15. Hallenturnier Lentzke: Abgesagt und Frau Holle ist schuld

 

„Es liegt doch nicht an mir, sondern an der Alten da oben“, macht Steffen Krehl unmissverständlich deutlich. Noch gestern hatte er mit seinen Helfern den Abreiteplatz fertig für das Turnier gemacht. Der Boden sah gut aus und bereitbar. Und heute am Morgen war alles ganz anders. „25 cm Neuschnee sind echt zu viel für uns“, musste er sich und dem Rest der Welt eingestehen.

Krehl weiß schließlich, wovon er spricht. Da geht es ihm nicht anders als Alex Gibson in Elisenau. Wer will schon auf einen Anhänger- und Abreiteplatz, der zu gar nichts zu gebrauchen ist. Die Teilnehmer sollen vernünftige Bedingungen vorfinden, so wie er es von anderen Turnierveranstaltern auch erwartet. Vater Bernd Krehl wollte noch einen letzten Kraftakt unternehmen und versuchen, das Ganze zu retten. Steffen zog die Notbremse, denn die Schneevorhersage zeigt noch jede Menge Nachschlag für die nächsten Tage an.

Aber man ist in Lentzke nicht ohne Hoffnung. „Wenn wir nicht das letzte Hallenturnier im März machen, dann eben das erste im Oktober“, verkündete er schon mit mehr Euphorie in der Stimme. Dann wird es eine strikte Trennung nach Dressur und Springen geben. Wahrscheinlich sind die ersten beiden Tage für das Springen und der letzte Tag für die Dressur reserviert. Und im nächsten Jahr gibt es dann Vol. 16 in Lentzke auf der Reitanlage der Familie Krehl wieder zur gewohnten Zeit Ende März, wenn die Alte da oben mitspielt…

Foto von Jan-Pierre Habicht: Lentzke 2012 – die Voltis machten sich draußen warm…