145. Deutsches Derby Hamburg 2014: Der Derby Trial-Sieger läuft im Großen Hansa-Preis

Hamburg – Der Iffezheimer Derby-Trial war in der Vergangenheit stets ein wichtiger Test auf das IDEE 145. Deutsche Derby in Hamburg-Horn. 2011 holte sich Waldpark vor seinem Triumph in Horn den letzten Schliff auf der Rennbahn nahe Baden-Baden. Der diesjährige Sieger im Iffezheimer Derby-Trial, der drei Jahre alte Hengst Sirius, wird zwar in diesem Jahr in Hamburg antreten, aber nicht im Derby, dafür hat er nie ein Engagement bekommen. "Als der Nennungsschluss anstand, hätte ich nie gedacht, dass es einmal so ein gutes Pferd wird", bekante Trainer Andreas Löwe nach dem Rennen. Und über eine Nachnennung, die 65.000 Euro kosten würde, denkt der Besitzer, der belgische Groß-Spediteur Wim van de Poel nicht nach. "Sirius läuft aber in Hamburg", kündigte Löwe an, "wir haben ihn im Grossen Hansa-Preis genannt, da wird er starten." Für das Derby ist der Kölner Trainer ohnehin gut gerüstet, er wird dort Lucky Lion satteln, Sieger im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen auf der Heimatbahn.

"Er geht jetzt ohne einen weiteren Start ins Derby", sagte Löwe, "hat sein letztes Laufen bestens überstanden, könnte theoretisch sofort wieder laufen. Ich bin mit ihm mehr als zufrieden. Wir werden ihn jetzt ganz gezielt auf Hamburg vorbereiten." Wen es eben möglich ist, soll wieder der französische Spitzenjockey Ioritz Mendizabal in den Sattel steigen, der Lucky Lion schon in Köln steuerte. Löwe: "Eine entsprechende Anfrage haben wir gestartet."

Von den im Iffezheimer Derby-Trial platzierten Pferden könnte der Vierte Eric im Besitz von Gabriele Gaul aus Mannheim in Hamburg an den Start gehen. "Die Besitzerin möchte gerne im Derby laufen", berichtet Trainer Christian von der Recke, "ich kann ihr das doch nicht verbieten. Und dem Pferd wird es kaum schaden, wenn er dort läuft." Eric hatte im vergangenen Jahr das mit 200.000 Euro dotierte BBAG-Auktionsrennen in Baden-Baden gewonnen, ist in der laufenden Saison aber noch ohne Erfolg.

Wild Chief für Hamburg ?

Einen hervorragenden vierten Platz belegte am Sonntag im französischen Derby, dem Prix du Jockey-Club, Stall Fürstenhofs Wild Chief aus dem Stall von Jens Hirschberger aus Mülheim/Ruhr. Das dortige Derby führt über 2100 Meter, doch ist Wild Chief auch für das IDEE 145. Deutsche Derby genannt, an dem er sicherlich teilnehmen wird.