2. Süddeutsches Fahrsportforum: Vorträge für Fahrsportfans in München

 

 

2. Süddeutsches Fahrsportforum:

Vorträge für Fahrsportfans in München

München (fn-press). Mit rund 450 Teilnehmern war das 2. Süddeutsche Fahrsportforum auch im zweiten Jahr ein voller Erfolg. Fahrer, Beifahrer, Richter, Parcourschefs, Trainer und viele Fahrsportfans kamen auf der Olympiareitanlage in München-Riem zu dieser zweitägigen Aus- und Weiterbildungsveranstaltung zusammen.

„Die Veranstaltung ist sehr gut gelaufen und viele Teilnehmer haben gefragt, ob das Fahrsport-Forum auch im nächsten Jahr wieder stattfindet“, berichtete Bundestrainer Karl-Heinz Geiger (Rechtmehring). Er war gemeinsam mit Andrea Summer (Steinheim), Dieter Lauterbach (Dillenburg) und Peter Tischer (Neu-Isenburg) Initiator und Organisator des Fahrsportforums. Es war in diesem Jahr eine gemeinsame Veranstaltung der Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und des Saarlands. „Das Fahrsport-Forum wird auf jeden Fall eine ständige Einrichtung, vielleicht jedes Jahr oder auch alle zwei Jahre“, erklärte auch Fritz Otto-Erley (Warendorf), Leiter der Abteilung Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), der als Referent in München einen Rückblick auf die Fahrsportsaison 2011 und einen Ausblick auf 2012 gab.

Zeitgleich wurden unterschiedliche Themen von qualifizierten Referenten angeboten. Vorträge und Workshops, zum Teil gezielt für Richter oder Parcourschef, zum Teil aber auch für alle Fahrsportinteressierten, konnten ganz nach Interesse besucht werden. Die Themen kamen dabei aus verschiedenen Bereichen des Fahrsports wie Ausbildung, Training und Turniervorbereitung, Recht, Organisation und Sponsoring, LPO und neue Dressuraufgaben, Traditionsfahren oder Parcoursbau für Hindernisfahren und Geländehindernisse. „Es wurde nicht nur thematisch, sondern auch länderübergreifend über den Tellerrand geschaut, so dass es viele Synergieeffekte gibt“, freute sich Otto-Erley. Ein Schwerpunkt war in diesem Jahr das Traditionsfahren. Viele Interessierte hörten sich dazu den Vortrag von Dr. Andreas Furger  aus der Schweiz an. Eine Aussage war, dass der Leistungssport und die Tradition wieder näher zusammengebracht werden könnten. So berichtete er, dass in Argentinien das Traditionsfahren und der Sport gemeinsam auf einem Turnier stattfinden. „Dieser Vortrag kam sehr gut an. Aber besonders auch die Erklärungen und anschließenden praktischen Vorführungen von Rolf Petruschke fesselten die Teilnehmer“, fasste Karl-Heinz Geiger zusammen. Rolf Petruschke aus Hohenahr, früherer Ausbildungsleiter der hessischen Reit- und Fahrschule, beschäftigte sich in der Reithalle mit der Arbeit des Fahrpferdes unter dem Sattel und an der Doppellonge.

Ein weiterer Schwerpunkt war das neue Aufgabenheft Fahren. Karl-Heinz Geiger und Dieter Lauterbach erklärten die neuen Dressuraufgaben. Das interessierte besonders auch die Fahrer der Bundes- und der Landeskader, die ebenfalls zahlreich nach München gekommen waren. Aber auch mehr als 70 Richter und Parcourschefs nutzten die umfangreichen Möglichkeiten zur Weiterbildung in München.                 evw