Feuer, Drachen, Windhunde – die Pferdenacht 2016 in Wiesbaden

Spiel mit Pferd und Feuer: Der Feuerreiter – bei der Pferdenacht 2016 in Wiesbaden (Toffi/WRFC)

Ganz Wiesbaden hat am Nachmittag den Atem angehalten: Wird die Wiesbadener Pferdenacht stattfinden oder nicht? Hagel hatte die Rasenflächen in der Innenstadt in weiße Felder verwandelt, Keller wurden ausgepumpt, die Feuerwehr war im Großeinsatz. Aber auch der Wettergott scheint ein Fan der Pferdenacht zu sein. Rechtzeitig hatte er sich ausgetobt und die Pferdenacht präsentiert von der Spielbank Wiesbaden verzauberte – wie geplant – ihre Zuschauer. Ausgebucht – und alle sind trotz der Wetterkapriolen am Nachmittag angereist, 15.000 an der Zahl. Pferdenacht-Fans sind wahre Fans.

Ein 80. Geburtstag – wie der des Internationalen Wiesbadener Pfingstturniers – muss auch mit Würde und Stil gefeiert werden. Das passt: In Gespannen des tschechischen Nationalgestüts Kladruby nad Labem, dem ältesten Großgestüt weltweit, machte der Vorstand des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs dem Pferdenacht-Publikum seine Aufwartung. 80 Jagdhunde, etwa 80 Jagdreiter – die 80 spiegelte sich auch in den Schaubildern der Pferdenacht immer wieder.

Woran denken Sie, wenn Sie an Pferde denken? Feuer? Drachen? Persische Windhunde? Wie wunderbar Pferde und Feuer zusammen passen, zeigten der Feuerreiter ohne Zügel, Roland Heiß. Feuerzauber im Dunkel der Pferdenacht – ein fantastisches Bild. Nicht mit Feuer, aber mit Licht wollte die Lichterquadrille des Reiterhofs Montabaur begeistern, aber eins der Pferde wurde krank. Um jede Ansteckung für alle anderen Pferde zu vermeiden, ließen sie die Pferde zu Hause und traten zu Fuß an – gar nicht auftreten war keine Option. Sie galoppierten leuchtend und energisch per pedes über den Schlossplatz. Einen schottischen Drachen ließen die Kinder des Reit und Fahrvereins Wackernheim auf dem Biebricher Springplatz auferstehen. Die Salukis, die persischen Windhunde, sind schnell, stolz und schön und sie sind Jäger. Ihr Pendant in der Pferdezucht sind die Araber, beide zusammen haben in ihrer Pferdenacht-Show die Worte Schnelligkeit und Jagd exemplarisch verkörpert. Freihändig, kopfüber, mit tätowiertem, bloßem Oberkörper, sie sind wild und waghalsig und sie waren bei der Wiesbadener Pferdenacht 2016: die Trickreiter rund um Viktor Kirka.

Das große Finale, die Kombination der drei russischen Tenöre Ivan Vikulov, Pavel Ivanov und Igor Milukov mit einem außergewöhnlichen Künstler der Freiheitsdressur, Pierre Fleury – emotional, ergreifend und den Schlosspark erfüllend. Wie „menschlich“ war es, als sich plötzlich zwei von Fleurys Pony-Partnern erschraken und auf dem großen Platz durcheinander kamen. Aber schnell hat ihnen ‚Papa Fleury’ wieder Vertrauen und Sicherheit gegeben. Genau das ist die Pferdenacht – das Ganze rund um unsere Pferde. „Pferde überraschen uns immer wieder, das ist das Schöne“, betont der Organisator der Pferdenacht, Ulrich Schneider vom WRFC. „Und das ist die spezielle Herausforderung der Pferdenacht, umso schöner und toller ist dieses Erlebnis jedes Jahr wieder.“

05 Int. Barrierenspringprüfung

CSI 4* - FEI Art. 262.3, Preis der R + V Versicherung:

1. Markus Renzel (GER), Lexus 59, 0.00 bei 2,00m;

1. Tobias Meyer (GER), Coolmann 7, 0.00 bei 2,00m;

1. Maximilian Lill (GER), Capuccino 39, 0.00 bei 2,00m;

1. David Will (GER), Bugatti V/D Nortside, 0.00 bei 2,00m;

5. Karl-Georg Schäfer (GER), Cantara 69, 4.00 bei 1,80m;

6. Merrick Ubank (AUS), Alantinus, 4.00 bei 1,70m;

6. Jörne Sprehe (GER), JP's Winzerin, 4.00 bei 1,70m;

6. Cameron Hanley (IRL), Dalfsen, 4.00 bei 1,70m;