Pferdezucht: Belantis-Schwester Phantastica wird Miss Brandenburg-Anhalt

Die dressurbetonte Siegerstute Phantastica (Foto: Björn Schroeder)

Prussendorf – Die Entscheidungen bei der diesjährigen Staatsprämienschau der Deutschen Sportpferde und Trakehner Stuten sind in Prussendorf gefallen. Siegerin der springbetont gezogenen Stuten wurde Marley von Captain Olympic–Abke aus der Zucht und dem Besitz des Haupt- und Landgestüts Neustadt (Dosse). Auf dem zweiten Platz folgte die Cador–Lordanos-Tochter Carlotta (Z.: Dietmar u. Cerstin Mewes GbR, Gardelegen OT Estedt), gefolgt von Atlanta von Abke–Cardenio. Sie wurde von Reinhard Kitze, Schladebach, gezogen und vorgestellt.

Auch die Siegerin der dressurbetonten Stuten der diesjährigen Staatsprämienschau in Prussendorf kommt aus Neustadt (Dosse). Das Lot der Bewegungskünstlerinnen führte die Süddeutsche Championesse der dreijährigen Reitpferdestuten Phantastica von Don Juan de Hus–Expo'se an. Sie ist die Halbschwester von Vizeweltmeister DSP Belantis. Reservesiegerin wurde die bereits sechsjährige Scarlett von San Amour I–Rohdiamant aus der Zucht von Joachim Schulz, Salzwedel. Sie wurde von Cornel Schulz, Salzwedel, präsentiert.

59 drei- bis sechsjährige Stuten der Rasse Deutsches Sportpferd und sechs Trakehner Stuten bewarben sich um den begehrten Titel „Staatsprämienstute". Gerichtet wurde wie gewohnt getrennt nach Dressur-, Spring- und Trakehner-Abstammung. Bis zum Alter von sechs Jahren haben die Stuten die Chance, bei einem Eintragungsergebnis von mindestens 7,5 Punkten und einer Stutenleistungsprüfung von mindestens 7,0 Punkten die Staatsprämienanwartschaft zu erreichen. Das Ergebnis der Vorstellung auf der Staatsprämienschau wird dazu summiert, so dass sich das Gesamtergebnis wiederum aus der Division der Summe durch drei ergibt und 7,5 Punkte oder besser für den Titel der Staatsprämie ergeben muss.

Der Sonntag stand im Landgestüt Sachsen-Anhalt ganz im Zeichen der bunten Rassevielfalt des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt. Mit über 100 Fohlen der Pony- und Spezialrassen – vom American Miniatur Horse über das Deutsche Reitpony bis hin zum Welsh – war im Fohlenchampionat alles vertreten, was das Herz der Ponyzüchter höher schlagen lässt.