58. Reit- und Springturnier Okahandja 2016: Der Freitag mit neun Prüfungen

Detlef Fischer und Büllsport Dacapo

Kordula Voigts und Zonjati Bon Gondolier

Laura Pflippen und Happy Pets Bella Mia

Michelle Künzle

Nadine Flemming und Seeis Shelton

Svenja Späth und Maya Janbey

Pünktlich um 09.30 Uhr begann auf dem traditionsreichen Gelände des Reitclubs Okahandja (RCO) das 58. Reit- und Springturnier. Die Vereinsmitglieder Petra und Detlef Fischer als Zugpferde der Veranstaltung hatten mit ihren vielen Helfern das Areal zu einem sehenswerten Turnierplatz hergerichtet. Bunt geschmückt und mit vielen schattigen Sitzgelegenheiten hatten die Zuschauer nichts auszusetzen. Zumal sie fast zweihundert Starts vor Augen hatten für den Fall, dass sie den ganzen Tag blieben. Neun Wettbewerbe in Dressur und Springen standen im Zeitplan. Viel mehr geht nicht an einem Tag.

Vier Prüfungen fanden in den Dressurvierecken statt. In der Pony Riders Preliminary 1 konnte sich Pia Gebhardt auf Bastos Twahil gegen den Rest des Starterfeldes durchsetzen. Kayla de Wet und Candy belegten den zweiten Platz vor Emily Braune mit Moritz. Weiterhin platziert waren Jenna Gilchrist/Claratal Bardolino (4.) sowie Leonie Janbey/Lammerskraal Stud The Outlaw (5.).

Marlene Reisenauer und EWS Seeis Achilles konnten sich die Goldene Schleife in der Pony Riders Preliminary 4 holen. Leone Janbey hatte mit Lammerskraal Stud The Outlaw einen verlässlichen Partner für den zweiten Platz. Pia Gebhardt konnte sich auf Bastos Twahil erneut platzieren (Rang drei). Ebenfalls mit einer Schleife in der Siegerehrung: Emma Tromp/Brand New Day (4.) und Kayla de Wet/Candy (5.).

Davetsaub Sans Souci’s hieß das Pferd von Svenja Späth in der Junior/Adult Preliminary 1. Die Schleife schimmerte in der Sonne Namibias in goldenen Farben. So sehen Sieger aus! Nicht weniger schön glänzt Silber. In diesen Farben durften sich Maya Janbey und Sheiks Affair schmücken. Für den gastgebenden RCO holte Laura Pflippen die erste Platzierung: Rang drei für ihren Ritt auf der achtjährigen Schimmelstute Happy Pets Bella Mia. Svenja Späths Mutter Corinna ist nicht nur die gute Seele der Farm, sondern ebenso eine Reiterin mit Pferdeverstand. Sie ritt zu Rang vier auf Davetsaub Murnja. Für den Reiterverein Swakopmund holte Maike Schommarz mit Charmin Gale Platz fünf vor Franmari Lang-Becker, die Seeis Mercury durchs Viereck steuerte. Weiter platziert: Olaf Falk/Hopking Consulting Services Seeis Minsuelo (7.) und Yvonne Le Roux/Seeis Contanus (8.).

Die letzte Dressurprüfung des Tages war eine Junior/Adult Preliminary 4. 31 Paare hatten sich ins Viereck begeben. Maya Janbey von der Reitgemeinschaft Otjiwarongo zeigte auf Sheiks Affair die beste Leistung und wurde folglich mit Gold belohnt. Olaf Falk reichte ein siebenter Platz nicht aus. Er holte sich Silber auf Hopking Consulting Services Seeis Minsuelo vor Svenja Späth, die auf Davetsaub Sans Souci’s nach der goldenen nun zusätzlich eine weiße Schleife im Gepäck hat. Der vierte Rang wurde zweimal vergeben: Franmari Lang-Becker/Seeis Mercury ritt Seite an Seite mit Laura Pflippen/Happy Pets Bella Mia zur Siegerehrung ein. Die Plätze 6, 7 und 8: Anette Künzle/Seeis Elton, Yvonne Le Roux/Seeis Contanus, Maike Schommarz/Charmin Gale.

Der Oberförster im Stangenwald alias Parcourschef war der allseits bekannte Cord Cordes. Selbst viele Jahre ein erfolgreicher Reiter hatte er in den Eröffnungsspringen am ersten Tag fast keine technischen Herausforderungen in die Parcoursskizze gezeichnet. Das kam vor allem dem Nachwuchs zugute. In den 70cm Welcome Stakes holte Carmen Piepmeyer aus Swakopmund den ersten Sieg in den Springwettbewerben. Sie hatte ihren treuen Jason dabei, der sie zuverlässig über die Hindernisse trug. Sunet Hayward belegte mit Forever Casey Rang zwei und Hamish Stewart auf Losberg Casanova den dritten Rang. Carmens Vereinskameradin Sheen Dürr konnte sich zusammen mit Midnight Delight über den vierten Platz freuen. Die Platzierungen mussten im Übrigen in allen Klassen im Stechen ermittelt werden.

Cord Cordes ließ die Stangen 10cm höher legen. Kordula Voigts und Zonjati Bon Gondolier ließen in den 80cm Welcome Stakes der Konkurrenz keine Chance. Sieg! Kayla de Wet hatte bereits einen zweiten Rang in der Dressur. Nun kam mit Candy noch ein weiterer im Springen hinzu. Zum dritten Platz sprangen Karin Schommarz und Büllsport Nanuk. Das Podium war komplett. Außerdem platziert: Emma Tromp/Brand New Day (4.), Nadine Esselmann/Okakambe Royal (5.), Jayd Bassie-Hanssen/Callaho Abraham (6.).

By the way: Jayd Bassi-Hanssen war mit ihrem sechsten Platz nicht so recht zufrieden und so machte sie sich in den 90cm Welcome Stakes erneut auf in die Bahn, um es besser zu machen. Auf Okonjima Jessica wurde dieses Vorhaben mit Bravour in die Tat umgesetzt; Platz eins vor Gesche Gilchrist, die mit Seeis Dansuelo noch nicht das volle Tempo ging. Immerhin war es erst das Eröffnungsspringen. Und ein wenig Taktik gehört schließlich immer dazu. Nadia Braune und ihr Schimmel Gondor Diamond Rock hielten sich ebenfalls noch ein wenig zurück: Rang drei. Danach wurden in der Reihenfolge ihrer Platzierungen geehrt: Franmari Lang-Becker/Seeis Mercury, Svenja Späth/Davetsaub Sans Souci’s, Charmaine Meintjiies/Mobile Tack Shop Davetsaub Katarina.

Für Nadine Flemming und Seeis Shelton stellte die Hindernishöhe im Eröffnungsspringen über einen Meter keine allzu große Hürde dar. Es ging wie immer konzentriert über den Platz. Wenn dazu noch reiterliches Können kommt, bleibt ein Sieg nicht aus. So geschehen am Freitag in Okahandja. Immerhin siebzehn Paare wollten ihr im Verlaufe der Prüfung den Sieg streitig machen. Nadines ärgste Verfolgerin war Jolize Barnard von den Kapp Stables in der Hauptstadt. Jolize hatte Zonjati Gunfire zwischen den Eisen. Vom gleichen Verein kam Ramona Röschlau. Auf dem zwölfjährigen Wallach Two Boy wurde es ein respektabler dritter Platz. Auf die Ehrenrunde durften noch Pia Gebhardt aus Walvis Bay mit Bastos Twahil (4.) und Aniké Maritz aus Swakopmund auf Baron von Sphinxblick.

Blieb noch das Highlight im Parcours: Das Springen über 1,10 und 1,20m. Elf Paare gingen in den Umlauf. Fünf qualifizierten sich für das Stechen. Es wurde ein Duell zwischen Michelle Künzle und Nadine Flemming. Michelle und Erongo Wilderness Stud Seeis Mon Gold hatten die Nüstern ganz vorn. Nadine und Seeis Eymet reihten sich dahinter ein. Michelle machte den Erfolg komplett mit einem dritten Rang auf Locarno Di Caprio.

So ging der erste Tag zu Ende. Viele Zuschauer, tolle Stimmung – Okahandja Style vom Feinsten.

Fotos: Jan-Pierre Habicht ©