6. Bundespferdefestival Ellwangen 2014: 40.000 begeisterte Zuschauer

 

Veranstalter ziehen positive Bilanz

Ellwangen (fn-press). Das war ein Wochenende der Extreme. Extreme Wetterbedingungen, extrem vielseitige Wettbewerbe und extrem begeisterungsfähige Teilnehmer, Besucher und Helfer: Beim 6. Bundespferdefestival in Ellwangen trotzen Zwei- und Vierbeiner dem Wechsel von Hitze und Regenfluten mit Hageleinstreu. Die rund 40.000 Besucher, die sich locken ließen, erlebten eine bunte Welt der Pferde und machten die Veranstaltung zu einem Erfolg.

Ob unter dem Sattel, ob vor der Kutsche, ob an der Longe, ob an der Hand: Das Bundespferdefestival bewies sich einmal mehr als Schaufenster des Breitensportes mit dem Pferd. Drei Tage lang gaben Reiter, Fahrer, Voltigierer und Züchter Einblick in die vielseitigen und phantasievollen Möglichkeiten, seine Freizeit mit Pferden und Ponys zu verbringen. Auf zwölf Plätzen zentral in Ellwangen gelegen gaben die 800 Teilnehmer bei über 70 Wettbewerben alles. Einsteiger konnten ihre ersten Versuche auf dem Pferderücken in teilweise geführten Wettbewerben zeigen. Geschicklichkeit galt es in den Allroundreiter-Wettbewerben und Springwettbewerben zu zeigen. Teamgeist und Phantasie waren in den Dressurwettbewerben gefragt. Turnen auf dem Pferderücken sahen die Zuschauer beim Gruppenvoltigieren. Hinzu kamen diverse Angebote für Fahrfreunde, für Westernreiter und Wanderreiter. Manchmal ging es ruhig zu, manchmal rasant und laut wie zum Beispiel bei den Mounted Games Reitern. Und fast immer war es bunt. In Wettbewerben mit Verkleidung und Kostümen – auch für die Pferde - lebten die Teilnehmer sehr zur Freude der Besucher ihre ganze Phantasie aus. Sich präsentieren und ausprobieren war das Motto der meisten Teilnehmer, die oft in mehreren Wettbewerben starteten und Schnupperangebote nutzten. Für den Bundescharakter der Veranstaltung sorgten die FN-Effol-Länderteamwertung, die FN-Bundesstutenschau Sportponys sowie das bundesweite Championat des Freizeitpferdes/-ponys.

Vor allem das Wetter forderte Veranstalter und Teilnehmer heraus. Am Samstag sorgte ein Gewitter mit starken Regenfällen sogar für eine einstündige Unterbrechung. Danach war nicht nur alles nass, sondern teilweise auch überflutet. So auch der Paddockplatz, der für viele Teilnehmer und Pferde drei Tage lang das mobile Zuhause sein sollte. Die Stimmung ließ sich aber keiner verderben. Mit Gelassenheit, Improvisation und Organisationtalent wurde das Wetterschicksal gemeistert. Und zum Galaabend „Nacht der Pferde“ zeigte sich der Sommer den 10.000 Abendgästen auch wieder von seiner besten Seite. „Stimmung, Zuschauerzahlen, Organisation: Dieses Festival hat Maßstäbe gesetzt“, lobte Gisela Hinnemann, Mitglied des Präsidiums der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), die Stadt Ellwangen, den Ostalbkreis und den Württembergischen Pferdesportverband, die gemeinsam als Veranstalter das 6. Bundespferdefestival ausrichteten.

Überschattet wurde das Festival durch den Tod eines Pferdes. Nach seinem Auftritt im Schauprogramm des Galaabends brach das Pferd zusammen. Die anwesende Tierärztin konnte nichts mehr für das Pferd tun.