59. Januarturnier Swakopmund: Die Dressuren gehen los – Erstes Gold für Germany

Die Sieger des ersten Dressurtages

Friderike Haase und Precious Gift

Tamsin Louw mit Sphinxblick Kim

Kira Rohloff mit Wecke & Voigts Hoseason Kahlua

Der Sieger Holger Kleyenstüber mit der Zweitplatzierten Nadia Braune

Viel Action beim Fußballspiel

Am vierten Tag des 59. Januarturniers in Swakopmund gingen die Dressuren los. Geritten wurde bei schönstem Sonnenschein auf vier Dressurplätzen. Über einhundert Starter mussten vor den Augen der Richter Irene Schier, Sumari Piepmeyer, Stefanie Voigts, Tanja Bauer, Gesche Gilchrist, Marc Esselmann, Dieter Voigts und Ernst Holtz in dreizehn Prüfungen ran. Den Abschluss des Tages bildete ein Fußballturnier zwischen den Reitern und Pferdepflegern – insgesamt mehr als zehn Stunden Sport.

Den Anfang machte die Pony Rider Preliminary. Kyra Roets vom Okakambe Riding Center ritt auf Okakambe Oskar zum Sieg. Sie wurde mit 69,43% bewertet. Vereinskameradin Kiarah Mostert und Okakambe Dondolo machten es Kyra gleich und holten Gold in der Pony Rider Lollipop. Platziert war unter anderem Charlotte Habicht auf Little Miss Muffet; ein blaue Schleife mehr auf dem deutschen Teamkonto.

Tamsin Louw steht kurz vor ihrem 14. Geburtstag und machte sich selbst eine Freude: Auf Sphinxblick Kim waren 66,39% vom Rest des Starterfeldes nicht zu schlagen. Der Sieg ging somit an den gastgebenden Reiterverein Swakopmund. Für den konnte Karin Schommarz mit Bellissima Beau Cheval ebenfalls Gold holen. Karin siegte in der Junior Preliminary.

Der Gymkhana Club Windhoek hatte Kirsten Chiappini ins Rennen geschickt. 68,03%  standen bei den Richtern in der Liste. Das beutete Platz eins zusammen mit ihrem Pferd Play Boy. Und auch Bronwin Ockhuys vom Riverside Equestrian Center krönte ihren Ritt mit einer goldenen Schleife. 68,53% vergaben die Richter für ihre Leistung auf Shalom’s Zonjati Shivas in der Adult Preliminary-Klasse für Erwachsene.

Wecke & Voigts Hoseason Kahlua hieß das Pferd von Kira Rohloff. 67,24% war das ausschlaggebende Ergebnis für alle anderen Starter. Erreicht hat es keiner. So gewinnt man. Und so ähnlich machte es auch Friderike Haase auf Precious Gift. Die Reiterin vom Team Deutschland sorgte für die erste goldene Schleife der Gäste aus dem kalten Norden (momentan mehr als minus zehn Grad). Die Stute Precious Gift ist selbst ein erfahrenes Turnierpferd und wird sonst von der zurzeit verletzten Sumari Piepmeyer geritten. Die deutsch-namibische Gemeinschaftsproduktion klappte auf Anhieb. Dieser Start hatte sich gelohnt.

Die Anforderungen stiegen und mit ihnen auch die Freude über einen sportlichen Erfolg. Den gönnte sich Nadine Flemming auf Seeis Eymet. Die Jury vergab 71,74%. Keine schlechte Leistung. In der Elementary-Klasse für Erwachsene machte sich einer auf, um dem Rest das Fürchten zu lehren. Holger Kleyenstüber hatte bereits in den Springderbys für Beifall gesorgt und ritt mit Bravour und Können an die Sitze des Feldes. Am Platzrand wurde er in aller Öffentlichkeit  als Champion gefeiert. Holger fühlte sich geehrt. Ihm zu Ehren spielte man auf dem Platz das Lied von den zehn kleinen Jägermeistern.

Den reiterlichen Abschluss des ersten Dressurtages entschied einmal mehr Nadine Flemming für sich. Das nächste Gold in der Junior/Adult Elementary Medium war zugleich das letzte im Dressurviereck. Nach den Siegerehrungen wurde der Platz gewechselt. Auf dem Rasen traten mehrere Fußballmannschaften gegeneinander an. Die starke sportliche Überlegenheit der Pferdepfleger war unübersehbar und der Sieg in dem kleinen Turnier nur eine Frage der Zeit. Das Team „Loverboys“ hatte zwar im Finale so seine Sorgen mit den Reitern, siegte am Ende aber verdient und ohne Kraftanstrengung mit 2:0.

Die Sonne stand schon tief über dem Atlantik, als der erste Dressurtag in Swakopmund endete. Er war voller guter sportlicher Leistungen und überzeugte durch eine gut funktionierende Organisation.

Fotos von Jan-Pierre Habicht ©