Holsteiner Hengsthaltungs GmbH: Präsentation der Junghengste in Elmshorn

Norbert Boley, Geschäftsführer der Holsteiner Hengsthaltungs GmbH Elmshorn

Der sechsjährige Adagio de Talma v. Lamm de Fetan stellte im vergangenen Jahr das Spitzenfohlen in Behrendorf.

Aus dem berühmten Bühne-Stamm der Familie Magens: der fünfjährige Quibery v. Quintero

Am 4. Mai, 19.00 Uhr,  findet die Präsentation der Junghengste der Holsteiner Hengsthaltungs GmbH in Elmshorn statt. Das war für uns Anlass, dem  Geschäftsführer Norbert Boley einige Fragen zu stellen.

Die Holsteiner Hengsthaltungs GmbH hatte ihre Hengste ja bereits im Februar gezeigt. Warum präsentieren Sie die Junghengste noch einmal?

Seit der letzten Hengstvorführung sind drei Monate vergangen. Vor allem die dreijährigen Hengste haben sich in dieser Zeit weiterentwickelt. Sie haben durch die Arbeit mehr Muskeln bekommen und haben unter dem Reiter beträchtliche Fortschritte gemacht. Für die Züchter ist es eine gute Gelegenheit, sich ein noch genaueres Bild von ihnen zu machen. Das gleiche gilt übrigen auch für die Vier- und Fünfjährigen.

Der Zeitpunkt der Hengstvorführung ist relativ spät gewählt. Was waren die Gründe dafür?

Da der 14tägige Veranlagungstest dann bereits gelaufen ist, stehen uns weitere wichtige Informationen zu den dreijährigen Hengsten zur Verfügung. Hinzu kommt, dass wir zu dieser Jahreszeit schon einige Fohlen der vierjährigen und älteren Hengste zeigen können. Auch davon profitieren die Züchter, bekommen sie doch zu sehen, wie sich die Hengste vererben.

Der 4. Mai hat sich auch mit Blick auf die auswärtigen Züchter angeboten. Es ist der Abend vor Himmelfahrt, sie können ihre Reise nach   Elmshorn wunderbar mit einem Besuch des Deutschen Spring- und Dressur Derbys in Hamburg verbinden. Dort gehen die weltbesten Springreiter u. a. in der Global Championstour an den Start.

Sie propagieren immer wieder, dass die Züchter Junghengste nutzen sollen. Warum setzen sie sich so vehement dafür ein?

Ich denke, dass unsere Zukunft darin liegt, Junghengste zu unterstützen. Nur so können wir auch Zuchtfortschritt schaffen.  Wenn ihnen keine Stuten zugeführt werden, haben sie keine Chance, sich zu profilieren. Ein gutes Beispiel ist der zugegebenermaßen nicht ganz unumstrittene Clarimo. Schauen Sie mal in die FN-Zuchtstatistik, wie viele gute Pferde aus seinen ersten Jahrgängen im Sport erfolgreich sind: z. B. die beiden Neunjährigen Chardonnay (Ernst-Uwe Sachau, Bohmstedt), unter Max Kühner unlängst bester Holsteiner im Weltcupfinale, der von Manfred von Allwöhrden gezogene Cynar VA, unter Jessica Springsteen Fünfter im Großen Preis des *****CSI in Wellington, oder der achtjährige Crunch (Miriam Kühl, Brodersdorf), der unter Rolf-Göran Bengtsson in internationalen Youngster-Springen auf sich aufmerksam macht.

Welche Hengste bekommen die Besucher in der Fritz-Thiedemann-Halle zu sehen, wie sieht das Programm aus?

Wir planen, alle drei-, vier-, fünf- und sechsjährigen Vererber aus dem Besitz der Holsteiner Hengsthaltungs GmbH zu zeigen. Die Dreijährigen werden natürlich altersgerecht vorgestellt, die älteren werden einen Kurzparcours absolvieren.

Wie unlängst einer  Pressemitteilung der FN zu entnehmen war, konsolidieren sich bundesweit die Bedeckungszahlen wieder. Lassen sich schon erste Tendenzen in Holstein erkennen?

Wir haben – vielleicht auch aufgrund des besseren Wetters – bislang mehr Bedeckungen als 2015 zu verzeichnen. Wir hoffen natürlich sehr, dass sich diese Tendenz fortsetzt.

Fotos von Janne Bugtrup