59. Januarturnier Swakopmund 2016: Tag 3 mit dem Cross-Border-Event und einer kleinen Doppelsiegerin

Doppelsiegerin Jenna Gilchrist

Die Reiter beim Empfang in der Stadt

Bürgermeisterin Paulina Nashilundo, links Wido Bartsch

Simone Rückert

Team "Bounty Riders"

Team Germany

Die Highlights nehmen in Swakopmund kein Ende. Am Vormittag begann um 11.00 Uhr kurz vor der größten Mittagshitze die Parade durch die Stadt. Fast fünfzig Pferde machten sich mit ihren Reitern und Pferdeführern auf den Weg ins Zentrum. Begleitet wurde der Tross von der Swakopmunder Traffic Police, die bereits viele Jahre Erfahrung mit dem Handling der Parade hat. Zu traditioneller Marschmusik und später modernen Klängen ging es von den Ställen des Reitervereins Swakopmund zur Tobias-Hainyeko-Straße; nur wenige Meter von dem Ort entfernt, wo vor fast sechzig Jahren die ersten Reitturniere in Swakopmund ausgetragen wurden. Ein würdiger Ort mit Geschichte also und voller Zuschauer, als die Parade dort Station machte.

Die frisch gewählte Bürgermeisterin Paulina Nashilundo begrüßte die Reiter und freute sich über die vielen Sportler, die den Weg aus Nah und Fern zum Turnier und zur Parade gefunden hatten. Ebenso sprachen wieder der Vorsitzende des Reitervereins Swakopmund, Wido Bartsch und die Teamchefin des deutschen Teams, Anja Duhnsen. Erfrischungen kamen vom Café Anton.

Nach dem Weg durch die Stadt zurück zu den Stallanlagen war keine Langeweile angesagt. Ab 14.00 Uhr ging es auf dem Springplatz weiter. Die Jüngsten durften zeigen, was sie gelernt haben. In der Klasse bis 40cm Sprunghöhe musste zur Idealzeit geritten werden. Wer dieser am nächsten kam und die wenigsten Fehler hatte, erhielt die goldene Schleife des Siegers. Jenna Gilchrist und Little Miss Muffet hatten diese Ehre und die Gastgeber einen Erfolg mehr. Silber durfte sich Tiana Gogol vom Gymkhana Club Windhoek an die Trense von Adcon Bunji heften.

Die Idealzeit musste ebenfalls in der 60cm-Klasse erreicht werden. Das beste Paar wurde vom Okakambe Riding Center gestellt: Simone Rückert und Xanado. Dahinter reihte sich Dominik Esslinger auf Tiffany ein.

Es ging weiter mit den Stilspringen. In diesen Prüfungen kommt es vor allem auf das korrekte Reiten an; weniger auf Schnelligkeit. Die Richter sahen eine junge Reiterin vorne, die bereits Gold hatte. Jenna Gilchrist und Little Miss Muffet konnten mit diesem Tag und einem Doppelsieg mehr als zufrieden sein. Für das Walvis Bay Equestrian Center holte Alyssa Hopking auf Junior Silber vor Dominique Giannios mit Llandilo Celebrity.

Im 60cm-Stilspringen ging der Sieg in die Hauptstadt.Tiana Gogol und Adcon Bunji hielten die Konkurrenz auf Distanz. Rang zwei war für das Riverside Equestrian Center reserviert. Stefan Gellert hatte mit Horse Mania Sophies Secret eine verlässliche Partnerin unter sich und Silber in der Tasche.

Im Anschluss wurde im Parcours kräftig umgebaut. Das Cross-Border-Event warf seine Schatten voraus. Das deutsche Team trat gegen sechs starke, namibische Mannschaften an. Tatsächlich hatte es am Ende nur ein Team geschafft, bei vier Ritten über insgesamt vierzig Sprünge keinen einzigen Abwurf zu fabrizieren. Die „Bounty Riders“ mit Julia Esslinger/Wildfang, Kirsten Savage/Okakambe Dondolo, Aniké Maritz/Frischgewaagd Santano sowie Nadine Flemming/Seeis Eymet deklassierten die Konkurrenz; hatten sich Gold redlich verdient. Silber mit einem Abwurf machten die „Beach Bumbs“ klar. Das Team bestand aus Nadine Flemming, Janine Hopking, Werner Bartsch und Tamsin Louw. Auf Platz drei sprangen bei gleicher Fehlerzahl und langsamerer Zeit die „Flying Teens“ mit Karin Schommarz, Ramona Röschlau, Jessica Kreiner, Aniké Maritz. Die deutschen Reiter, bestehend aus Anja Duhnsen, Lea Duhnsen, Friderike Haase und der großartigen namibischen Unterstützung Emily Braune hatten zwölf Strafpunkte im Gepäck und belegten in der Gesamtwertung Platz sechs.

Den Abschluss des Nachmittags machte der Wettbewerb der Reiter zusammen mit ihren Pferdepflegern. Im „Grooms Competition“ musste das Pferd aufgesattelt und fünf Mal gesprungen werden. Danach sprang der Pfleger die gleichen Sprünge noch einmal. Unter großem Beifall des Publikums wurden die Sieger Laura Braune und Willem gefeiert. Sie legten eine unschlagbare Zeit vor. So fröhlich, wie der Tag bei der Parade begann, endete er beim Reiterverein Swakopmund.

Fotos von Jan-Pierre Habicht ©