3. Kreisreiterball Märkisch-Oderland in Münchehofe im Jahre 2014: Fette Party im Reitrevier

 

 

Der November gehört der Herbstdepression, den kurzen Tagen, den kalten Nächten und dem Regen. Alles in allem keine erfreulichen Aussicchten, wenn, ja wenn es da nicht den Kreisreiterball MOL geben würde. Die Ausgabe Nummer drei hatte in diesem Jahr wieder schwere Geschütze aufgefahren. Der LRV Münchehofe, bereits arg gebeutelt von Dressurtag im Juli, großem Turnier im September, DJM der Voltis auch im September und LM im Vierkampf im Oktober raffte sich mit aller Kraft und Beharrlichkeit auf und stemmte zusammen mit den Mädels und Jungs vom Reitrevier auch diese Herausforderung. Und davor darf man sich mal lange und tief verbeugen, denn wer für 500 (in Worten fünf-null-null) partywütige Pferdeleute so ein Event bastelt, muss es schon drauf haben. Aber eigentlich werden die Münchehofer ja das ganze Jahr für ihren Fleiß gelobt und das bedeutet nun mal viel Arbeit. In diesem Fall war natürlich der Vorstand des KRV MOL involviert und für den Programmablauf des Abends verantwortlich.

 

Nach der kurzen Eröffnung ging es um kurz vor acht zur Erstürmung des Buffets. In diesem Jahr hatte man sich in Münchehofe eine kleine aber sehr effektive Neuerung einfallen lassen: Es wurden zwei Versorgungsstrecken aufgebaut, die von beiden Seiten überfallen werden konnten. Das halbierte die Anstehzeit und schaffte mehr Zufriedenheit. Erwähnenswert war auch der große Dessert-Turm, der bis zum Ende des Balls allerlei Gründe für Hüftgold im Angebot hatte. In Sachen Speisen dürfte kein Wunsch offen geblieben sein. Die Küche legte nochmal ordentlich nach. An Hunger hat wohl keiner gelitten.

 

Durst ist ja auch so ein Fremdwort auf einem Kreisreiterball dieser Größenordnung. Für die Versorgung der Gäste inklusive Auf- und Abbau waren insgesamt so an die sechzig Personen beschäftigt. Die meisten von ihnen arbeiteten im Service und versorgten die Tische oder Bänke zügig mit Flüssiggas. Das war auch notwendig, denn die Halle wurde von zwei monströsen Dieselheizungen erwärmt, damit die Ladies mit freien Schultern tanzen konnten. Wer mehr anhatte, glänzte im Licht der Scheinwerfer.

In diesem Jahr war die Bühne einem DJ vorbehalten. Die meisten Gäste des letzten Balls hatten es sich so gewünscht. Die fleißigen Feen des KRV-Vorstandes erfüllten diesen Wunsch umgehend. Musike von der Festplatte hat so ihre Vorteile, dachte man sich. Leider musste der Hard Disk Jockey gefühlt viel zu früh den Hahn abdrehen. Aber so ist das ja immer bei den geilen Partys. Man hofft, dass sie nie zu Ende gehen und dann ist auf einmal Stille. Die brachte übrigens ein unverwüstliches Paar nicht dazu, deswegen mit dem Tanzen aufzuhören. Man klatschte einfach und gab den beiden das perfekte Rhythmusgefühl. Ein solcher Abschluss krönte den Ball irgendwie und machte ihn zu etwas ganz Besonderem. War ein bisschen wie im Film…

 

Zwar immer etwas langweilig, weil eben nicht mehr neu, wird die Ehrung der Sieger und Platzierten empfunden. Man sollte sich allerdings vor Augen halten, dass im Landkreis Märkisch-Oderland in jedem Jahr auch eine Menge zu ehren ist. Das hat nicht jeder bei sich in diesem Umfang, denn neben den Kreismeisterschaften in Dressur und Springen kamen noch diverse Ergebnisse verschiedener Landesmeisterschaften dazu plus der gesamte Oderlandcup. Das dauert schon a bisserl gibt aber allen Sportlern das Gefühl, dass ihre Leistungen vom Reitersvolk wahrgenommen werden. Und mal ehrlich: 500 Augenpaare muss man auf einem Turnier erstmal zusammenbekommen, die einen alle angucken…

 

In diesem Jahr wieder sehr beliebt: Das Kulturprogramm. In Zusammenarbeit mit dem Reitsportgeschäft in Münchehofe, das nicht nur die Outfits zur Verfügung stellte, sondern auch noch die Style-Beratung übernahm, wackelten nach einer Idee von KRV-MOL-Vorstandsmitglied Irina Grosch-Sigrist zehn Models mehr oder weniger auffällig gekleidet durch den Saal - Beifall und lautes Gröhlen inklusive. Wer nun die größte Aufmerksamkeit auf sich zog, lässt sich schwer sagen, aber Olaf Hille war schon irgendwie - ähm… bemerkenswert anzuschauen… Erfreulicherweise zeigten sich auch Reiter aus anderen Landkreisen. Aber die Herren Patrick „Patty“ Schmiedeberg und Kilian „Killer“ Lorenz sind für solche Späße ja geradezu geboren. Ob die allerdings, ebenso wie die anderen, wirklich und wahrhaftig im nächsten Jahr mit den Klamotten zum Turnier fahren, bleibt fraglich… Sonnenscheinchen Fabian Pagenhardt - als Studentenreiter partyerprobt und als Turniersprecher der weisen Worte mächtig - kommentierte die Erscheinungen im Sinne der Saalstimmung. So war es den Zuschauern recht.

 

Die Zahl der Ansprachen blieb in diesem Jahr zahlenmäßig begrenzt, trotzdem ließen es sich der Bürgermeister der Gemeinde Hoppegarten (Münchehofe gehört dazu) Herr Karsten Knobbe nicht nehmen zu reden und ergriff ebenso das Wort wie das Vorstandsmitglied der Sparkasse Märkisch-Oderland Reinhard Kampmann, der sich durchweg positiv zur Zukunft des Oderlandcups äußerte. Das hörte man gerne im Saal. Die Tour ist eine der treibenden Kräfte im Reitsport des Landkreises. Außerdem sprach der Präsident des Landesverbandes Pferdesport Berlin-Brandenburg, Herr Peter Krause (Foto). Der nun verkündete die zu diesem Zeitpunkt brandheiße Nachricht des Tages, dass die Landesmeisterschaften Springen und Dressur nun doch in Neustadt stattfinden werden. Auch dafür gab es Beifall. In so einem kleinen Nebensatz war zu hören, dass er sich über den Austragungsort Münchehofe bestimmt auch gefreut hätte. Aber MüHo hat ja schließlich genug um die Ohren, möchte man meinen…

 

Durch den Abend führten für den Vorstand des KRV MOL Franziska Ehrich und Torsten Zellmer. Das bewährte Gespann ließ die Kirche im Dorf und hielt die Reden kurz. Darüber war niemand böse. Verteilt wurden reichlich Blumen und warme Worte.

 

Yvonne und Nicole Grubitz erhielten ebenfalls ein Dankeschön stellvertretend für die vielen Helfer, die diesen Abend organisiert und hart dafür gearbeitet haben. Sie hatten erst Feierabend, als die Sonne aufging…

 

Die Möglichkeit eines Erinnerungsfotos nahmen viele Gäste war. Es kam zeitweilig zum Stau. Der Platz reichte nicht aus. Wie soll das auch gehen, wenn zum Beispiel die Waldesruher mit der ganzen Besatzung erscheinen; oder die Zesche-Gang - J -? Da muss im nächsten Jahr mehr Platz her. Die Hälfte des Erlöses ging übrigens an den KRV MOL.

 

 

 

Der Kreisreiterball in MOL ist auch im dritten Jahr wieder ein voller Erfolg geworden. Weder Speisen noch Getränke und schon gar nicht die Musik kann man jedem recht machen. Aber eines steht schon jetzt fest: Es wird eine vierte Auflage im Jahre 2015 geben und dann wird es wieder richtig krachen in Münchehofe. Der Ball wird größer und größer. Aber mehr geht in die große Reithalle nun wirklich nicht rein… Anbauen?

HIER geht es zum Video vom Ball.

Alle Fotos von Loony Images © via Facebook bestellbar.

Und hier die Tafel der Besten für die Geschichtsbücher des Reitsports im Landkreis Märkisch-Oderland in der Saison 2014:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Grafiken von Irina Grosch-Sigrist (C)