Springreiten: Jennifer Fogh Pedersen wird Chefbereiterin der Hengststation Maas J. Hell

Jennifer Fogh Pedersen stellt den Stationshengst Canstakko bereits erfolgreich in internationalen Prüfungen vor. (Foto: NH)

Herbert Ulonska - hier mit dem Weltklassevererber Calido I - ist froh über die sportliche Verstärkung für die Hengststation Maas J. Hell. (Foto: Janne Bugtrup)

Die Hengststation Maas J. Hell ist die älteste Privatstation in Schleswig-Holstein. Neben der Zucht stehen hier die Sportpferde im Fokus. (Foto: Stefan Lafrentz)

(Klein Offenseth)  Großartige Verstärkung für die Hengststation Maas J. Hell: Die dänische Springreiterin Jennifer Fogh Pedersen wird ab dem 1. September 2016 Chefbereiterin der Hengststation Maas J. Hell. „Sie ist die Idealbesetzung“, findet Stationseigner Herbert Ulonska und das aus gutem Grund. Die 33 Jahre junge Dänin sitzt seit ihrer Kindheit im Sattel, hat bereits Nationenpreise und als Juniorin auch Championate für Dänemark bestritten und wuchs in Katrinelund auf -  einer der renommiertesten und größten Hengststationen des Landes.

Freude auf beiden Seiten

„Ich freu mich riesig“, sagt die smarte Blondine über ihr neues Engagement in Klein Offenseth, denn die Hengststation ist ihr seit Jahren vertraut. Weil der Sportstall Frazer die Station Maas J. Hell verläßt, nutzte Herbert Ulonska die Chance, Jennifer Fogh Pedersen für die Station zu engagieren. „Ich sehe uns beide als Gewinner auf ganzer Linie“, so Ulonska, „Jennifer hat internationale Erfahrung, sie reitet einfach sehr gut und hat sowohl für die jungen Pferde ein sehr gutes Händchen, wie auch für die erfahreneren älteren Pferde und die Hengste. Sie wird tatsächlich ein Aushängeschild für die Station Maas J. Hell sein.“

Von der Pike auf…

…gelernt hat Jennifer Kathrine Fogh Pedersen - wie sie mit vollem Namen heißt - den Umgang mit Pferden. Sie ist die Tochter von zwei erfolgreichen Reitern - Mutter Bettina Kirk Pedersen und dem früh verstorbenen Vater Lindy Fogh Pedersen. Beide gaben der Tochter neben dem Talent auch die Ausdauer mit und lehrten sie Geduld mit schwierigen Pferden.  Im Alter von vier Jahren ritt die noch sehr kleine Jennifer ihren ersten Wettbewerb, wenig später schon die Junior Nordic Championships und wurde Teil des dänischen Nationalteams bei den Junioren und Jungen Reitern und zwar sowohl in der Dressur als auch im Springen. Knapp über 20 Jahre alt, folgten internationale Einsätze, Nationenpreise und Siege und Platzierungen in Großen Preisen in ganz Europa.

Von Dänemark aus die Welt erobern…

Im Jahr 2011 entschied sich die Springreiterin Dänemark zu verlassen, und in internationalen Ställen Erfahrungen zu sammeln. Beim italienischen Springreiter Piergiorgio Bucci in den Niederlanden und dann bei Tal Milstein in Belgien arbeitete Jennifer Fogh Pedersen als Bereiterin, knüpfte Kontakte und lernte viel über das internationale Geschäft. Seit 2012 lebt und arbeitet sie in Deutschland, blieb neben der Arbeit für den Stall Frazer aber auch selbstständig und pflegte insbesondere die Kontakte zu ihren dänischen Pferdebesitzern. „Ich hatte Glück, dadurch auch immer einige gute Pferde zu haben“, sagt Jennifer Fogh Pedersen heute. Auch Hengste und Sportpferde der Station Maas J. Hell sind der charmanten Blondine bestens vertraut. So stellt sie den Stationshengst Canstakko (Canturo-Stakkato) im internationalen Sport vor, hat die Stute Clair de Lune in Beritt und übernimmt demnächst auch den inzwischen vier Jahre alten, gekörten Holsteiner Hengst Conditus (Casall-Contender). Auch künftig wird sie Sportpferde fremder Besitzer in Beritt nehmen können.

Ab dem 1. September on Tour

„Ich lege Wert darauf, dass Jennifer sehr selbstständig arbeiten kann“, unterstreicht Herbert Ulonska, „sie hat die notwendige Erfahrung und ist eine absolut integere Persönlichkeit. Ich denke es ist gut, wenn sie weiterhin sowohl die Kontakte zu ihren als auch zu unseren Kunden hält.“ Gleichzeitig baut der Stationseigner, der selbst international startet, soweit es seine Zeit erlaubt, Wert darauf in Fogh Pedersen eine kompetente Reiterin und auch Ausbilderin bei internationalen Starts an der Seite zu haben. Für die künftige Chefbereiterin, die derzeit noch die Folgen eines schweren LKW-Unfalls (Beinbruch) auskuriert, geht ein Traum in Erfüllung: „Dank Herbert Ulonska und der Station habe ich Möglichkeiten in der Ausbildung aber auch im Turniersport, die ich sonst nicht hätte. Ich habe sehr viel Spaß an der Arbeit mit jungen Pferden.“

Die ersten Ziele sind bereits gesetzt: So möchte Fogh Pedersen beim CSI Paderborn im September starten, wenn es die Gesundheit dann schon erlaubt, weitere Ziele sind die vierwöchige Herbsttour im spanischen Oliva Nova und das CSI4* Salzburg zum Jahresende. Künftig soll es auch Lehrgänge mit der dänischen Springreiterin auf der Hengststation Maas J. Hell geben. Dort wird derzeit die Reithalle verlängert und modernisiert, ab Oktober folgt die Neueinrichtung des angeschlossenen Stalltraktes. Zum Start in den neuen Job wird Jennifer Fogh Pedersen auch gleich „Chefin“ des bisherigen Stations-LKW.  Damit weiter ausreichend Kapazität für die internationalen Turniere zur Verfügung steht, hat Herbert Ulonska einen zweiten LKW bei STX, Richard Theurer, in Auftrag gegeben.  Herbert Ulonska: „Dann gibt es für die Auslandsfahrten gar kein Platzproblem.…“