17. Reit- und Springturnier Berlin-Malchow 2011: Das Kleeblatt hat den guten Ruf verteidigt

 


17. Reit- und Springturnier Berlin-Malchow 2011:

 

 

Das Kleeblatt hat den guten Ruf verteidigt

 

Malchow (jph) Nein, das Wetter meinte es zeitweise nicht sehr gut mit dem veranstaltenden Reitverein Kleeblatt Berlin e.V. und wurde oft verflucht von Zuschauern, Reitern und Vereinsmitgliedern.  Dabei waren höchstens fünfzehn Prozent der Turnierzeit etwas regenlastiger. Und bei einer vierstelligen Nennungszahl kann der eine oder andere Start schon mal etwas feuchter werden.

Malchow und sein Kleeblatt-Reitverein bieten viel Bemerkenswertes. Allein schon das riesengroße, wirklich und ausschließlich vereinseigene Gelände bietet nicht nur Platz für einige Einsteller und die zehn eigenen Pferde. Es ist auch reichlich Areal vorhanden für so profane Dinge wie Zuschauerparkplätze und eine schöne Verkaufs-, Vergnügnungs- und Schlemmermeile – wenn mal nicht vereinsinterner Reitbetrieb sondern Turnierzeit ist.

Und wenn sich in Malchow die Tore zum Reit- und Springturnier öffnen, strömen wie in jedem Jahr Massen an Zuschauern und Teilnehmern herbei. Denn Malchow ist sehr beliebt unter Reitern und Reiterinnen, was in jedem Fall an einer hervorragenden Organisation liegt, die sich in dauerhafter und flächendeckender Präsenz der Verantwortlichen zeigt. Dazu kommen noch Annehmlichkeiten, die Pferdefreunde auch schätzen: Große Flächen für alle semisportlichen Belange (z. Bsp. Pferdeanhänger), ausreichend Dixie-Stationen (mit echter Klobrille!), einen Reitshop für den schnellen Bedarf und hervorragend weil oft gepflegte Abreiteplätze in ansprechendem Ambiente. Einziger Makel ist der manchmal störende Fluglärm, mit dem sich aber im nächsten Jahr schon andere herum ärgern müssen. Dafür gab es eine vorbildliche Mülltrennung mit Entsorgungsgelegenheiten alle zehn Meter. Leider haben die Zuschauer das System noch nicht begriffen. Ein großes Hinweisschild am Eingang könnte vielleicht Abhilfe und Akzeptanz schaffen.

Sehr angenehm auch in Malchow ist der Umgang mit dem trinkenden und speisenden Gast: Er kann an etwa zwölf Tischen direkt am Springplatz sitzen und dem Treiben zuschauen. Das hätte am Dressurplatz auch noch gefehlt! Dabei ging neben dem Turniergrill auch eine ordentliche Gulaschkanone der Freiwilligen Feuerwehr Niederschönhausen in Stellung. Die Grundbeladung bestand aus Erbsensuppe. Dies war allerdings nur die Nebentätigkeit der Feueraustreter von nebenan. Hauptamtlich waren sie an diesem Wochenende mit wichtigeren Aufgaben betraut: Während andernorts die Feuerwehr nur als Parkplatzwächter  beim Turnier unterwegs ist, gibt es in Malchow einen anderen Ansatz: Dort werden die kleinen Kameraden und Kameradinnen der Jugendfeuerwehr als Parcourshelfer eingesetzt. Ganz stolz waren die kleinen in Einsatzkleidung, wenn sie Stangen einhängen oder ganze Sprünge umbauen durften. Eine nachahmenswerte Form der Zusammenarbeit und eine Empfehlung an andere Veanstalter.

Am Ende des Turniers sah der Zuschauer dann auch eine große Meute meist Damen, die sich mit reichlich Sekt selbst feierten. Es waren die Mitglieder und Helfer des Reitvereins Kleeblatt Berlin e.V., die sich da lautstark in Szene setzten. Und dazu hatten sie nach der organisatorischen Glanzleistung auch allen Grund.

Summa summarum ist Malchow für jeden eine Reise wert, der Lust auf das Reiten und das Zugucken beim Reiten hat. Malchows guter Ruf bleibt auch in diesem Jahr erhalten und wird im nächsten Jahr sicherlich wieder viele Sportler und Zuschauer anlocken. Zu Recht!

 

Alle Ergebnisse und Platzierungen finden Sie ebenfalls hier im News-Bereich. In den Erweiterungen der Community gibt es mehrere Videos zum Turnier. Alle Videos sind öffentlich.