145. Deutsches Derby Hamburg 2014: Neue Namen im Derby-Roulette

Hamburg – Zwei neue Namen für die "Short List" in Bezug auf das IDEE 145. Deutsche Derby am ersten Juli-Sonntag und ein vorerst vom Sockel gestoßener Mitfavorit - das ist das Fazit des Bavarian Classic, einem wichtigen Derbytest am Pfingstmontag in München. Mit einem überzeugenden Sieg in dem 2000-Meter-Rennen brachte sich der von Wolfgang Figge vor Ort trainierte Magic Artist für Hamburg in Position. Er gehört dem investitionsfreudigen Stall Salzburg von Hans-Gerd Wernicke aus Freilassing, der erstmals überhaupt einen Starter im Derby haben wird. Im Sattel von Magic Artist saß der Engländer David Probert, der den Hengst auch in Hamburg steuern wird. Deutlich hinter Magic Artist belegte Speedy Approach unter Eduardo Pedroza Rang zwei. Ihn trainiert Andreas Wöhler für den Unternehmer Jaber Abdullah aus Dubai, auch für Speedy Approach steht Horn auf der Agenda. "Ich könnte mir schon vorstellen, dass wir dort das Ergebnis gegenüber Magic Artist umdrehen können", meinte Wöhler in München. Er ist einer von derzeit sechs Derby-Kandidaten, die der Erfolgstrainer noch im Rennen hat.

Auf den Plätzen drei und vier landeten in München Nordico und Born To Run. Nordico im Besitz des Kölner Fondsmanagers Eckhard Sauren wird nicht im Derby antreten, "die dort geforderten 2400 Meter sind zu weit für ihn", konstatierte der Besitzer. Dagegen soll Born To Run aus dem Stall von Roland Dzubasz (Berlin-Hoppegarten) laufen, der Engländer Martin Dwyer, sein Münchener Reiter, wurde auch für Hamburg engagiert. Ein herber Rückschlag war dagegen für Dzubasz der Auftritt von Gestüt Auenquelles Lac Leman. Der als klarer Favorit in München an den Start gegangene Hengst wurde nach allerdings wenig glücklichem Rennverlauf nur Siebter und Vorletzter.

Stuten bringen sich in Stellung

In Berlin brachten sich am Pfingstsonntag die beiden einzigen im Derby noch startberechtigten Stuten in Position. Den Diana-Trial gewann Gestüt Ittlingens Longina aus dem Stall von Peter Schiergen mit Adrie de Vries im Sattel, Zweite wurde Gestüt Röttgens Weltmacht, die von Markus Klug trainiert wird. Ob es für beide auch ins Derby geht, ist jedoch nicht ganz sicher. "Wir werden uns genau überlegen, ob wir zu einem so frühen Zeitpunkt schon gegen die Hengste antreten", sagte Schiergen. Im Röttgener Team hat man das "Blaue Band" für Weltmacht in jedem Fall noch im Hinterkopf.

Der Favorit startet Sonntag

Weltmachts Trainer Markus Klug blickt derweil mit Spannung dem kommenden Sonntag entgegen. Denn in Köln steht mit dem Oppenheim-Union-Rennen der traditionell wichtigste Derbytest auf dem Programm, aus dem Klug-Stall läuft Sea The Moon, der derzeit uneingeschränkte Derby-Favorit. Dessen jüngster erfolg in Frankfurt im dortigen Metzler-Preis ist gerade aufgewertet worden, denn der damals Dritte ist der aktuelle Münchener Sieger Magic Artist. Die Konkurrenz im Oppenheim-Union-Rennen wird für Gestüt Görlsdorfs Sea The Moon zumindest quantitativ nicht sehr groß sein, denn nach dem bisherigen Stand der Dinge werden sich ihm nur fünf oder sechs Gegner stellen.

Mehr Informationen gibt es im Internet: www.galopp-hamburg.de