12. Nacht der Schwarzen Perlen Neustadt 2014: Große Gefühle in der Lindenau-Halle

 

 

Das muss man dem Haupt- und Landgestüt in Neustadt ja lassen, die Nacht der Schwarzen Perlen haben sie auch im 12. Jahr als echte Hausnummer der Pferdeshows präsentiert. Die Abend-Gala am Samstag war ausverkauft. Zur Familien-Show am Sonntag gab es noch einige freie Plätze. Beide Veranstaltungen wurden von Ostseequadrille und Excalibur Horse Show getragen. Die Darsteller der Shows zeigten sich bereits am Samstag in aller Pracht zum Neustädter Fohlenfrühling und machten Lust auf mehr. Unter der Regie der künstlerischen Leiterin der Ostseequadrille Nicole Walper und in Zusammenarbeit mit Dajana Pfeifer wurde eine mehr als dreistündige Gala mit über vierzig Pferden und fast achtzig mitwirkenden Zweibeinern inszeniert. Das darf man gerne mal in Relation zum durchaus fairen Eintrittspreis setzen.

 

Die Lindenau-Halle in Neustadt: Draußen wüteten Regen, Sturm, Blitz und Donner; drinnen sah es nicht viel besser aus. Der finstere Unterweltkönig Hadres stahl dem letzten Einhorn seinen Kopfschmuck. Fortan musste die Fee Marielle bis zum zwölften Glockenschlag versuchen, alle Splitter des gestohlenen Horns wieder einzusammeln. Die Zeit drängte und viele Abenteuer mussten überstanden werden, damit am Ende das Gute gewinnen konnte. Und das Gute musste gewinnen. Daran gab es keinen Zweifel.

 

Zu diesem Zwecke fuhr die Ostseequadrille alles an Geschützen auf, was im Arsenal ist. Das erfreute die Zuschauer in höchstem Maße. Beifall wurde reichlich gespendet. Man hielt sich auch mit aufmunternden Pfiffen und Ausrufen nicht zurück. Wie soll das auch gehen, wenn die große Friesen-Quadrille mit 56 Hufen, die Schachbrett-Quadrille oder das Pas de Trois der Iberer Höchstleistungen abliefern?

 

Nicht zu vergessen die Excalibur Horse Show mit Dajana (als Marielle) und Nicki (als Hadres) Pfeifer. Während es Dajana als verlorene Fee erreichte, das Publikum bei Laune zu halten bzw. in Gefühlswallungen zu bringen, war Nicki für den bösen, heißen Part zuständig.

 

Toll kostümiert sowie mit einer bemerkenswerten Feuershow brachte er die Lindenau-Halle in Neustadt zum Kochen. Besonders die neuen fließenden Feuer beeindruckten das Publikum nachhaltig.

 

Aber es half alles nichts. Das Gute war am Ende auf dem Vormarsch und drängte Hadres in sein Schattenreich zurück. Die Fee Marielle und ihr wunderschönes Einhorn waren wieder vereint und freuten sich am Ende zusammen mit den Zuschauern in der Arena.

 

Bemerkenswert war ebenso wieder die Verbindung von Pferd und Technik. In diesem Fall wurde die "Kutschen"-Quadrille mit acht Friesen und vier Fahrzeugen durch die Autowelt Barnim unterstützt. In der Lindenau-Halle waren gleichzeitig durchgezählte 1.462 Pferdestärken am Start. Die verteilten sich auf zwei Dodge Durango und zwei Dodge Ram 1500 sowie acht Friesen. Eine grandiose Leistung des Sponsors, der Fahrer und natürlich der Reiter mit ihren schwarzen Boliden.

 

Ein ums andere Mal erfindet sich die Nacht der Schwarzen Perlen neu – mit neuen Shownummern, tollen Kostümen, Choreografien und Geschichten. Das Dutzend ist jetzt voll und es bleibt für die vielen Fans von Friesen und Iberern zu hoffen, dass diese Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Landgestüt, Ostseequadrille und Excalibur Horse Show weitergeht. Am vergangenen Samstag jedenfalls wurde die Lindenau-Halle zu einem der wenigen Highlights des Jahres erweckt und erstrahlte im Glanze des Showlichts. Das war ergreifend und berührte in diesem Augenblick sehr viele Zuschauer, die nach dieser imposanten Vorstellung bestimmt gerne wiederkommen.

 

Wer die Ostseequadrille das nächste Mal in Action sehen will, kann am 27. September in Prussendorf dabei sein.

Fotos von Jan-Pierre Habicht ©

HIER geht es zu den Bildern der Familienshow vom Sonntag.