59. Januarturnier Swakopmund 2016: Der Samstag mit den Eröffnungsspringen

Friderike Haase

Aniké Maritz

Carmen Piepmeyer

Detlef Fischer

Michelle Künzle

Empfang in der Reiterbar des Reitervereins Swakopmund

Das 59. Januarturnier in Swakopmund fand seinen Anfang mit dem ersten Tag, an dem ausschließlich gesprungen wurde. Fünfzehn Prüfungen sahen die Zuschauer mit den ersten Teilnehmern, Siegern und Platzierten aus drei Nationen.

Pünktlich um 08.15 Uhr erklang die Glocke zum Eröffnungsspringen über 70cm. Parcourschef Cord Cordes ließ es ruhig angehen und machte es den Reitern nicht schwer. Schließlich war es der erste Tag und das Turnier ist lang. Verletzte Reiter und Pferde gab es gottlob nicht zu beklagen. Ein unfreiwilliger Abstieg steht in den Protokollen der Richter.

Das Wetter in Swakopmund war erträglich. Die Atlantikbrise ließ die zwei- und vierbeinigen Sportler nicht im Stich. Mehr als einhundert Zuschauer verbrachten die meiste Zeit unter dem großen Zelt. Die Versorgung mit leckeren Speisen und Getränken sorgte für Energie und Entspannung, denn die Teams aus Kaffeebude und Bar arbeiteten zur vollsten Zufriedenheit der Hungrigen und Durstigen.

Zum Sport: Die erste goldene Schleife des Turniers in den 70cm Welcome Stakes holte sich Geena Sadlowski auf Horse Mania Fire Fly. Carmen Piepmeyer und Jason sowie Alyssa Savage mit Souris ritten zu Silber und Weiß.

In den 80cm Welcome Stakes waren es bedeutend mehr Starter. Zwanzig Paare sprangen um den Sieg. Gold wanderte zum Reitclub Okahandja. Für den Sieg zeichnete Detlef „Fisch“ Fischer verantwortlich. Er hatte Bella Mia gesattelt. Daran kam niemand vorbei. Okakambe Dondolo/Kirsten Savage und Martin Minett/Seeis Dansuelo kamen ebenfalls aufs Podium.

Die Sprunghöhe ging rauf auf 90cm. Am Ende machte eine ganz junge Dame den Sieg für Walvis Bay klar. Pia Gebhardt ist schon lange im namibischen Reitsport erfolgreich und machte ihrem Ruf trotz großer Konkurrenz alle Ehre. Ihr Ritt auf Bastos Twahil ging ordentlich nach vorne los – Sieg! Den riss Pia kurz vor Schluss leider der bis dahin führenden Svenja Späth auf Davetsaub Lagan aus den Händen. Ihr blieb das beruhigende Gefühl, dass Lagan bestimmt noch eine große Zukunft vor sich hat. Platz drei hatte erst vor fünf Monaten als Paar zusammengefunden: Aniké Maritz und Baron von Sphinxblick.

Explosiv wurde es in der 1m-Klasse. Selina Schneider hatte CTM Beatle Bomb zwischen den Eisen und Gold fest im Blick. Das Riverside Equestrian Center in Swakopmund hat einen Sieg auf dem Konto. Platz zwei blieb beim Gastgeber. Nicole Nederlof hat ihre früher weithin sichtbare orangefarbene Turnierjacke im letzten Jahr gegen eine einfache blaue getauscht und mit Trip Travel Frischgewaagd Trabant nach wie vor einen verlässlichen Partner unter dem Leder – gleiches Pferd, neue Jacke - Rang zwei vor Svenja Späth mit Metzger Drilling Bodenhausen Zambesi.

In der kombinierten Wertung über 1,10m, 1,20m und 1,30m war es ein erwarteter Favoritensieg. Namibias Sportlerin des Jahres 2015 Michelle Künzle platzierte ihre Pferde M&A’s Caskari und Locarno Di Caprio auf eins und zwei. So etwas nennt man einen Doppelsieg. Ebenfalls auf Rang zwei: Raquel Mendes/Voigtskirch Sovereign und Franmari Lang/Seeis Mon Gold.

Nach dem Mittagessen standen die Zwei-Phasen-Springen im Zeitplan. Über 70cm war Carmen Piepmeyer auf Jason erfolgreich. Am Platzrand applaudierten Mama Sumari, Schwester Mia und Vater Reiner. Ebenfalls Beifall erhielten Maxine Berker/Fury (Platz 2), Alyssa Savage (Platz 3).

2 Phasen, 80cm, eine Siegerin: Candice Behrens vom Gymkhana Club Windhuk und Adcon Savana. Auf dem Podium und bei der Siegerehrung standen außerdem Kirsten Savage mit Okakambe Dondolo und Danika Gogol auf Adcon Max.

Aniké Maritz und Baron von Sphinxblick hatten schon eine Schleife. Das war aber nicht genug. Und Gold glänzt mehr in der Sonne. Ein goldener Erfolg über 90cm für die beiden und den Reiterverein Swakopmund. Mit einer silbernen Schleife konnte sich Nadia Braune auf Luna Properties Diamond Rock schmücken; Ramona Röschlau und Two Boy in Weiß.

Der Detlef Fischer hingegen mag offensichtlich keine ungeraden Zahlen und wollte lieber zwei goldene Schleifen haben. Das gelang ihm souverän in der 1m-Klasse. Svenja Späth und Metzger Drilling Bodenhausen Zambesi sowie Nadine Flemming auf Seeis Shelton machten das Podium komplett.

Blieb noch die Kombi-Klasse auf 1,10m, 1,20m und 1,30m. Den großen Abschluss des Tages legte Raquel Mendes auf Voigtskirch Sovereign hin. Der zweite Platz ging an den südafrikanischen Reiter Martin Minett. Er war mit Bodenhausen Inkognito im Parcours und kam mit Silber wieder heraus. Martin und seine Frau Laurianne hatten im Laufe des Tages noch weitere Platzierungen erreicht und konnten mit dem Turnierauftakt durchaus zufrieden sein.

Das junge deutsche Team war mehrfach am Start. Für Platzierungen reichte es allerdings nicht ganz. Friderike Haase und Lea Duhnsen haben aber noch ein paar mehr Chancen auf die ersten Erfolge in Namibia.

Am Rande der Springwettbewerbe fanden die Equitation-Prüfungen statt. Die Gewinner der Klassen waren Geena Sadlowski/Horse Mania Fire Fly (Children), Nadine Flemming/Seeis Shelton (Juniors) sowie Kira Rohloff/Wecke & Voigts Hoseason Kahlua (Adults).

So endete der erste Tag in Swakopmund auf dem 59. Januarturnier. Der Abend hielt einen Empfang für die südafrikanischen und deutschen Gäste in der neu gestalteten Reiterbar bereit. Worte an die Gäste und Gastgeber richteten Trevor Mills als Vorsitzender der NAMEF, Wido Bartsch als Vorsitzender des Reitervereins Swakopmund sowie Anja Duhnsen als Teamchefin der deutschen Mannschaft. Geschenke wurden ausgetauscht und der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass der Austausch zwischen den Reitern aus Namibia und Deutschland weitergehen möge.

Das Januarturnier in Swakopmund endet erst am 07. Januar 2016.

Fotos von Jan-Pierre Habicht ©