4. Ladeburger Kutschencorso: Ländliche Reinkultur und ausverkaufte Hütte


4. Ladeburger Kutschencorso:

 

 

Ländliche Reinkultur und ausverkaufte Hütte

 

Ladeburg/BAR (jph) In Ostbrandenburg gibt es ja so einige Feste, welche die gewachsene ländliche Kultur anschaulich machen. In Altranft gibt es das Gespannpflügen und in Weesow die Bauernrallye. Die gesamte Region ist während der Saison gespickt mit Reit- und Springturnieren. Nur der Fahrsport hoch auf dem Wagen ist allerorten etwas unterbesetzt. Da kommt eine Veranstaltung wie der Ladeburger Kutschencorso gerade recht.

Ein Haufen begeisterter und zahlungskräftiger Pferdefreunde machte sich vor drei Jahren auf die Beine respektive Hufe, um ein Event aus dem Boden zu stampfen, das von Anfang an nicht auf Kleckerei ausgelegt war. Das Turniergelände und das Showprogramm, die Werbung und die Sponsoren: Große Brötchen waren geplant und keine Krümel. So entstand auf dem Botha-Hof in Ladeburg bei Bernau im Jahre 2008 ein Spektakel, dass in der Region kaum zu übersehen ist. Und selbst bei schlechtem Wetter wie am letzten Wochenende und angesagtem Regen ist die Zuschauerzahl vierstellig und die Stimmung großartig. Dazu trägt eine perfekte Organisation bei. Allein die aufgestellten und gut besetzten Tribünen bieten auch für Ältere reichlich Sitzgelegenheiten und gute Sicht von allen Plätzen. Das Angebot an Speisen, Getränken und Kinderunterhaltung lockt Familien aus dem Umland einschließlich Berlin zur Veranstaltung.

Und wer am Tage noch nicht genug Spaß hatte, konnte sich abends bei Live-Musike die Tanzmuskeln stählen. Spätentscheider hatten allerdings das Nachsehen. Die Tanzveranstaltung im Festzelt war bereits am Vormittag restlos ausverkauft – Zustände wie auf der Wies’n in München.

Der eigentliche Kutschencorso führte dann am Sonntag durch die Stadt Bernau. Mit drei Einsatzwagen der Polizei sicherte die Ordnungsmacht den Wagenpulk ab. Wie in jedem Jahr ging es vorbei an historischen Bauten in Bernau; auf dem Marktplatz vor dem Rathaus gab es eine Pause und Eis für die Teilnehmer. Eine bessere Planung und optische Bekanntgabe der Strecke (Kennzeichnung) würde sicher noch mehr Zuschauer anlocken und dem Corso den Rahmen geben, den er verdient hat. Aber vielleicht lagen all die Freunde von Kutschen und Pferden nach einer wilden Party im Festzelt noch im Bett.

Auf jeden Fall ist dem Ladeburger Kutschencorso eine rosige Zukunft zu prophezeien. Die jährlich steigende Zahl der Starter und Besucher sind Beleg dafür.

 

Weitere Informationen gibt es auch unter www.ladeburger-kutschencorso.de .

Im Bereich "Erweiterungen" der Community gibt es unter "Videos" ein kleines Filmchen vom Kutschencorso am Sonntag durch Bernau.