche vor Markus Schöpfer

 

In der Two-Rein Open war erneut Sabine Brasche zu Stelle. Auf Lil Peptorella setzte sie sich mit 291,5 Punkten unangefochten an die Spitze. Markus Schöpfer kam ihr am nähesten: Auf MH Sweet Boon scorte er eine 289,5. Patrick Sattler sicherte sich auf Sen Me Chex bei 285,5 Punkten den dritten Rang, Glatte 280 Punkte bedeuteten für Christoph Seiler auf Missys Magic Potion den vierten Rang.. Maik Bartmann wurde mit Action Please sowie Lil Ruf Poco Peppy Sechster und Siebter. Die weiteren Plätze: Thomas Christ auf CS Elite Skip, Bernd Bühler auf Engano Caraguata, Philipp Martin Haug auf A Sparkling Sailor sowie Thomas Christ auf CS Elites Just Fun.

 

RC 24 ERCHA Novice All Ages

 

Vittorio Balestrino setzt sich durch

 

In der Novice Rider der ERCHA setzte sich sich souverän Vittorio Balestrino durch. Der Italiener gewann auf Chicory Chicory Doc. Zweite wurde die Schweizerin Gabriela Küng auf Smart Little Steady. Den dritten Rang sicherte sich Brigitte Sommer-Heinze auf Jacs On Gold vor Roman Hossmann auf Menas Smart Girl.

 

RC 25 ERCHA Hackamore 5years & under

Weiterer Erfolg für Markus Schöpfer mit Remedy The Roan

Die Erfolgsserie von Markus Schöpfer auf diese Americana riss nicht ab: nach seinem Europameistertitel im Cutting Open sicherte sich der Südtiroler nun auch den ERCHA Hackamore Open Champion Titel. Auf der 5-jährigen American Quarter Horse Stute Remedy The Roan legte er eine brilliante Reined Work hin, die von den Richtern mit einer 146 belohnt wurde, gefolgt von der besten Cow Work des 5-köpfigen Teilnehmerfeldes. 290 lautete der Gesamtscore für die Stute von Very Smart Remedy aus der Evita The Roan, die im Besitz von Dominique Reynaud, Frankreich ist und bereits 2010 ERCHA Futurity Open Reserve Champion und Dritte bei  den ERCHA Spring Stakes Open war.

Damit lag die Stute volle 16,5 Zähler vor dem Zweitplatzierten Christoph Seiler mit Missys Magic Potion. Die Stute im Besitz von Eliane Gfeller brachte es auf einen Gesamtscore von 273,5. Dritter wurde Maik Bartmann mit Action Please (Bes. Lennart Levin) mit einer 266,5, gefolgt von Bernd Bühler auf dem Criollohengst Engano Caraguata (Bes. Rudolf Montans) mit einer 263,5 auf Platz 4 und Pattrick Sattler auf Sen Me Chex (Bes. Christiane Brandes) mit einer 258,5 auf Platz 5.

 

EC 01 Reining Youth

 

Highscore für Lena Schmidl

 

15 Jugendliche traten zur Reining Youth an. Den Highscore von 211,5 schaffte Lena Schmidl. Sie scorte auf Red Genuine Jac eine 211,5 und holte so einen Punkt mehr als die beiden Zweitplatzierten: Fabienne Krämer auf Hot Chic Dream und Clemens Hefel auf RS Knockandolena kamen jeweils auf 210,5 Punkte. Vierte wurde die Polin Anna Lagodzinska auf A Lot Of Rima (207). Die weiteren Plätze: Antony Iren auf A Blend Of Genius, Hanna Hefel auf Smart Like My Daddy, Michelle Maibaum auf Cash For My Footwork, Luke Phillamore auf Tinsel Rey, Anna Lagodzinska auf Primo Golden Bigmick, Linda von Rochow auf Snip Poco King, Christina Gsinn auf Budhas Little Jac, Sandra Fritz auf Joes Tuff  Jac, Lukas Behringer auf SK One Ode To Joy sowie Michelle Maibaum auf Sailcommander.

 

EC 02 Trail Youth

 

Vorjahreszweite Melina Hugelshofer wird mit CPR Diabolic Zip Europameister

 

Zwölf Jugendliche hatten für den Jugend-Trail genannt. Ein schwieriger und anspruchsvoller Parcours, mit sehr engen Wegen und vielen Stangen. Da half es sicher vielen Startern, dass kurz vor Beginn der Prüfung der Parcours zum Abgehen freigegeben wurde, und die Showstrategie hier nochmal den letzten Schliff bekommen konnte.

 

Dennoch war der Schwierigkeitsgrad eine hohe Hürde, die es zu nehmen galt. Am besten löste diese Aufgabe Melina Hugelshofer aus der Schweiz, die die achtjährige Quarter Horse-Stute CPR Diabolic Zip vorstellte. Sie ist also die neue Europameisterin der Americana 2011! Ein toller Erfolg, der ihren zweiten Platz aus dem vergangenen Jahr noch toppen konnte. Für ihren absolut sehenswerten Ritt vergaben die Richter einen Score von 141,5 – damit setzte sie sich haushoch vom weiteren Teilnehmerfeld ab.

 

Ganze achteinhalb Punkte Abstand zu Rang Zwei, der an eine ebenfalls herausragend reitende Chantal Wolf (AUT) ging, die ihren ebenfalls achtjährigen Quarter Horse-Schimmelwallach Whizard Pride vorstellte. Das erste Hindernis, ein Jog- und Walk Over, kostete Chantal viele Fehlerpunkte, bevor sie den Rest des Parcours nahezu fehlerfrei und in top Manier meisterte. Das bedeutete für dieses Paar am Ende einen Score von 133. Übrigens war auch Chantal Wolf bereits im vergangenen Jahr in dieser Prüfung auf der Americana mit dabei – damals auf Platz Drei, auch sie konnte sich also in den Medaillenrängen noch verbessern.

 

Die Bronzemedaille ging mit dem ganz knappen Abstand von nur 0,5 Punkten an Vivien Leisner, die den Pinto-Wallach Winnetou Sisco Of Landslide vorstellte und auf 132,5 Punkte kam. Und auch Rang Vier ging an ein buntes Pferd: TL Cherokees Beauty, die von Lena Hagen durch den Parcours gesteuert wurde – eine 130 vergaben die Richter für diesen Ritt. In sehr schöner Manier stellten sich Maxi Schmidt und Slippin Joe dem Publikum vor. Der Walk Over und der Lope Over kosteten sie jedoch zu viele Punkte, so dass am Ende mit einem Score von 127 der fünfte Platz für diese beiden das Endresultat war. Ihr folgten gleich zwei Reiter im Tie auf Rang Sechs (Score: 121): Dies war einmal Christina Einsiedler mit der Paint Horse-Stute Doc Clues Luna Bar, gleichauf mit Franziska Reischl auf A Golden Gentleman.

 

Zwei Western gerittene Pferde setzten sich danach auf Rang Acht und Neun. Lena Degenhardt stellte Rica vor (111,5) und kam im Endergebnis damit vor Clea Willms und Jacky (105,5). Drei weitere Teilnehmer hatten leider Pech und mussten mit einem Null-Score die Arena verlassen. Besonders ärgerlich sicher für Lena Öttl auf dem Haflinger BD`s Nu Baldur, die eine schöne Prüfung zeigte, bis sie im Lope Over den falschen Weg nahm. Das gleiche Schicksal teilten mit ihr Lisa-Marie Georgi mit Rock Star Doll sowie Laura Pfeifer und Invest In A Shine.

 

EC 03 Pleasure Youth

 

Melina Hugelshofer und CPR Diabolic Zip gewinnen auch Western Pleasure Youth

Nur zwei Stunden nach ihrer Ehrung zum Americana-Europameisterin Trail Youth ertönte in der Halle erneut die Schweizer Nationalhymne für Melina Hugelshofer. Mit ihrer Stute CPR Diabolic Zip gewann sie die Western Pleasure Youth. Reserve Champion in dieser Prüfung wurde Chantal Wold (AUT) mit ihrem 8-jährigen Wallach Whizard Pride. Dritte wurde Tanja Stiefenhofer mit Tanquery Chick Olena, gefolgt von Lisa Kaletka mit SOS Royal Player auf Platz 4, Laura Pfeifer mit Invest In A Shine auf Platz 5 und Vivien Leisner auf Winnetou Sisco auf Platz 6.

 

EC 04 Horsemanship Youth

Dritter Titel für Melina Hugelshofer

Melina Hugelshofer und CPR Diabolic Zip aus der Schweiz dominierten auf dieser Americana die Jugendklassen haushoch: Mit diesem Sieg holte dieses Pferd-Reiter-Paar bereits den dritten Americana-Titel! Mit 19 Platzierungspunkten setzte sie sich klar auf den ersten Platz in dem siebenköpfigen Starterfeld.

Die Silbermedaille war dagegen hart umkämpft: Gleich drei Reiter kamen auf insgesamt 16 Punkte, so dass der Tie-Richter entscheiden musste und Maxi Schmidt mit Smart Hollywood Lady als Reserve Champion aus der Arena gehen ließ. Auf Rang Drei setzte sich Lena Hagen auf TL Cherokees Beauty, dicht gefolgt von Lisa-Marie Georgi und Rock Star Doll – Tie-Pech für dieses Paar, das ein Richter es gar auf Rang Eins sah.

Die weiteren Platzierungen wurden wieder klar entschieden: Christina Einsiedler, die Doc Cluesluna Bar durch das Pattern ritt (12 Punkte), belegte Platz Fünf vor Lena Öttl mit dem Haflinger BD´D Nu Baldur unter dem Sattel (11).

Der siebte Rang ging an Lisa Kaletka, die mit dem vierjährigen Quarter Horse-Wallach SOS Royal Player das mit Abstand jüngste Pferd in diesem Teilnehmerfeld unter dem Sattel hatte und einen Break of Gait verbuchen musste (10 Punkte).

 

EC 12 Western Riding

 

 Superelegante Vorstellung von Aint It The Blues

 

Wenn es in acht von zwölf Manövern in der Western Riding ein Plus durch den Richter gibt, dann will das was heißen. Und für den Zuschauer bedeutet das Resultat einer solchen Leistung pure Eleganz. 74 und 73,5 Punkten waren konkret die Belohnung durch die zwei Richter beim Vorlauf der Western Riding für ohnehin schon prächtigen Quarter-Hengst Aint It The Blues, vorgestellt von Gesa Meier-Bidmon. Mit den 147,5 Punkten setzte das Duo sich klar an die Spitze und übernahm dadurch natürlich auch die Favoritenrolle für das Finale

Gesa Meier-Bidmon war das erste Mal auf der Americana. Die tolle Atmosphäre begeisterte Gesa: „Hier in Augsburg werde ich als Turnierreiter ganz anders als auf anderen Turnieren wahrgenommen – hier bekommt man als Reiter viel mehr Aufmerksamkeit.“ Gewöhnungsbedürftig war für sie natürlich die ungewohnte Messeatmosphäre mit der vollbesetzten Tribüne, die gerade in den ruhigen Prüfungen ein Pferd aus dem Konzept bringen können.

Der Spitzenleistung von Gesa Meier-Bidmon stand die Niederländerin Peggy de Kraa nur sehr wenig nach, die auf Secondary Asset zu 145,5 Punkte kam. Anna Limmer steuerte gleich zwei Pferde ins Finale; mit An Awsome VP kam sie als Dritte auf 143 Zähler.

Ebenfalls 143 Punkte sammelte Carolin Lenz. Die Vorjahresfünfte und Vorlaufssiegerin 2010 in dieser Prüfung stellte Lil Freckled Playboy vor. Danach klaffte bei den Scores eine Lücke. Als Fünfte qualifizierte sich mit 138,5 Punkten Gabriele Hagl auf Likely Exchange vor Silke Kunik auf Miss Candy Rugged , Christina Gsinn auf Budhas Little Jac, der Polin Ewa Marciniak auf Bohun, erneut Anna Limmer auf Little Sparkle Lena sowie der Vorjahressiebten Sandra Bagnaresi auf Sally Hit.

 

Anna Limmer und Little Sparkle Lena holen sich den zweiten Sieg!

Anna Limmer war wieder auf absolutem Erfolgskurs auf dieser Americana 2011! Nachdem sie im Jahr 2010 aufgrund anderer Termine nicht in Augsburg war, aber in den Jahren zuvor schon diverse Male in verschiedenen Disziplinen ganz oben auf dem Treppchen stand, knüpfte sie in 2011 nahtlos wieder daran an: In diesem Western Riding-Finale gelang ihr das Kunststück mit Little Sparkle Lena, den sie im Vorlauf noch „nur“ auf Rang Neun platzierte, und in diesem Finale dann ganz nach vorne ritt. Ihr Score: 140,5.

Und auch die Silbermedaille ging an keinen der absoluten Favoriten des Vorlaufs: Sandra Bagnaresi stellte ihren Vollblut-Wallach Sally Hit in sehr schöner, gleichmäßiger Manier und taktreinen Galoppwechseln vor und konnte ihre Leistung auf 138 Punkte verbessern, was den zweiten Platz bedeutete. Ein schöner Erfolg für dieses seit Jahren schon konstante Paar.

Auf Rang Drei dann nochmals Anna Limmer, diesmal mit An Awesome VP, die ihre Vorlaufsplatzierung damit genau wieder traf. Diesmal hieß der Score für diese beiden 137. Generell lagen die Scores des Finales doch deutlich unter denen des Vorlaufs. Der vierte Platz wurde anschließend gleich zweimal vergeben; hier lagen Gesa Meier-Bidmon mit ihrem Hengst Aint It The Blues gleichauf mit Carolin Lenz und Lil Freckled Playboy (Score 135).

Gabriele Hagl lenkte Likely Exchange durch die Pylonen auf den sechsten Rang, für diesen Ritt vergaben die Richter 134 Punkte. Sehr schöne Wechsel gab es hier zu sehen, jedoch mit einigen Penalties für zu spätes Wechseln. Siebte wurde Christina Gsinn mit Buddhas Little Jac vor Silke Kunik auf Miss Candy Rugged. Mit einem Null-Score rutschten Ewa Marciniak (POL) auf Bohun und Peggy de Kraa mit Secondary Asset auf den neunten Platz.

 

EC 13 Pleasure Non Pro

 

 Voller Erfolg für Aint It The Blues und Gesa Meier

 

Neuer Erfolg für Aint It The Blues: Der Blue Roan Hengst gewann unter seiner Besitzerin Gesa Meier-Bidmon die mit über 3.600 Dollar dotierte Western Pleasure all Ages. Aint It The Blues ist ein 9-jähriger American Quarter Horse Hengst von Zips Chocolate Chip. Er ist AQHA Champion Open und Amateur, war mehrfach für die World Show qualifiziert und mehrfach Highpoint und holte insbesondere in Western Riding und Trail mehrere Medaillen auf der EM.

Zweite wurde die Schweizerin Melina Hugelshofer mit ihrer American Quarter Horse Stute CPR Diabolic Zip. Die 8-jährige Stute, die aus der Zucht von Antonio Giraudini stammt, war erst zwei Wochen vor der Americana mit ihrer Besitzerin AQHA European Champion Western Pleasure Youth 14-18 geworden.

Der dritte Rang ging an die Belgierin Jessy Goossens mit der 4-jährigen Stute Reinvest In Peaches –ein Paar, das bereits zahlreiche nationale und internationale Erfolge feiern konnte. Platz 4 ging an Gabriele Hagl auf Likely Exchange, gefolgt von Naemi Suter (SUI) mit Liddys Lena, Birgit Nuyken mit Scotch Bar Kachina und Sabine Kolb mit der einzigen Paint Stute in diesem Feld: A Special Zip.

 

EC 14 Western Pleasure

Johanna Grabner auch hier an der Spitze

Der Einlauf im Go der Europameisterschafts-Pleasure hatte viel Ähnlichkeit mit dem Go der Masters Pleasure am Abend zuvor. Auch hier siegte Johanna Grabner auf Hot Lil Machine mit der Maximalausbeute von 20 Platzierungspunkten. Gesa Meier-Bidmon war ebenfalls auf Aint It The Blues zur Stelle. Zusammen mit Melina Hugelshofer, die CPR Diabolic Zip vorstellte, wurde sie bei 17 Platzierungspunkten Zweite dieses Vorlaufs. Der vierte Rang im Go ging an Barbara Ceusters auf Invitations Old Gold vor Marieke Stegemann auf Im Classy Stuff. Als Sechste qualifizierte sich Anna Limmer auf Cashin The Asset vor Markus Häberlin auf Liddys Lena, Peggy de Kraa auf Secondary Asset, Serena Montanari auf Just Hot Roddin sowie Jessy Goossens auf Reinvest In Peaches.

 

Hot Lil Machine und Johanna Grabner werden die neuen Europameister

Das Finale der Europameisterschaft Western Pleasure all ages Open war wirklich hochkarätig besetzt. Das hohe Preisgeld – ganze 7.000 US-Dollar added money waren ausgeschrieben – zog einige der erstklassigsten Western Pleasure-Pferde in Europa nach Augsburg, die sich in diesem Finale die Hand gaben. Die Prüfung war also ein wahrer Augenschmaus für die Zuschauer, sowohl was das Pferdematerial, als auch was die Outfits der Reiter betraf. Diese glitzerten und blinkten in den schönsten Farben und besten Qualitäten. Dies dann noch in den Scheinwerfern der Abendshow vor großen Zuschauerrängen!

Von dieser Atmosphäre völlig unbeeindruckt und mit konstant Hochleistung präsentierte sich Hot Lil Machine unter Johanna Grabner (AUT). Der dreijährige, im Bosal vorgestellte Wallach, der in diesem Jahr bereits zu den erfolgreichsten Nachwuchs-Pleasurepferden in Europa zählte, zeigte auch in der großen Americana-Arena seine unglaubliche Klasse. Wie schon im Vorlauf sahen die Richter dieses Pferd auf dem ersten Rang. Große Freude bei Johanna Grabner, die neben dem Preisgeld für den Europameistertitel auch einen Trophy-Sattel, gesponsort von Wolfgang Days Cowboy Headquarters entgegennehmen konnte. Die Ehrenrund galoppierte die gerührte Johanna Grabner dann ganz ohne Zaumzeug und überzeugte auch noch den letzten Zuschauer von der Klasse der Pferde.

Vize-Europameister ebenfalls mit einer herausragenden Leistung wurde Aint It The Blues, vorgestellt von Gesa Meier-Bidmon. Der Hengst zeigte schon in vielen anderen Prüfungen seine Klasse und besetzte durchgehend die vorderen Ränge. Die Silbermedaille in dieser Disziplin demonstrierte nochmals die Qualität dieses auffälligen Blue Roan-Hengstes.

Während sich die Richter also auf den Plätzen Eins und Zwei im Vergleich zum Vorlauf bestätigt sahen, gab es auf Rang Drei und Vier einen Wechsel der Positionen: Die Bronzemedaille dieses stark besetzten Finales konnte Invitations Old Gold, geritten von Barbara Ceusters aus Belgien mit nach Hause nehmen. Sie setzten sich damit vor CPR Diabolic Zip und Melina Hugelshofer (CH) – diese beiden hatten am Nachmittag noch die Goldmedaille im Jugend Trail überragend gewonnen und können so auf ein sehr erfolgreiches Turnier zurückschauen.

Liddys Lena unter Markus Haeberlin (CH) konnte sich in diesem Finale auf den fünften Rang verbessern, während Cashin The Asset - das einzige Paint Horse im Feld - mit Anna Limmer im Sattel den sechsten Platz bestätigte.

Ihnen folgte Im Classy Stuff, vorgestellt von ihrer Besitzerin Marieke Stegemann als Siebtplatzierte noch vor Reinvest In Peaches mit Jessy Goossens (BEL). Auf Rang Neun bestätigte Just Hot Roddin unter Serena Montanari (ITA) ihre Leistung auf dem Vorlauf. Pech hatte Peggy de Kraa, die ihre Top-Stute Secondary Asset in der Abendshow-Atmosphäre nicht so ruhig wie gewohnt vorstellen konnte – daher nur Rang Zehn für sie. Dennoch ließ das Pferd an seinem Potenzial absolut keinen Zweifel aufkommen.

 

EC 15 Trail

 

 Carolin Lenz mit Lil Freckled Playboy im Go Round vorne

 

25 Pferd-Reiter-Kombinationen traten im Vorlauf um den Americana World Open Trail an, die mit 5.000 Euro added höchstdotierte Trailprüfung Europas. Die zehn besten Reiter schafften es ins Finale, wobei die Top Vier eng beieinander lagen. Kein Wunder, denn alle vier sind seit Jahren ‚Winning Combinations‘. Den Vorlauf gewann Titelverteidigerin Carolin Lenz mit Lil Freckled Playboy, die wie immer durch einen wunderschönen, fehlerlosen Durchgang in tollem Outfit beeindruckte (Score 143,5). Die 21-jährige Dachauerin ist mit ihrem American Quarter Horse Hengst seit Jahren auf einem grandiosen Erfolgskurs, der 2010 im Americana World Open Trail Champion, FEQHA European Champion Sr. Western Riding und Finalist Sr. Trail sowie dem DQHA Highpoint Champion Sr. Trail gipfelte.  Längst hat sie mit ihrem Pferd das AQHA Superior in Trail erritten. Doch Carolins Erfolge reichen noch weit länger zurück: Drei Mal war sie Americana Champion Trail Youth, zwei Mal davon mit ihrer Haflingerstute Naja, die sie letztes Jahr aus dem Sport verabschiedete.

Mit nur einem Zähler Abstand lagen Gesa Meier-Bidmon mit ihrem beeindruckenden Hengst Aint It The Blues auf Platz 2 des Vorlaufs. Den dritten Platz teilten sich die Schweizerin Giuliana Cassani mit ihrer Stute QHV Blazing Gold und Anna Limmer mit ihrem Hengst Hesa San Jo – beide mit einer 140,5. Als Fünfte qualifizierten sich gleichauf Volker Jauch auf Fishermens Friend sowie Yvonne Antal auf Graf. Weiter qualifizierten sich für das Finale: Katharina Götz auf Go Frosted Aglo Go, Constance Waber auf Jacky, Angelika Gallitzendörfer auf Magic Technique und Claudia Huber auf Lucky Luke.

 

Carolin Lenz und Lil Freckled Playboy überragend im Trail-Finale

Was für ein unglaublicher Ritt: Carolin Lenz steuerte Lil Freckled Playboy nahezu perfekt durch einen hochgradig schwierigen Trail-Parcours – kurze Wege, enge Wendungen und insbesondere viele erhöhte Stangen, die im sprichwörtlichen Sinne die Stolper- und Penalty-Fallen des Final-Patterns waren. Es war eine wahre Freude, diesen beiden bei ihrer Aufgabe zuzusehen – bei absolut gesetztem und gleichmäßigem Tempo am längsten Zügel, den diese Show gesehen hat, ritt Carolin Lenz den neunjährigen Hengst durch die Pattern. Zwölf Hindernisse gab es zu bewältigen, die dieses Paar nahezu ohne Penalties hinter sich ließ. Jedes Hindernis lag dazu im Plus-Bereich, das ergab einen unglaublich Score von 153! Dies ist übrigens der sechste Trail-Sieg auf einer Americana für Carolin Lenz – nach drei Champion-Titeln in der Jugend-Klasse war dies nun auch der dritte Gewinn bei den Senioren.

Es war klar, dass dieses Ergebnis kaum zu schlagen war. Und so lagen die beiden Reiter, die punktgleich den zweiten Platz belegten, gleich 10,5 Zähler im Rückstand – trotz ebenfalls absolut sehenswerter und starker Ritte, die in vielen Manövern im Plusbereich lagen. 142,5 Punkte sammelten so Gesa Meier-Bidmon mit Aint It The Blues, genauso wie Anna Limmer auf ihrem Hesa San Jo. Beide dürfen sich nun Reserve European Champion Trail all ages der Americana 2011 nennen.

Auf Rang Vier reihte sich Giuliana Cassani (CH) auf QHV Blazing Gold ein, die damit nur knapp ihre Leistung aus dem Vorlauf nicht halten konnte. Ihr folgte Angelika Gallitzendörfer, die die Paint Horse-Stute Magic Technique vorstellte und sich mit diesem fünften Rang noch drei Plätze nach vorne arbeiten konnte.

Constanze Weber ritt mit der zwölfjährigen Stute Jacky das beste Nicht-Westernpferd in diesem Starterfeld, die beiden setzten sich auf den sechsten Rang und verbesserten sich ebenfalls, während Katharina Götz ihren Appaloosa-Wallach Go Frosted Aglo Go konstant auf Rang Sieben hielt. Hinter ihr platzierte sich darüber hinaus Yvonne Antal, die mit Graf viele Penalties sammelte und daher auf Rang Acht abrutschte. Einen Null-Score erhielt Volker Jauch mit Fishermens Friend genauso wie Claudia Huber, die den Publikumsliebling Lucky Luke vorstellte – der Tinker hatte im Jahr 2008 den Americana-Trail gewonnen.

 

EC 18 Cutting Open

 

 Gianluca Munarini im Go vor Malte Döring

 

28 hochkarätige Pferde und Reiter traten im Go round um die mit 10.000 Dollar added dotierte European Championship Cutting Open an, die von Todd Williamson und Joe Carter gerichtet wurde. Hier ging schließlich der Italiener Gianluca Munarini mit Spooks Smokin Cat wieder einmal souverän in Führung (146) und sicherte sich zudem mit Push To Play auch noch den dritten Platz (144). Beide Pferde sind im Besitz von Impresa Agricola Cuoghi. Spooks Smokin Cat (High Brow CatSpooks Smokin Rio) hat bereits über 16.000 Dollar Gewinnsumme und machte schon am ersten Americana-Tag auf sich aufmerksam, als er Zweiter im Masters Cutting Open geworden war. Gianluca Munarini gilt als einer besten Cutter Europas. Bereits vier Mal in Folge hat er die European Championship Open auf der Americana gewonnen. Für den Italiener ist die Americana eine internationale Show bei der das Publikum von Jahr zu Jahr immer fachkundiger wird: „Die Zuschauer bewerten die Ritte kompetent und wissen, was sie dort in der Arena an hochwertigem Sport sehen.“

Zweiter des Vorlaufs war ebenfalls ein High Brow Cat-Sohn: der seit vielen Jahren erfolgreiche Hengst Kiss My Cat unter Malte Döring (GER). Die beiden erhielten eine 144,5 für ihren Ritt. Platz 4 und 5 gingen an Markus Schöpfer (ITA), der mit Needy Times (Bes. Karoline Baudinger) eine 143,5 und mit Little Nitro Sally (Bes. Simone Porporato) eine 143 scorte. Auf Platz 6 folgte der Masters Cutting Open Champion 2011 Denis Pini (ITA) mit Red Freckles Quixote (Bes. Davide Tresoldi) vor den beiden besten deutschen Startern Melanie Georg auf Primetime Shorty und Uwe Röschmann mit dem amerikanischen Hengst What A Smooth Cat (Bes. Lloyd Trubenbacher) – beide mit einer 142.

 

Markus Schöpfer wird auf Needy Times European Champion Cutting Open

Das Finale in der European Cutting Championship Open war ein wahres Wechselbad der Gefühle. Gleich der erste Starter Malte Döring und Kiss My Cat, die nach ihrem zweiten Platz im Go round als einer der Favoriten gehandelt wurden, endete nach zwei verlorenen Rindern mit einem 0 Score, was ihn auf Platz 10 zurückwarf.

Dann setzte der vierte Starter Markus Schöpfer (ITA) mit Needy Times die Messlatte auf 146, und an die sollte keiner mehr herankommen. Nicht einmal der Vorlaufsbeste Gianluca Munarini mit Spooks Smokin Cat (Bes. Impresa Agricola Cuoghi) konnte diesen Score übertreffen.  Mit der Wahl seiner Rinder sollte der vierfache European Champion Munarini einfach kein Glück haben. Er kam nicht dazu, das Potential seines Hengstes voll auszuspielen und musste sich mit einer 142,5 zufrieden geben. Das bedeutete schließlich den zweiten Platz.

Markus Schöpfer, der bereits unzählige Erfolge auf der Americana u.a. in der Reined Cow Horse gefeiert hat,  und Needy Times wurden strahlender und auch verdienter Sieger. Der 12-jährige Hengst im Besitz von Karoline Baudinger (GER) gewann mit Schöpfer letztes Jahr das Masters Cutting auf der Americana. Im EC Finale glänzten die beiden mit einer perfekten Vorstellung am Rind. Trotzdem blieb es bis zuletzt spannend, da die Richter das Video sehen wollten (die beiden waren gefährlich nah an die hintere Linie gekommen).  Das Video bewies jedoch den Sieg von Markus und verschaffte ihm damit ein Preisgeld von € 2235.

„Ich kann  es noch gar nicht glauben“, sagte Markus mit Freudentränen in den Augen. „Ich bin einfach überwältigt. Die Herde war sehr schwer, aber Needy Times war einfach großartig.“ Der Hengst, der 8-jährig aus den USA kam und normalerweise von seiner Besitzerin in der Non Pro geshowt wird, wird übrigens am Sonntag auf RTL Bayern aktuell um 17.45 Uhr zu sehen sein. Geduldig standen er und Markus Schöpfer stundenlang dem RTL Team für Aufnahmen und erste Reitversuche zur Verfügung.

Dritter wurde der Vorlaufssechste und Masters Cutting Champion 2011 Denis Pini mit Red Freckles Quixote (Bes. Davide Tresoldi), die eine 141 scorten. Platz 4 ging an Andrea Santini  auf Tassas Aristocrat (139), gefolgt von der einzigen Cutterin im Feld Melanie Georg auf  Primetime Shortyauf Platz 5 (135) und Uwe Niedostatek mit Powder Puff Bob auf Platz 6 (131). Den siebten Platz teilten sich Gianluca Munarini auf Push To Play, Markus Schöpfer auf Little Nitro Sally und Uwe Röschmann auf What A Smooth Cat (jeweils 128). Alle drei hatten enormes Pech und verloren Rinder, wobei Uwe Röschmann auch noch ein Fehler eines Helfers passierte.


Final Results


1. Markus Schöpfer / Needy Times                146
2. Gianluca Munarini / Spooks Smokin Cat    142,5              
3. Denis Pini / Red Freckles Quixote              141
4. Andrea Santini / Tassas Aristocrat              139
5. Melanie Georg / Primetime Shorty              135
6. Uwe Niedostatek / Powder Puff Bob                     131
7. Markus Schöpfer / Little Nitro Sally                       128
7. Gianluca Munarini / Push To Play              128
7. Uwe Röschmann / What A Smooth Cat      128
10. Malte Döring / Kiss My Cat                                  0

 

EC 19 Cutting Non-Pro

 

 Diana Jisova und Meradas Talkin Money dominieren im Go

 

Zehn schafften es ins Finale der European Cutting Championship Non Pro. Den Vorlauf dominierte klar die 17-jährige Tschechin Diana Jisova mit ihrer Meradas Talkin Money. Die beiden hatten am Vortag bereits das Masters Cutting Non Pro uneinholbar mit einer 146 gewonnen. Auch den Go round entschieden sie mit drei Zählern Abstand zur Zweitplatzieren für sich – der Score 144.  Diana war überglücklich über die Leistung ihrer 7-jährigen in den USA gezogenen Stute. „Ich hab sie seit zwei Jahren und war letztes Jahr mit ihr schon auf der Americana“, berichtete sie. „Da musste sie sich aber erst an die europäischen Kühe gewöhnen. Dieses Jahr ist sie einfach fantastisch.“

Diana Jisova reitet seit vier Jahren Cutting. Mittlerweile trainiert sie ihre Stute allein, lässt sich aber von einer Dressurtrainerin bei der Gymnastizierung ihres Pferdes helfen. „Ich finde, dass Gymnastizieren auch beim Cuttingpferd sehr wichtig ist“, meint sie dazu. „Je rittiger und durchlässiger ein Cuttingpferd ist es, desto besser kann es auch am Rind arbeiten.“  Der Erfolg scheint ihr recht zu geben: am Wochenende vor der Americana gewann sie mit Meradas Talkin Money die  internationale Cutting Show in Polen mit einer 72,5. „Die Americana ist für mich die bisher größte Show“, strahlte sie. „Ich freue mich so sehr über das, was meine Stute hier bisher geleistet hat. Meinen Erfolg verdanke ich aber immer zu einem großen Teil meiner Mutter, die zwar selbst keine Reiterin ist, aber mich ungeheuer gut zu motivieren weiß.“

Auf Platz 2 des Vorlaufs lag mit einer 141 die Italienerin Annalisa Piazzi mit Acres Of Time. Der 15-jährige Hengst war 2003 unter Gianluca Munarini Americana European Cutting Champion Open und letztes Jahr unter seiner Besitzerin Reserve Champion Non Pro. Den dritten Platz teilten sich mit einer 139 Gerold Dautzenberg (AUT) mit seinem Peppys Lil Ricochet und Jürgen Döring (GER) mit Kiss My Cat. Beide Pferde und Reiter haben das Zeug zu viel mehr, so dass sicher ein spannendes Finale bevorsteht.

Der mehrfache European Champion Gerold Dautzenberg gewann erst zwei Wochen vor der Americana erneut Gold auf der AQHA European Championship Cutting mit Roosters Dream, der 10-jährigen Stute, die er ebenfalls im Finale hat. Mit Peppys Lil Ricochet, einem 11-jährigen Wallach, holte er u.a. 2009 EM Silber in Kreuth.

Jürgen Döring und Kiss My Cat gewannen die Americana European Cutting Championship Non Pro schon einmal, dazu errangen sie viele weitere Siege und Platzierungen. Kiss My Cat ist einer der ganz wenigen Nachkommen des großen High Brow Cat in Europa – und sicher der erfolgreichste hier. Zu seinen Erfolgen zählen u.a. der Equitana Cutting Cup, die ECHA Super Stakes und die Niederländische Meisterschaft.

Die weiteren Finalisten waren Manfred Seif (GER), Jan Ehnemark (SWE), Linda Villing (GER), Michal Pokorny (SVK) und Natalie Popova (CZE).

 

Jürgen Döring ist zur Stelle

Im Finale der European Cutting Championship Non Pro wurden die Karten neu gemischt – alle fingen wieder bei Null an. Und tatsächlich hatte das Ergebnis des Finales am Ende nur wenig mit dem Ausgang des Vorlaufs zu tun. Zwei Reiter schossen im Endlauf mit ihren Scores den Vogel ab. Das war vor allem Jürgen Döring, der einmal mehr zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle war. Jetzt ließ er es auf Kiss My Cat so richtig abgehen. Am Ende hatte er 147 Punkte gesammelt. Zusätzlich zum Titel konnte er sich über ein gutes Preisgeld freuen. Der Slowake Michal Pokorny stand dieser Leistung nur wenig nach. Auf Peptos Bar kam er zu einer Score von 144 und wurde so Voze-Europameister.

Bronze ging an den Österreicher Gerold Dautzenberg, der auf Peppys Lil Ricochet eine 138 erhielt. Die Tschechin Natalie Popova kam im Finale auf Ima Hocus Pocus Girl auf den vierten Rang. Fünfte wurde die Vorlaufsbeste Diana Jisova auf Meradas Talkin Money. Der sechste Platz ging an Jan Ehnemark auf Smart Drive Thelma vor Gerold Dautzenberg auf Roosters Dream, Linda Villing auf A Holly Berry, Annalisa Piazzi auf Acres Of Time sowie Manfred Seif auf Hollianna Amber.

 

EC 21 Working Cowhorse Open

 

 Markus Schöpfer brilliert in der Fence Work zum Titel

 

Die Europameisterschaftsklasse der Working Cowhorse machte Markus Schöpfer zu seinem Ding. Auf MH Sweet Boon haute er nach der Reined Work (139,5) eine derart tolle Fence Work raus, dass einem beim Zuschauen der Mund offen stehen blieb. Bei der Rinderarbeit sammelte er ein Plus nach dem anderen und landete am Ende bei 291,5 Punkten! Das waren also alleine in der Fence Work 152 (!) Punkte.

Und das bedeutete schon auf den Zweiten acht Punkte Vorsprung! Silber ging an Magnus Jan Erik Nilsson auf Smart Camolena, der 283,5 Punkte sammelte. Martin Schemuth holte sich als bester Deutscher auf I Like Yellow Roses mit 275 Punkten Bronze. Der vierte Rang ging an Patrick Sattler auf Sen Me Chex und an den punktgleichen Achim Götz auf One Of A Sign. Dahinter platzierten sich Massimo Milano auf Chicory Chicory Doc, Philipp Martin Haug auf A Sparkling Sailor, Achim Götz auf Signed By Chex, Sabine Brasche auf Larues Imperialil sowie Martin Schemuth auf Shiners Red Pepper.

 

EC 25 Working Cowhorse Limited Open

 

 Gold für Martin Schemuth

 

Die Limited Open der Workin Cowhorse wurde class in class mit der Open gerichtet. So war klar, dass Martin Schemuth auf I Like Yellow Roses mit seinen 275 Punkten in dieser Prüfung den Titel gewann. Silber ging an Patrick Sattler auf Sen Me Chex und Bronze an Achim Götz auf One Of A Sign. Dahinter reihten sich ein: Massimo Milano auf Chicory Chicory Doc, Achim Götz auf Signed By Chex, Sabine Brasche auf Larues Imperialil sowie Martin Schemuth auf Shiners Red Pepper.

 

EC 22 ERCHA Working Cowhorse Non Pro

 

 Gala-Vorstellung von Sabine Brasche

 

Einen besonders souveränen Sieg feierte Simone Brasche. Auf Larues Imperialil war sie in der Working Cowhorse Non Pro sensationell zur Stelle. Sie kam auf 292 Punkte und damit gewann sie mit 8,5 Punkten Vorsprung. Schon in der Dry Work hatte Simone Brasche 145 Punkte gesammelt – in der Fence Work legte sie dann sogar mit 147 Punkten noch ein Schüppchen drauf.

Der zweite Rang ging an Schweden: Magnus Jan Erik Nilsson überzeugte mit einer 144 vor allem in der Dry Work. Mit weiteren 139,5 Punkten in der Fence Work kam er auf Smart Camolena zu gesamt 283,5 Punkten. Knapp dahinter war es schon wieder Sabine Brasche, die zur Stelle war. Mit zwei feinen Leistungen auf Lil Peptorella kam sie zu einer Score von 281 und auch den dritten Rang,

Der Österreicher Gerold Dautzenberg sammelte 274 Punkte und wurde auf Lights R Red Vierter. Der fünfte Platz ging an Massimo Milano auf Chicory Chicory Doc (272,5). Die weitere Rangfolge: 6. Martin Schemuth auf Shiners Red Pepper vor Achim Götz auf One Of A Sign, Martin Schemuth auf I Like Yellow Roses, Thomas Thorvaldsson auf High Scootin Lena, Magnus Jan Erik Nilsson auf Pearl Handled Gun, Rene Wicki auf Ima Docs Tipster, Achim Götz auf Signed Be Chec sowie Gabriela Küng auf Smart Little Steady.

 

 

 

 

EC 26 Working Cowhorse Non Pro Limited

Katharina Götz mit Score 283,5 vorn

Um einen Punkten Unterschied entschied sich die Working Cowhorse Non Pro Limited. Am Ende hatte Katharina Götz auf Signed By Chex die Nase vorne. Mit einer 143,5 in der Dry Work und einer glatten 140 in der Fence Work kam sie auf gesamt 283,5 Punkte.

Knapp geschlagen geben musste sich Massimo Milano auf Chicory Chicory Doc, der auf 282, 5 Punkte kam (140,5 / 142). Dritte wurde Gabriela Küng auf Smart Little Steady (272) vor Romas Hossmann auf Menas Smart Girl, Rene Wicki auf Ima Docs Tipster sowie Achim Götz auf One Of A Sign.

 

AS 24 EWU Superhorse

Little Sparkle Lena wurde unter Anna Limmer

das „Superhorse“ der Americana 2011

21 Starter verzeichnetet die EWU Superhorse-Prüfung, die bereits seit Jahren fester Bestandteil und Publikumsmagnet auf der Americana ist. Ein sehr schönes und auch heterogenes Teilnehmerfeld präsentierte sich – neben vielen AQHA-Show-erprobten und erfolgreichen Quarter Horses waren auch ein Appaloosa, ein Vollblut, ein Haflinger und ein westerngerittenes Pferd dabei. Diese Prüfung ist einfach immer wieder faszinierend, steht doch die Vielseitigkeit des Westernpferdes im Vordergrund. Trail, Reining, Western Riding und Western Pleasure treffen sich hier!

Das „Superhorse“ der Americana 2011 wurde schließlich Little Sparkle Lena, ein neunjähriger Palomino-Wallach, den Anna Limmer durch den Parcours lenkte. Einen Top-Score von 144 vergaben die Richter an diese beiden für ihren Ritt! Das ist also der erste Titel-Erfolg für Anna Limmer auf der diesjährigen Americana, weitere könnten folgen – sie ist mit ihren Pferden ebenfalls in den Western Pleasure-Finals dabei, genauso wie in der Western Riding und im Trail.

An zweiter Stelle folgte schließlich der einzige Haflinger im Teilnehmerfeld: Slide Me Maxi unter Hannes Bolz, der vielen Zuschauern von Reining-Prüfungen aus den vergangenen Jahren bekannt sein müsste, präsentierte seine sprichwörtliche Vielseitigkeit unter dem Sattel ebenfalls mehr als gut – ein Score von 143 bedeutete die Silbermedaille.

Nur einen halben Punkt dahinter reihte sich nochmals Anna Limmer ein, die damit insgesamt eine super Prüfung zu verzeichnen hatte; diesmal mit ihrem Hengst Hesa San Jo, der den Americana-Besuchern ebenfalls nur zu gut bekannt sein dürfte. 142,5 Punkte bedeuteten einen mehr als knappen Rückstand zu Rang Eins und Zwei!

 

Aint It The Blues zeigt schon wieder sein riesen Potenzial

Wenngleich der vierte Platz stets den Ruf hat, „undankbar“ zu sein, war auch vom viertplatzierten Pferd-Reiter-Paar eine tolle Leistung zu sehen. Aint It The Blues und Gesa Meier-Bidmon präsentierten sich in einer absolut harmonischen Weise in der anspruchsvollen Pattern. Ein Score von 140 sagten am Ende die Sprecher durch. Im Trail-, Western Riding- und den Western Pleasure-Finals werden Aint It The Blues und Gesa Meier-Bidmon sicher noch ein Wörtchen bei der Titel- und Medaillenvergabe mitreden; das war in dieser Superhorse nochmals klar zu sehen.

Rang Fünf ging schließlich an den 20-jährigen Vollblutwallach Sally Hit und Sandra Bagnaresi, die in der EWU seit Jahren erfolgreich unterwegs sind. Ein schöner, sauberer Ritt mit tollen Galoppwechseln, aber leichten Schwächen in den Spins ergaben eine 139 für sie.

Ihr folgte Cathrin Dostal, die gleich zwei Pferde in die Platzierung ritt. Platz Sechs ging an ihren zehnjährigen Hengst Smart Cayenne Pepper (Score 137). Außerdem showte sie auch Snip Poco King zu 134,5 Punkten, gleichauf mit der Tschechin Betty Kroumanova und Pretty Tony Jacs gab es für diese Leistung den achten Rang.

Doch dazwischen setzten sich noch CS Elite Skip und Thomas Christ. Gestern noch in Cowhorse-Klassen unterwegs, zeigten die beiden auch hier ihre Bandbreite und kamen auf 135 Punkte.

Der zehnte Platz ging schließlich an den einzigen Appaloosa im Starterfeld, Go Frosted Aglo Go unter Katharina Götz (Score 132,5).

 

AP 70 Masters Pleasure

Im Vorlauf klare Sache für Johanna Grabner

25 Reiter bewarben sich im Vorlauf der Masters Pleasure um den Finaleinzug. Nach zwei Go`s und einem Halbfinale waren sich beide Richter einig, dass die Österreicherin Johanna Grabner auf Hot Lil Machine diese Prüfung zumindest bis dahin klar beherrscht hatte. Sie kam auf die Maximalausbeute von 20 Platzierungspunkten. Den zweiten Rang im Go sicherte sich mit 17 Platzierungspunkten Gesa Meier-Bidmon auf Aint It The Blues. Auch Iris Oplusstil meldete als Dritte ihre Ansprüche an. Die Österreicherin kam auf AGR Best A Good Time zu 15 Platzierungspunkten.

Die niederländischen Farben vertraten den vierten Rang im Go: Peggy de Kraa auf Secondary Asset kam auf 13 Platzierungspunkte. Als Fünfter qualifizierte sich Markus Häberlin auf Liddys Lena vor Serena Montanari auf Just Hot Roddin, Barbara Ceusters auf Invitations Old Gold, Anna Limmer auf Cashin The Asset, Jessy Goossens auf Reinvest in Peaches und Marieke Stegemann auf Im Classy Stuff.

 

Johanna Grabner setzt sich auch im Finale an die Spitze

Die großen Pleasure Stars dieser Americana hießen Johanna Grabner und Hot Lil Machine. Die Österreicherin, die auf der Dry Dust Ranch in Halbthurn / Burgenland zuhause ist,  gewann mit dem 3-jährigen American Quarter Horse Wallach sämtliche Open Western Pleasure Prüfungen – sowohl die Vorläufe als auch das Finale. Der A Good Machine-Sohn aus der Hot Lil Breeze, der im Besitz von Ing. Günter Pöck ist, entschied die NSBA Western Pleasure all ages Open genauso für sich wie am Folgetag das Masters Pleasure – und dies gegen hochkarätige Konkurrenten. Im Masters verwies er einmal mehr auf dieser Americana Gesa Meier-Bidmon und Aint It The Blues auf den zweiten und die Belgierin Barbara Ceusters mit Invitations Old Gold auf Platz 3. Diese Entscheidung fiel durch den Tie-Richter.

Vierte wurde Marieke Stegemann mit Im Classy Stuff vor Anna Limmer mit Cashing the Asset auf Platz 5. Sechste wurde die Italienerin Serena Montanari, gefolgt von Iris Oplusstil (AUT) mit AGR Best A Good Time auf Platz 7, Jessy Goossens mit Reinvest in Peaches auf Platz 8 und Markus Haeberlin (SUI) mit Liddys Lena auf Platz 9. Hot Lil Machine wurde von Darren Putnam in Arkansas, USA gezüchtet. Günter Pöck kaufte den Wallach als Non Pro Pferd für sich und gewann mit ihm im Juli 2011 die Pleasure Celebration Amateur. Zudem führte Hot Lil Machine auf der AQHA EM in den Vorläufen sowohl in Amateur als auch Junior Western Pleasure.

Es war die dritte Americana für Johanna Grabner, die u.a. bereits drei Mal die NSBA Futurity gewonnen hat sowie die DQHA Maturity und Futurity. 2006 war sie bereits Masters Pleasure Champion, doch dies war bisher ihr größter Erfolg in Augsburg.  „Es ist einfach unglaublich, ich kann es noch nicht fassen“, strahlte Johanna Grabner. „Ein Sieg auf der Americana ist etwas ganz Besonderes, denn vor so großem Publikum zu starten ist eine echte Herausforderung, besonders für einen 3-jährigen. Der Geräuschpegel einer so großen Messe ist schon gewöhnungsbedürftig, aber man muss halt sein Pferd frühzeitig mit den Messebedingungen vertraut machen. Und wenn man dann in der Americana Arena zur Siegerehrung steht mit tausenden Zuschauern im Hintergrund – dann ist das Gänsehautfeeling pur!“